H. A. Fagan

Professor Henry Allan Fagan (1889-1963) war ein südafrikanischer Jurist, Minister, Schriftsteller und Dichter.

Professor Henry Allan Fagan (1889-1963) war ein südafrikanischer Jurist, Minister, Schriftsteller und Dichter.

Professor Henry Allan Fagan (1889-1963) war ein südafrikanischer Jurist, Minister, Schriftsteller und Dichter.

H. A. Fagan wurde am 04.04.1889 als erstes Kind von Henry Allan Fagan (1865-1931) und Catharina Susanna Smith (1864-1934) in Tulbagh im Westkap Südafrikas geboren. 1905 studierte er Literatur an der Universität Stellenbosch, schrieb sich danach am dortigen theologischen Seminar ein und studierte daneben, von seinem Vater, der sich eine Juristenlaufbahn für den Sohn wünschte, finanziert, bei Privatlehrern Rechtswissenschaften. Als H. A. Fagan 1910 eine Gelegenheit ergriff, in den Niederlanden als Dozent zu arbeiten, mußte er seine theologischen Studien unterbrechen und entschied sich bald für die Rechtswissenschaften. An der Londoner Universität legte er 1914 den akademischen Grad "LLB" ab und kehrte 1915 seine Heimat zurück, wo er als Jurist praktizierte. Er war als Berater bei der Gründung der Tageszeitungen "Die Burger" und "Nasionale Pers" beteiligt und war einige Jahre Redaktionsassistent bei "Die Burger", wo er mit D. F. Malan zusammenarbeitete. 1919 folgte er dem Ruf der Universität Stellenbosch, wo er den Lehrstuhl für Römisch-Niederländisches Recht innehatte. 1929 kandidierte H. A. Fagan in der Parlamentswahl für die "Nasionale Party" (National Party) im Wahlkreis "Hottentots-Holland", erlangte jedoch nicht genug Wählerstimmen. 1933 stellte er sich erneut der Wahl und errang, diesmal im Wahlkreis von Swellendam, einen Sitz im Parlament. 1934 kündigte er seine Mitgliedschaft in der "Nasionale Party", als sich diese mit der "Suid-Afrikaanse Party" zur "Verenigde Party" vereinigte. Auf Drängen der beiden Parteiführer verblieb er jedoch als unabhängiges Mitglied im Parlament. 1936, als J. B. M. Hertzog die Parteileitung übernahm, trat H. A. Fagan der "Verenigde Party" bei und war im selben Jahr an der Gründung der Tageszeitungen "Unie-Volkspers" und "Die Suiderstem", die als Medien seiner Partei dienten, beteiligt. Bei den Wahlen von 1938 war er wieder in seinem Wahlkreis Swellendam erfolgreich und wurde im Juni 1938 Minister für Eingeborenenangelegenheiten, Bildung und Wohlfahrt ernannt. Im September 1939 verließ er mit J. B. M. Hertzog die United Party, nachdem dieser wegen seiner neutralen Einstellung zum Zweiten Weltkrieg als Premierminister abgesetzt und durch den anglophilen Jan Smuts ersetzt worden war. 1943 erhielt H. A. Fagan ein Richteramt, wurde 1957 Vorsitzender Richter der Südafrikanischen Union, begab sich 1959 in den Ruhestand und war 1960 mit Japie Basson Mitbegründer der Partei "National Union". Am 06.12.1963 verstarb H. A. Fagan in Kapstadt. Er hinterließ seine Ehefrau Jessie ''Queenie'' Theron und seinen Sohn Johannes Jacobus Fagan (*1927). Neben seinem politischen und öffentlichen Leben war er ein bekannter Schriftsteller, Dichter und Dramaturg in seiner Muttersprache Afrikaans, dessen schöpferische Arbeit 1935 mit dem Hertzog-Preis für Drama ausgezeichnet worden war. Mit A. D. Keet, Eugene Marais, Toon van der Heever, A. G. Visser, J. R. L. van Bruggen, und Theo Wassenaar zählt H. A. Fagan zu der Dichtergeneration der "Twintigers".

Literatur von H. A. Fagan:

  • Digbundel (1917)
  • Uit 'n studente-album (1917)
  • Lenie (1924)
  • Op sand gebou (1932)
  • Die ouderling (1934)
  • Ousus (1934)
  • Die stille haard (1945)
  • Die nuwe wêreld (1947)

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