Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara, von Walter Moritz

Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara, von Walter Moritz. Aus alten Tage in Südwest, Nr. 21. LDD Exclusiv Spenge, 2015. ISBN 9783945044384 / ISBN 978-3-945044-38-4

Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara, von Walter Moritz. Aus alten Tage in Südwest, Nr. 21. LDD Exclusiv Spenge, 2015. ISBN 9783945044384 / ISBN 978-3-945044-38-4

Kapitel 5., Missionar Kremer errichtet eine Station auf Tsumamas, soll einen Eindruck von Walter Moritz Buch "Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara" vermitteln. Der Autor war selbst etliche Jahre im Missionsdienst in Namibia tätig gewesen.

Walter Moritz  

5. Missionar Kremer errichtet eine Station auf Tsumamas

Tsumamas liegt 12 Fahrstunden mit dem Ochsenwagen von Franzfontein entfernt. Dort wollte Missionar Kremer eine Missionsstation für die Damara anlegen. Ich selbst suchte 1969 den Ort auf als ich auf der Fahrt nach Franzfontein Pastor Hendrik Jod besuchte. Und 2008 konnte ich bei der Reise von „Unsere Kirche" einige Fotos dort aufnehmen. Im Zuge der Qebietseinteilung hatte ein Farbiger diesen Platz bekommen. Tsumamas hatte damals nur noch ein Qebäude, es war nicht in gutem Zustand. Doch nun gab man sich Mühe, alles ein bisschen in Stand zu halten. Nach Lisette Qeises hat ihre Mutter Liebhartine Tsauses (gest. am 6. 3. 2014) auf Tsumamas gewohnt. Sie hat noch von den Läden (winkel) von Missionar Kremer erzählt. Der Vater Efraim Qoabab (gestorben 2008) hatte diesen Platz (Comersiele plaas) 1987 übernommen. Er hat mit Bokkies und Rindern gefarmt (mündliche Mitteilung von Lisette am 15. Mai 2014 in Otjiwarongo). Doch wer war Missionar Kremer? Missionar Friedrich Kremer stammt aus Essen an der Ruhr. Hier wurde er am 20. April 1864 geboren. In den Berichten der Rheinischen Mission von Juli 1904 finden wir einen kurzen Lebenslauf. Dort heißt es: „Er hat den Segen eines frommen Elternhauses erfahren, aber auch die Versuchung der Welt und die Schwäche des eigenen Herzens. Aus dem schützenden Frieden und Halt des Elternhauses entlassen, entfremdete sich sein Herz mehr von Gott. Seine Konfirmationsbibel blieb geschlossen im Koffer liegen. Ein nachwirkender Segen des Elternhauses ist es gewesen, dass er sich äußerlich durchaus ehrbar hielt und dass er mitunter doch eine gewisse Leere in seinem Inneren fühlte." Er lernte Bäcker und Konditor. Nach seiner Lehrzeit kam er nach Wuppertal zu einem gläubigen Konditor. Dieser nahm ihn sonntags mit in die Kirche, doch das beeindruckte ihn wenig. Da aber die Predigten mittags bei Tisch besprochen wurden, wollte er gerne mitreden können und passte so bei den Predigten besser auf. Dadurch wuchs sein Interesse am Wort Qottes. Innere Kämpfe hatte er zu durchstehen. Trost war ihm dabei das Wort seines Vaters, der ihm gesagt hatte: „ Ich bete für dich." Das Wort Gottes wurde bei ihm zum Licht, so dass er sich im Missionshaus meldete. Nach einer Aspirantenzeit wurde er im Missionshaus in Barmen aufgenommen und absolvierte den 6-jährigen Kursus, der mit dem Examen abschloss. Am 5. August 1891 erfolgte seine Ordination und am 16.10.1891 seine Aussendung nach Südwestafrika. Auf der Konferenz der Herero-Missionare wurde er für die Arbeit unter den Bergdamaras bestimmt, die „damals energisch in Angriff genommen wurde". Er hat dann die Station Tsumamas, oder wie es mit dem Hereronamen heißt Otjombuima, gegründet. Die Station wurde aber später wieder aufgegeben, und Gaub wurde als zukünftiger Sammelpunkt für Bergdamara ausersehen. Infolge des Herero-Aufstandes musste er die Station verlassen und übersiedelte nach Grootfontein, das damals eine Station der Kaiserlichen Schutztruppe war. Gaub wurde von den aufständischen Herero geplündert. Kremer diente als Feldprediger bei den dort lebenden Deutschen, erkrankte an Fieber und verstarb im Mai 1904. Er wurde in Grootfontein auf einem kleinen Friedhof begraben. (RMQ Berichte, 1904 S. 250f). Laut einem Brief vom August 1892 (Nr. 6 ff.) sollte Kremer zunächst als „Hofprediger" bei Kahimemua ernannt werden, doch Bruder Lang wurde dann diese Ehre zuteil. Die Konferenz, die vom 6.-13. Juni in Otjosazu tagte, bestimmte ihn für die Bergdamra. Kremer: „Mit Freuden bin ich meiner Bestimmung gefolgt. Laut Conferenzbeschluß habe ich mich nun ohne Verzug auf die Weiterreise nach Oben gemacht. Mein Weg ging über Ameib, der alten Missionstation, die stehengebliebenen und noch in ziemlich guten Zustande befindlichen Gebäulichkeiten machten einen wehmütigen Eindruck auf mein Gemüt. Hier in Okombahe verblieb ich nun ungefähr 6 Wochen, bis ich Gelegenheit fand, weiterzuziehen. [...]

Dies ist ein Auszug aus: Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara, von Walter Moritz.

Titel: Der Beginn der Rheinischen Mission unter den Damara
Autor: Walter Moritz
Genre: Missionsgeschichte Namibias
Reihe: Aus alten Tage in Südwest, Nr. 21
Verlag: LDD Exclusiv
Spenge, 2015
ISBN 9783945044384 / ISBN 978-3-945044-38-4
Broschur, 21 x 30 cm, 38 Seiten, etliche Abbildungen

Moritz, Walter im Namibiana-Buchangebot

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