Die Spuren der Goldelefanten: Die 15-Rupien-Münzen aus Tabora in Deutsch-Ostafrika als kolonialherrschaftliche Wertzeichen

Die Spuren der Goldelefanten: Die Geschichte der 15-Rupien-Münzen aus Tabora in Deutsch-Ostafrika als kolonialherrschaftliche Wertzeichen damals und heute.
Didczuneit, Veit
43000
9783000678684
ab 19.08.22 (Ende Betriebsurlaub)
neu
15,00 € *

Titel: Die Spuren der Goldelefanten
Untertitel: Die 15-Rupien-Münzen aus Tabora in Deutsch-Ostafrika als kolonialherrschaftliche Wertzeichen
Autor: Veit Didczuneit
Selbstverlag: Dr. Veit Didczuneit
Brandenburg, 2021
ISBN 9783000678684 / ISBN 978-3-00-067868-4
Broschur, 15 x 21 cm, 127 Seiten, 56 Farbabbildungen

Über: Die Spuren der Goldelefanten: Die 15-Rupien-Münzen aus Tabora in Deutsch-Ostafrika als kolonialherrschaftliche Wertzeichen

Die von den deutschen Kolonialbehörden 1916 in Tabora in Deutsch-Ostafrika geprägten 15-Rupien-Goldmünzen, die auf der Bildseite einen trompetenden Elefanten vor einer Gebirgslandschaft mit Kilimandscharo zeigen, sind die letzten Goldmünzen des deutschen Kaiserreichs. Sie sind schön, exotisch, selten, wertvoll und demzufolge auch begehrt. Sie erzeugen Freude am Besitz und Angst vor Verlust, aber auch Interesse an ihrem geschichtlichen Kontext. Um ihre Entstehung ranken sich Legenden und Spekulationen. Sie bergen Geheimnisse und sind gleichzeitig aussagekräftige kolonialhistorische Quellen. Die geschichtliche Erforschung dieser Münzen ist einerseits dem Anspruch der Wahrheitsfindung verpflichtet.

Sie muss andererseits ebenso die damaligen, aus unterschiedlichen Perspektiven und Interessen der Zeitgenossen resultierenden verschiedenen Bedeutungszuweisungen, denen die Münzen unterlagen, berücksichtigen. So waren die Münzen für die im Kolonialkrieg siegreichen Belgier und Engländer gesuchte Kriegssouvenire. Für die unterlegenen Deutschen stellten die Goldmünzen kolonialherrschaftliche und nach 1918/19 bis zum Ende der NS-Zeit kolonialnostalgische und -revisionistische Symbole dar. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat die Erinnerung an die deutsche Kolonialzeit in den Hintergrund. In der Bundesrepublik und in der DDR konzentrierte sich das Interesse der Sammler an diesen Münzen auf numismatische Fragestellungen und monetäre Werte.

Heute steht die öffentliche Wahrnehmung der Goldmünzen zunehmend im Kontext kolonialer Ausbeutung von Ressourcen, Gewalt und Rassismus. Auf jeden Fall spiegeln sich in ihrem Glanz über 100 Jahre deutscher Geschichte. Jedes Goldstück steht für einen vielfältigen Kosmos von Entstehungs-, Nutzungs- und Sammlungsgeschichten. Die individuelle Biografie dieser Münzen ist nur in sehr seltenen Fällen bekannt. Die zahlreichen Spuren, die die „Elefanten-Goldstücke" in den Akten, in der Erinnerungsliteratur, den Sammlerzeitschriften und Auktionskatalogen hinterlassen haben, ermöglichen jedoch den Versuch der historischen Darstellung ihres „kollektiven Lebensweges".

Inhalt: Die Spuren der Goldelefanten: Die 15-Rupien-Münzen aus Tabora in Deutsch-Ostafrika als kolonialherrschaftliche Wertzeichen

Vorwort
Kriegsgeld für die Kolonie Münzherstellung in Tabora Ungewissheiten
Preise und Einkommen in Deutsch-Ostafrika
Wenige Goldmünzen für Viele
Viele Goldmünzen für Wenige
In belgischer Gefangenschaft
In England und Frankreich
Tabora-Sovereigns
In der Heimat
Koloniales Erbe
Danksagung
Impressum