Menschen und Tiere in Südwestafrika (Neuausgabe Südwester Texte)

Menschen und Tiere in Südwestafrika: Kommentierte Neuausgabe des Klassikers von Adolf Fischer in der Buchreihe Reihe Südwester Texte.
15013
978-99916-891-2-8
ab 19.08.22 (Ende Betriebsurlaub)
neu
22,50 € *

Titel: Menschen und Tiere in Südwestafrika
Autor: Adolf Fischer
Reihe: Südwester Texte, Band 12
Herausgeber: Andreas Vogt
Selbstverlag Dr. Andreas Vogt
Windhoek, Namibia 2020
ISBN 9789991689128 / ISBN 978-99916-891-2-8
Broschur, 15 x 21 cm, 244 Seiten

Über: Menschen und Tiere in Südwestafrika (Neuausgabe Südwester Texte)

In der Literatur Südwestafrikas hat 'Menschen und Tiere in Südwestafrika', das Erstlingswerk des Schutztruppenoffiziers Adolf Fischer, einen besonderen Stellenwert. Durch seine Stationierung an zwei entlegenen Standorten in der Etoscha und der Kalahari, die von der natürlichen Umgebung grundverschieden waren, bot sich Fischer ein ungewöhnlicher, mitunter einzigartiger unmittelbarer Kontakt zur Tierwelt, die er weitgehend ungestört vorfand und ihn tief berührte.

Ab 1906, während der Feldzug gegen die Nama noch andauerte, konnte Adolf Fischer beobachten, welchen Einfluß die stark angewachsene Truppenstärke der Schutztruppe auf die Tierwelt hatte. Die Schutztruppe hatte zur Aufbesserung der kargen, oft gar nicht vorhandenen Lebensmittelrationen, jagen müssen und war, stets auf der Suche nach Wild und Trinkwasser, in die entlegensten Teile des Landes vorgestoßen. Adolf Fischer vermerkte es mit Genugtuung, als unter Gouverneur von Lindequist die ersten Wildschutzgebiete proklamiert wurden.

Die Erstausgabe seines Buches von 1914 beinhaltet Zahlenangaben zu Wildbeständen, die Adolf Fischer beobachtet hatte. Es wird heute angenommen, daß der Autor eine Grundlage für den Wildschutz erstellen wollte und zusätzlich Angaben anderer Autoren vor seiner Zeit, sowie damals aktuelle Mitteilungen und Beobachtungen auswertete. 'Menschen und Tiere in Südwestafrika' sollte die existierende Tierwelt der Kolonie dokumentieren und auf verbindliche Jagd- und Hegegrundsätzen hinwirken.

Als Adolf Fischer 'Menschen und Tiere in Südwestafrika' für eine Neuauflage in den 1930er Jahren überarbeitete, fügte er die Kapitel „Namutoni und die Etoscha" und „Koes und die Kalahari" hinzu, in denen er Beobachtungen im Umfeld der Stationen Namutoni und Koes beschreibt. Diese waren die am weitesten von Windhuk entfernten militärischen Stationen zu dieser Zeit. Es wird Adolf Fischer in der Rückschau bewußt gewesen sein, welchem zeitlichen und räumlichen Zufall er die zahlreichen intensiven Natureindrücke zu verdanken hatte.

'Menschen und Tiere in Südwestafrika' ist als monolithischer Text und nicht in einzelnen Kapiteln geschrieben, sondern in zwei Teile gegliedert: "Menschen des Feldes" und "Tiere des Feldes". Dies verleiht dem Gesamtwerk eine prosaische Wirkung und erinnert eher an eine durchgehende Reflektion als gar an einen wissenschaftlichen Text oder an einen Erlebnisbericht. Nicht wenige seiner Zeitgenossen hatten, wie er, einen starken Naturbezug: Adolf Fischer kommt jedoch der Verdienst zu, diesen erfolgreich literarisch verarbeitet und verbreitet zu haben.

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