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Franz Stuhlmann (1863-1928)

Franz Stuhlmann (1863-1928)

Ein biographisches Portrait Franz Stuhlmanns und kolonialhistorische Personalstudie
43038
978-3-86634-509-6
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Franz Stuhlmann (1863-1928)

Autor: Reinhart Bindseil
Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen
o.O., 2008
ISBN 978-3-86634-509-6
Broschur, 15x21 cm, 78 Seiten, einige sw-Abbildunge
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Beschreibung:

Franz Stuhlmann war Zoologe und Afrikaforscher, Chef der Abteilung für Landeskultur und Landesvermessung beim kaiserlichen Gouvernement von Deutsch-Ostafrika und zuletzt Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Archivs.

Zum Verständnis der historischen Zusammenhänge um den jungen, aufstrebenden Wissenschaftler Franz Stuhlmann sei in Erinnerung gerufen, daß sich die deutsche Politik unter Bismarcks Leitung ab 1884 in Afrika zu engagieren begann.

Deutschland wurde allmählich Kolonialmacht, das zukünftige Deutsch-Ostafrika begann nach Abschluß der Berliner Kongo-Konferenz schemenhaft sichtbar zu werden.

Diese Entwicklung erhielt durch den deutsch-britischen Helgoland-Sansibar-Vertrag vom 1. Juli 1890 ihre besondere Markierung, da in ihm die beiderseitigen Interessensphären insoweit abgesteckt wurden, daß für Deutschland die endgültigen Umrisse seines ostafrikanischen Schutzgebietes erkennbar waren.

Das traf allerdings nicht auf die Nordwestecke zu, wo sich der angebliche Berg Mfumbiro und das sagenumwobene Ruanda befanden.

Die diesbezüglichen Kenntnisse beschränkten sich noch 1890 auf ziemlich vage Informationen, die vor allem Henry Morton Stanley (1841-1904) von afrikanischen Reisenden erhalten und in seinem Reisewerk von 1878 aufgezeichnet hatte. Sie ließen jegliches Eindringen nach Ruanda als gefährliches Unterfangen erscheinen.

Deutschland interessierte sich anfangs nicht sonderlich für diese Nordwestecke seines Schutzgebietes, die auch den Kongo-Staat berühren mußte. Immerhin wurde Anfang 1890 Emin Pascha, begleitet von Franz Stuhlmann, von der deutschen Regierung ausgesandt, das Hinterland von Deutsch-Ostafrika näher zu ergründen und die deutsche Herrschaft dort zu festigen.

Diese Expedition ließ allerdings wegen der eigenwilligen Zielplanungen ihres Leiters die Nordwestecke unberührt westlich ihres Weges liegen. Damit ging für sie auch die Chance verloren, als Entdeckerin Ruandas in die europäische Geschichte einzugehen. Erst Graf Götzen sollte ab 1894 als Ruanda-Erforscher internationales Interesse auf sich ziehen. [...]