Unter Buschleuten auf der Farm Otjiguinas in Namibia

Unter Buschleuten auf der Farm Otjiguinas in Namibia. Ein Erfahrungsbericht einer Farmerin von den Sitten und Bräuchen der Hain//omn und deren Schamanentum.
Schatz, Ilse
05-0725
99916-712-9-3
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Titel: Unter Buschleuten auf der Farm Otjiguinas in Namibia
Autorin: Ilse Schatz
Selbstverlag Ilse Schatz
1. Auflage, Tsumeb 1993
ISBN 9991671293 / ISBN 99916-712-9-3
Originalbroschur, 15 x 21 cm, 46 Seiten, 8 sw-Fotos

Zustand:

Sehr gut. Auf Vorsatz Autograph der Autorin.
Selten.

Über: Unter Buschleuten auf der Farm Otjiguinas in Namibia

Ich bin am 14. Februar 1929 in Grootfontein geboren und habe die meiste Zeit meines Lebens auf einer Farm verbracht. In meiner Jugend lebte ich auf Farmen im Grootfonteiner Distrikt, wo die Sprache der Schwarzen vorwiegend Otjiherero war. Später heiratete ich einen Farmer und wohnte dann auf der Farm Otjiguinas, welche an den Otjikotosee grenzt. Hier lebten auch Hain//omn-Buschleute, deren schwierige Sprache ich nie gelernt habe. Viele Buschleute konnten Otjiherero sprechen, so auch der dort wohnende Medizinmann.

Als Farmersfrau hat man einen engen Kontakt zu seinen Mitarbeitern und deren Familien. Waren sie krank, so kamen sie zu mir. Wurde ein Baby geboren, so mußte die Missis dabei sein. Je älter ich wurde, um so mehr interessierten mich deren Sitten und Gebräuche. Es kam dann oft vor, daß ich abends die Buschleute tanzen und singen hörte. Ich schlich mich im Dunkeln in deren Nähe, aber dem geschulten Gehör und Auge eines Buschmanns entgeht nichts. Sofort hörte der Tanz und Gesang auf. Meist ging ich dann sofort enttäuscht wieder nach Hause, um sie nicht zu stören.

Manchmal setzte ich mich auch einfach zu ihnen hin, in der Hoffnung, daß sie weitermachten, es war aber immer vergebens. Fragte ich den Medizinmann /Garugu //Khumob danach, so antwortete er mir: "Missis du bist weiß, du verstehst mich und meine Dinge doch nicht". Stellte ich dann am Tage dem Medizinmann Fragen, so überhörte er einfach die Fragen und antwortete nicht. Erst nach fast 20 Jahren bot er mir kommentarlos einen Baumstumpf als Sitzgelegenheit an und fuhr mit seinen Zermonien fort. Von dem Tag an lud er mich immer zu seinen Heilungszermonien oder anderen Handlungen ein.