Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A., von Heinz Walter Stengel

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A., von Heinz Walter Stengel. Afrika-Verlag Der Kreis, 1963.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A., von Heinz Walter Stengel. Afrika-Verlag Der Kreis, 1963.

Waesta-Seilbahn zur Messung der Wassergeschwindigkeit bei den verschiedenen Fluthöhen an der Pegelstelle im Omuramba Omatako auf Farm Ousema, Februar 1962. Im Korb Heinz Walter Stengel, auf dem Turm W. F. W. Holch, der Erbauer der Anlage. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Waesta-Seilbahn zur Messung der Wassergeschwindigkeit bei den verschiedenen Fluthöhen an der Pegelstelle im Omuramba Omatako auf Farm Ousema, Februar 1962. Im Korb Heinz Walter Stengel, auf dem Turm W. F. W. Holch, der Erbauer der Anlage. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Pegelturm im Dammgebiet Gammams II bei Windhoek, Oktober 1961. Die ersten Anlagen dieser Bauart waren mit Schwimmpegeln ausgerüstet. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Pegelturm im Dammgebiet Gammams II bei Windhoek, Oktober 1961. Die ersten Anlagen dieser Bauart waren mit Schwimmpegeln ausgerüstet. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Der Daan-Viljoen-Damm bei Gobabis, Oktober 1960. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Der Daan-Viljoen-Damm bei Gobabis, Oktober 1960. Foto: Dr. Otto Wipplinger.

Die praxisbezogenen Beiträge des Wasserbauingenieurs und Mitarbeiters des Wasserwirtschaftsamtes in Windhoek, Südwestafrika, Heinz Walter Stengel, machen den Reiz dieses außergewöhnlichen Fachbuches Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A aus.

Heinz Walter Stengel  Otto Wipplinger  Karl Ferdinand Lempp  

Verdunstung und Verschlickung von Staubecken (H. W. Stengel)

Schon im Zuge der ersten Besiedlung Südwestafrikas durch Europäer entstanden die ersten Stauanlagen im Süden. Als älteste ist der Damm bei Davignab zu betrachten, den Hendrik Blaauw in den Jahren 1888-1891 an der Grenze des Betschuanalandes baute. Der Damm hatte den alten Berichten zufolge bis 1898 jedes Jahr genügend Zulauf, und als er 1897 trocken stand, spendete der in der Nähe angelegte Brunnen noch ausreichend Wasser für die Farmwirtschaft. Diese Verbindung von Damm und Brunnen, oder Damm und Bohrloch, hat als Grundlage der Wasserversorgung in Südwest ihre Bedeutung bis heute behalten. Die damaligen Anlagen waren nicht nur für das Tränken des Viehs bestimmt, sondern dienten auch, oder in der Hauptsache, dem Anbau von Weizen, Wein, Tabak und anderen Produkten. Die Viehhaltung befand sich noch in den Anfängen, und der Transport der wichtigsten Lebensmittel war umständlich, zeitraubend und teuer. Es ist überaus interessant, von jenen frühen Dammbauten zu lesen und dabei zu verfolgen, mit welchem Unternehmungsgeist die ersten Siedler ans Werk gingen und versuchten, dem trockenen Land Früchte abzuringen. Prof. Theodor Rehbock schrieb in seinem Buch ueber die wirtschaftliche Erschliessung Deutsch-Südwestafrikas insbesondere ueber die Nutzbarmachung des Wassers: "Die Dammbauten (1888-1894) in der suedoestlichen Ecke des Namalandes haben bald im mittleren Namalande, in der Umgebung von Gibeon, Nachahmung gefunden, wo die deutschen Siedler Brand bei Mariental und Seidel auf dem rechten Ufer des Fischflusses, einige 30 km oberhalb von Gibeon, Staudämme zur Wasserbeschaffung fuer landwirtschaftliche Zwecke erbaut haben. Die zuletzt genannte Örtlichkeit, an der die Arbelten bei unserer Anwesenheit in Gibeon (1897) gerade begonnen wurden, haben wir nicht besucht, da wir zu spät Nachricht erhielten von der Absicht, dort einen Dann zu bauen. Das Stauwerk ist z. Z. fertiggestellt und dürfte in der abgelaufenen Regenzeit bereits in Tätigkeit getreten sein. Der Anbau von Getreide ist in bedeutendem Umfange geplant. Die dazu erforderlichen maschinellen Einrichtungen, eine Sämaschine, eine Dreschmaschine und ein Mahlgang, sind bereits nach Deutsch-Südwestafrika abgesandt worden. Auch der Farmer Brand hat Anlagen zum Getreidebau im großen geschaffen. Die eine der beiden von ihm geschaffenen Anlagen besteht in der Abschliessung einer etwa 1 qkm großen Pfanne durch einen 30 m langen und 2,5 m hohen Damm und in der Aushebung eines 600 m langen Grabens, durch welchen das von einem ebenfalls rund 600 m langen Flügeldamm in der groesseren Pfanne aufgefangene Wasser in die Pfanne geleitet wird. Diese Anlage, die in der allgemeinen Anordnung derjenigen bei Noagas, gleicht, wurde in den Monaten Februar und März 1897 errichtet und hat Kosten in Höhe von 1200 Mark verursacht." Diese Anlagen wurden damals zum Zwecke des Anbaus von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen errichtet. Heute würde man solche Pfannen mit Ausgrabungsdämmen versehen, um auf diese Weise Wasservorrat fuer das Weidevieh zu schaffen. Der Farmer Brand in Mariental ist damals mit dem Bau eines grossen Bewässerungsdammes beschäftigt gewesen, dessen Fertigstellung aber an der Zurückhaltung des Gouvernements scheiterte, das keine ausreichenden Mittel zur Verfügung stellte. Sehr aufschlussreich hinsichtlich der Entwicklung von Dämmen waren auch die Reisen A. Kuhns, der im Auftrage des Bewässerungssyndikates vor der Zeit der Eingeborenenaufstaende zwei Mal den Süden des Landes bereiste (1901-1903). [...]

Dies ist ein Auszug aus dem Buch: Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A., von Heinz Walter Stengel.

Titel: Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A.
Autoren: H. W. Stengel; Otto Wipplinger; Karl Ferdinand Lempp
Verlag: Afrika-Verlag Der Kreis
Windhoek, Südwestafrika 1963
Original-Leinenband, Original-Schutzumschlag, 18 x 24 cm, zahlreiche sw-Fotos.
Sprachen: Deutsch; Afrikaans; Englisch

Stengel, Heinz Walter im Namibiana-Buchangebot

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A. ist ein Standardwerk über die Wasserwirtschaft Südwestafrikas.

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