Reinhard Keding

Der deutsche Geistliche Reinhard Keding war von 1993-2005 Bischof der Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Der deutsche Geistliche Reinhard Keding war von 1993-2005 Bischof der Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Reinhard Keding ist seit 2005 Pastor der Gemeinde Bad Laer-Glandorf.

Reinhard Keding ist seit 2005 Pastor der Gemeinde Bad Laer-Glandorf.

Der deutsche Geistliche Reinhard Keding war von 1993-2005 Bischof der Evangelisch-Lutherische Kirche in Namibia (DELK).

Reinhard Keding wurde am 05.09.1948 als Sohn eines Pastors im niedersächsischen Salzhausen geboren. Bedingt durch die wechselnden Dienststellen seines Vaters, wuchs Reinhard Keding an verschiedenen norddeutschen Orten auf, beendete 1967 seine Schulzeit in Buxtehude und studierte Theologie am Missionsseminar in Hermannsburg. Im Jahr 1974 legte er sein erstes Examen ab und heiratete die Ärtztin Frauke Gremels. 1975 wurde Reinhard Keding vom Außenamt der EKD nach Toronto, Kanada, entsandt und war als Vikar der St.-Georg-Gemeinde tätig. 1976 kehrte er mit seiner Familie nach Deutschland zurück, um 1977 nach Südafrika, Kwazulu Natal, auszureisen, wo Reinhard Keding seine erste Pastorenstelle erhielt und den Ort Dundee und die Farmgemeinde Elandskral betreute. 1982 wechselte er auf eine Stelle als Pastor der lutherischen Schule im südafrikanischen Hermannsburg. 1989, inzwischen waren fünf gemeinsame Kinder geboren, wurde Reinhard Keding nach Deutschland zurückberufen, um im niedersächsischen Hermannsburg als Leiter des Bildungsreferates des Evangelisch-Lutherischen Missionswerkes Niedersachsen tätig zu werden. Vier Jahre später wurde ihm das Amt des Landesprobstes (Bischof) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK) angetragen, das er kurzfristig annahm. In Namibia hatte er im Jahr 2000 den Tod seiner Ehefrau Frauke Keding zu beklagen, die ihre letzte Ruhe im deutschen Hermannsburg fand. Als Bischof förderte er in Namibia die Ausbildung von Laienpredigern für die DELK, um dem großen Betreuungsaufwand der sieben Pastoren der kleinsten evangelisch-lutherischen Kirche Namibias entgegenzuwirken. Verstreut über ein Gebiet von der zweieinhalbfachen Größe Deutschlands, erzeugen die großen Distanzen zwischen den Gemeinden und den Gemeindegliedern erhebliche Reisetätigkeit. In weiterer Schwerpunkt des ökumenisch orientierten Geistlichen war der Versuch, eine strukturelle Zusammenführung der DELK mit den anderen beiden lutherischen Kirchen Namibias, der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia (ELCRN) und der Evangelical Lutheran Church in Namibia (ELCIN) zu erreichen. Wegen muttersprachlicher Barrieren und Vorbehalte, die meist in der Sorge um Identitätsverlust begründet waren und die Mitglieder aller drei Kirchen betraf, kam das Projekt über den Austausch in der Synode nicht hinaus. Reinhard Keding erkannte darin den Bedarf an Reifezeit in der veränderten namibischen Gesellschaft, aber auch einen dringenden Bedarf an der Vermittlung ethischer Werte, insbesondere unter dem Eindruck zunehmenden, nun umgekehrt auftretenden Rassismus in Namibia. Im Juli 2005 heiratete Reinhard Keding seine zweite Frau, Dorothea Detering, die er in Namibia kennengelernt hatte und kehrte mit ihr im September 2005 nach Deutschland zurück, wo er Pastor der Gemeinde Bad Laer-Glandorf wurde. Mit Namibia bleibt er über sein Ehrenamt als Vorsitzender des Vereins Freundschaft mit NaDEET verbunden und organisiert alle zwei Jahre eine Mitgliederreise zu den NaDEET-Projekten in Namibia. Sein Nachfolger als Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (DELK) wurde Erich Hertel.


Keding, Reinhard im Namibiana-Buchangebot

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