Springe zum Hauptinhalt »

Seiten durchsuchen

0 Artikel, 0,00 €
zum Warenkorb »

Your Shopping cart is empty.

 

Nigeria. Reise gegen die Zeit

Nigeria. Reise gegen die Zeit

Antiquarisches Buch: Nigeria. Reise gegen die Zeit.
Stephan, Klaus
03-0025
gebraucht

sofort lieferbar

9,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

Weitere Empfehlungen zu Nigeria. Reise gegen die Zeit

Ghana in Transition

Ghana in Transition

15,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Aura Poku

Aura Poku

12,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Ghana Today 1

Ghana Today 1

9,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
A brief guide to Ghana

A brief guide to Ghana

19,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
To Know My Own

To Know My Own

15,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Voices of Ghana

Voices of Ghana

29,00 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
Buchtitel: Nigeria. Reise gegen die Zeit
Autor: Klaus Stephan
Fotos: Nina Fischer
Prestel-Verlag
München, 1961
Originalhalbleineneinband, 13x21 cm, 149 Seiten, zahlreiche sw-Fotos und Karten.

 

Zustand:

Gut. Geringe Gebrauchsspuren, innen sauber.


Beschreibung:

Aus Iboland: Romantik und Realität

Wenn man in Erfahrung bringen wollte, welches Bild sich der moderne Afrikaner von Europa macht, so würde einem dabei nichts so sehr helfen wie die Frage: Welches Bild macht sich der Durchschnittseuropäer, also das, was man unsere öffentliche Meinung nennt, von Afrika?

Will man exakt sein, so muß man den Durchschnittsdeutschen insofern von dieser Frage ausnehmen, als er seit 1918 keinen politischen Kontakt mehr mit Afrika hatte und überdies sein Interesse an den Tropen lange Zeit hindurch eine idealistische Mischung aus Herder und Tirpitz, aus Volkskunde und Seegeltung war, zum Teil wohl noch ist.

Indessen gilt allgemein auch für Deutschland, was für Europa gilt: daß unser Bild Afrikas in der Epoche der Romantik entstand und daß es bis heute kaum seine romantischen Züge verloren hat. Ich glaube, daß die Verknüpfung gerade mit dieser Periode unserer Geistesgeschichte Grund für viele jener Mißverständnisse ist, die man heute vergeblich aus der Geschichte der wirtschaftlichen und politischen Unternehmungen Europas in Afrika erklären will.

Das romantische Gemälde von Dschungel und Gefahr, Spezereien, Gold und Elfenbein, Paradies und Barbarei mußte in gleichem Maße die Phantasie des europäischen Plebs beschäftigen, in dem sich die des gebildeten Salons von den Jahrtausende alten Kulturen Indiens und des Fernen Ostens faszinieren ließ. Während Buddha, Brahma, Zen in der abendländischen Metaphysik fashionable wurden, überließ man das primitive, scheinbar kulturlose Afrika der Einfalt von Handel, Flotte und Mission.

Dieser Vorgang wird heute von der afrikanischen Intelligenz als Mißachtung empfunden; er hat mehr als alle tatsächliche oder vermeintliche politische Unterdrückung die schwarze Elite mit einem latenten Inferioritätskomplex infiziert. Sie drängt auf eine Revision dieses Bildes. […]