26.09.2013

Afrikanischer Heimatkalender

Afrikanischer Heimatkalender war der Name eines in Namibia von 1930 bis 2009 herausgegebenen Jahrbuches der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK).

Afrikanischer Heimatkalender war der Name eines in Namibia von 1930 bis 2009 herausgegebenen Jahrbuches der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK).

Afrikanischer Heimatkalender war der Name eines in Namibia von 1930 bis 2009 herausgegebenen Jahrbuches der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK).

Der Afrikanische Heimatkalender, damals herausgegeben vom Kirchenbundesrat des Deutschen Kirchenbundes Süd- und Südwestafrikas, erschien erstmals im Jahr 1930 und wurde von der Druckerei John Meinert Ltd. gedruckt. Den Umschlag zierte ein zeitlos schönes Bild eines Kameldornbaum unter dem Kreuz des Südens, das der Südwester Künstler Anton Aschenborn geschaffen hatte. Dieser Klassiker hat über viele Ausgaben hinweg den hohen Wiedererkennungswert des Afrikanischen Heimatkalenders geprägt. Die Herausgeber hofften, mit dem kirchlichen geprägten Jahrbuch dem Bedarf an Seelsorge, Orientierung und praktischer Lebenshilfe sowie kultureller Unterhaltung und Erbauung gerecht zu werden und versahen die Ausgaben mit einem Kalendarium, knappen geschichtlichen Daten, landwirtschaftlichen und astronomischen Informationen sowie geistlichen Beiträgen in Form von Gedichten, Sinnsprüchen, Gleichnissen und Beiträgen. Ein weiterer Aspekt der Anfangsjahre war die gesellschaftliche Sammlung der Deutschen in Südwestafrika, die nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg als Volks- und Sprachgruppe fremdbestimmt und daher tendenziell zur Selbstbehauptung entschlossen war. Stil, Inhalte, Anspruch und Aufbau des Afrikanischen Heimatkalenders wurden über die Jahrzehnte stark von maßgeblichen Persönlichkeiten wie von den Zeitumständen beeinflußt und unterlagen einem steten, unterschiedlich stark ausgeprägten Wandel. Kirchenmänner wie der populäre Missionspräses Dr. Heinrich Vedder, die Landespröpste Andreas Wackwitz, Karl Friedrich Hoeflich, Otto Milk, Kurt Kirschnereit, Paul Gerhard Kauffenstein, Wilfried Blank und die Bischöfe Reinhard Keding und Erich Hertel, haben als redaktionell Verantwortliche zu ihren Zeiten Anpassungen an Form und Botschaft des Afrikanischen Heimatkalenders vorgenommen, von denen sie hofften es seien die richtigen. Während Dr. Vedder in den Weltkriegs- und Internierungsjahren mit seinen Beiträgen Erbauung, Trost und Lebensmut für die auseinandergerissenen Familien in Südwestafrika spendete, setzten seine Nachfolger, jeweils unter veränderten Prämissen und Schwerpunkten, zunehmend auf kulturelle, geschichtliche und gesellschaftliche Themen und führten, zeitlich begrenzt, auch Veränderungen an der äußeren Erscheinung aus. Politische Themen hielten mit der einsetzenden Dekolonialisierung bereits in den späten 1950er und verstärkt in den späten 1970er Jahren Einzug in den Afrikanischen Heimatkalender. Ein weitere Verstärkung sozialer, gesellschaftlicher und kritisch-politischer Themen ereignete sich unter Bischof Erich Hertel, unter dessen Ägide der Reihenname Afrikanischer Heimatkalender ab der Ausgabe 2010 zugunsten des Namens Perspektiven abgeschafft wurde. Diese durch gesellschaftliche und demographische Verhältnismäßigkeiten begründete Entscheidung, fiel in eine Epoche stark nachlassender Selbstwahrnehmung als Sprach-, Glaubens- und Volksgruppe unter den Deutschsprachigen und Deutschstämmigen in Namibia. Die Umbenennung des Afrikanischen Heimatkalenders in den bezugslosen Begriff Perspektiven, führte zum Verlust der ehemals hervorragenden Positionen in den Suchergebnissen der Internet-Suchmaschinen und zwangsläufig zum Verlust seiner internationalen Auffindbarkeit und Präsenz. Wie zu allen Zeiten, schreiben auch in den aktuellen Ausgaben des ehemaligen Afrikanischen Heimatkalenders, namhafte Autoren, Wissenschaftler und Meinungsführer Beiträge zu den großen Gegenwartsthemen Namibias, teilweise, unter dem Eindruck der Erkenntnisse und Ereignisse nach über zwanzig Jahren SWAPO-Alleinherrschaft, auch regierungs- und systemkritisch. In den Impressen der Ausgaben des Afrikanischen Heimatkalenders seit 1930 änderte sich mit dem Wandel der kirchlichen Strukturen in Namibia auch die Bezeichnung des Herausgebers. War es von 1930 bis 1958 der Kirchenbundesrat des Deutschen Kirchenbundes Süd- und Südwestafrikas, bis 1992 die Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in Südwestafrika (DELKSWA), ist es seitdem die Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK), die als Herausgeber des Jahrbuches genannt wird. In den Verkauf gelangte der sich selbst finanzierende Afrikanische Heimatkalender seit jeher im Direktverkauf und im Abonnement, später auch über die in Namibia entstandenen Buchhandlungen. Seit den frühen 1980er Jahren vertreibt die deutsche Fachversandbuchhandlung Namibiana Buchdepot den Afrikanischen Heimatkalender, seit 2010 die Perspektiven in Europa und verfügt derzeit über das größte bekannte antiquarische Angebot früher und ältester Jahrgänge des Jahrbuchs.

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