Die Anfänge der Mission in Namibia, von Walter Moritz

Die Anfänge der Mission in Namibia, von Walter Moritz. Aus alten Tagen in Südwest, Band 22. Verlag: LDD Exclusiv UG Spenge. Werther, 2016. ISBN 9783945044834 / ISBN 978-3-945044-83-4

Die Anfänge der Mission in Namibia, von Walter Moritz. Aus alten Tagen in Südwest, Band 22. Verlag: LDD Exclusiv UG Spenge. Werther, 2016. ISBN 9783945044834 / ISBN 978-3-945044-83-4

Der folgende Auszug aus Walter Moritz' Schrift, Die Anfänge der Mission in Namibia, schildert den Beginn der Mission jenseits des Oranje, in Warmbad.

Walter Moritz  

Der Beginn der Mission jenseits des Oranje in Warmbad

Der Name Warmbad, im Süden Namibias gelegen, deutet auf eine Quelle hin. Jacobus Coetse Jansz erwähnt den Platz 1760 als „Ruheplatz bei einem aus dem Boden sprudelnden warmen Quell", der 2 Tagereisen vom Oranje entfernt ist. Kapitän Hendrik Hoop erwähnt den Platz am 5. Oktober 1761: "...wir lagerten uns endlich beim Warmbad; das ist eine Quelle, welche immerzu Wasser von mäßiger Wärme liefert und folglich sehr gut zum Baden ist. Das Wasser kommt wallend aus der Erde, hat etwas salzigen Geschmack... Wir fanden den Boden in der Umgebung brackig und um das Wasser lag trockenes Salz bis Fingerhöhe" (nach Afrikanischer Heimatkalender 1959 S. 90 u. 95). Der Ort hatte 1836 ca. 500 - 600 Einwohner. Bondelswarts in der weiteren Umgegend wurden auf 2000-3000 geschätzt (Lang 1936 S. 96). Es scheint ein unbedeutender Ort zu sein mit einer heißen Quelle, im Sommer wird es dort auch sehr heiß. Warmbad heute mit etwa 900 Einwohnern ist nur ein kleiner Ort im Süden des Landes. Doch wurde er bedeutsam für die Missionsgeschichte Namibias, wo das Evangelium seinen Anfang nahm und dann bis in den Norden diesseits des Kunene und Okavango sich ausbreitete. 1955 konnte der Ort seinen 150. Geburtstag feiern, wozu auch eine Festschrift erschien: „Gedenkboek van die 150 jarige bestaan van Warmbad 1805-1955". Aber der Namaname für Warmbad Aigams (mit Schnalz /Ai-//gams) wie auch Windhoek genannt wurde, erscheint in der Literatur bei Coetse 1760 (vgl. bei Nienaber 1977 S. 176. Bei den 4 Bänden durfte ich auch mitarbeiten). Es bedeutet „Feuer Wasser" oder eben „Heißes Wasser". Die Gebrüder Albrecht nannten es dann Warmbad. Es hat verschiedene Namen für den Ort Namibias gegeben. Nicht die Rheinische Mission begann hier die Missionsarbeit. Vor allem die Londoner Mission (LMS), die 1798 ihre Arbeit am Kap in Südafrika begann, schickte Missionare bis nach Warmbad und ließ besonders durch den deutschen Missionar Schmelen das Land erkunden. Zwei deutsche Missionare wirkten auch in Warmbad, nämlich die Gebrüder Albrecht, Christian und Abraham Albrecht. Wie Missionar Schmelen wurden auch sie in Berlin in der Missionsschule von Pastor Jänicke ausgebildet (siehe weiter unten S. 10). Dieser hatte 1800 eine Missionarsausbildungsstätte ins Leben gerufen, um Missionare für verschiedene Missionsgesellschaften auszubilden. Die Gebrüder Albrecht wurden für das Großnamaland oder Namaqualand jenseits des Oranje bestimmt. Damals sprach man von den Namaqua. Eigentlich Namagu a = „es sind Nama", so die Entstehung dieses Namens. Heute nennt man die Stämme, die die Namasprache sprechen, Khoe-khoe und ihre Sprache Khoe-khoe-gowab. Aber auch die Damara sprechen diese Sprache (hierzu Moritz 2015 Heft 21 S. 6 u. S. 34). Als die Missionare über den Oranje oder das „Grootrivier" oder auch Garib zogen an der Mündung des Hartebeesriviers, blieben sie zunächst an einem Ort, dem sie den Namen „Stille Hoop" gaben. Sie zogen noch etwas weiter westlich an einen Platz „Blijde Verwagtings". Diese zwei Plätze sind es, die weiterhin als die Farmen Jerusalem und Blydeverwacht bekannt sind (Gedenkboek S. 9 u. 30; siehe Farmkarte hier auf S. 8). In der Gegend der heißen Quellen von Warmbad sollen sich damals etwa 1200 Personen von verschiedenen Stämmen aufgehalten haben. Davon waren 13 Leute getauft, wozu auch die Engelbrechts gehörten (Zu Engelbrecht siehe bei Trüper S. 108-110). Den Platz bei der Quelle des Hartebeesriviers, den die Missionare „Blijde Uitkomft" nannten (frohe Auskunft), war ein ehemaliger Wohnplatz der Afrikaner (Handbüchlein S. 62). Stille Hoop und Blyde Verwachtings sind auch die ersten eigentlichen Plätze in Südwestafrika auf denen das Evangelium verkündigt wurde. - Zwei Jahre sollen die Missionare hier gewohnt haben. [...]

Dies ist ein Auszug aus: Die Anfänge der Mission in Namibia, von Walter Moritz.

Buchtitel: Die Anfänge der Mission in Namibia
Autor: Walter Moritz
Reihe: Aus alten Tagen in Südwest, Band 22
Verlag: LDD Exclusiv UG Spenge
Werther, 2016
ISBN 9783945044834 / ISBN 978-3-945044-83-4
Broschur, 15 x 21 cm, 43 Seiten, 24 sw-Fotos, 4 Lageskizzen

Moritz, Walter im Namibiana-Buchangebot

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