Lisa Kuntze

Die Dresdnerin Lisa Kuntze (1909-2001) kam 1949 nach Südwestafrika, wo sie durch ihr gesellschaftliches Engagement und als Autorin Prominentenstatus erreichte. Foto von 1949.

Die Dresdnerin Lisa Kuntze (1909-2001) kam 1949 nach Südwestafrika, wo sie durch ihr gesellschaftliches Engagement und als Autorin Prominentenstatus erreichte. Foto von 1949.

Die Dresdnerin Lisa Kuntze (1909-2001) kam 1949 nach Südwestafrika, wo sie durch ihr gesellschaftliches Engagement und als Autorin Prominentenstatus erreichte.

Lisa Kuntze wurde 1909, als Tochter des damals international bekannten Technischen Direktors der Semper-Oper, Max Hasait, in Dresden geboren. Von klein an wuchs sie mit Kunst, Musik und allen Facetten des Opernbetriebs auf, lernte zahlreiche bekannte Schriftsteller, Musiker, Sänger und Künstler kennen und bewegte sich routiniert und selbstsicher auf dem gesellschaftlichen Parkett. Ihre von Kreativität und Schaffenskraft geprägte Mentalität bewog sie bald, eigene Wege zu gehen. Sie fand eine Anstellung bei dem damals neuen Medium, dem Rundfunk, einem Berliner Kurzwellensender, der Grußbotschaften ins südliche Afrika ausstrahlte. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, den aus Südwestafrika stammenden Eberhard Kuntze, kennen. Weitere Etappen ihres Lebens waren London und Paris. 1949 beschloß das Ehepaar, das bereits einen kleinen Sohn hatte, Deutschland zu verlassen und zu seinen Eltern nach Südwestafrika überzusiedeln. Die Nachkriegszeit, die neue, karge Umgebung und die vergleichsweise primitiven Lebensumstände auf der Farm, lösten in Lisa Kuntze eine kurze Lebenskrise aus. Aus Verzweiflung und der Sehnsucht nach dem gewohnten Leben in Dresden ging sie gestärkt und wie umgewandelt hervor, als sie die grundlegenden Optionen eines erfolgreichen Lebens in der ehemaligen Kolonie erkannte: Selbstverantwortung, Tatkraft, Eigeninitiative, Kreativität und Optimismus. Lisa Kuntze wurde Zeitungskorrespondentin, gründete eine erfolgreiche Theatergruppe und schrieb beliebte Stücke für diese, betätigte sich als Autorin und bekleidete, bis ins fortgeschrittene Alter, zahlreiche Ehrenämter. Als ihr Mann aus gesundheitlichen Gründen die elterliche Farm aufgab, zogen sie in das Altersheim von Otjiwarongo, wo Eberhard Kuntze 1995 starb. Auch ihre Gesundheit und Sehkraft ließ in den folgenden Jahren nach. Ein letztes Buch der bis zuletzt geistig regen Lisa Kuntze sollte ihren Lebensweg beschreiben. Am 5. Februar 2001 starb Lisa Kuntze, kurz vor dem Erscheinen ihrer Biographie.


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