23.02.2015

Schuppentier und Oryx bei Omitara gewildert

Schuppentier und Oryx bei Omitara gewildert. Foto: Jürgen Baas

Schuppentier und Oryx bei Omitara gewildert. Foto: Jürgen Baas

In der Nacht des 20.02.2015 wurde ein seltenes und in Namibia geschütztes Schuppentier und ein Oryx bei Omitara gewildert. Als Transportmittel diente ein Fahrzeug des namibischen Gesundheitsministeriums, das der Sohn des Fahrers ohne Führerschein lenkte. Zwei Personen konnten Farmer zusammen mit der Polizei festnehmen.

Windhoek/Omitara: Seit einigen Wochen bemerkten Farmer nördlich von Omitara entlang der Schotterstraße D1435, dass regelmäßig jeden Freitag entlang der Straße Oryxantilopen gewildert werden. „Mir war Ende Januar nach leichtem Regen am Abend zuvor eine frische aber auffällige Fahrzeugspur aufgefallen. Der Fahrer muss sehr langsam gefahren sein und oft angehalten und umgekehrt sein. Zudem war an einer Stelle wo er angehalten hatte ein Steinhaufen auf der Straße. Untersuchungen meines Nachbarn ergaben, dass dort in de Nähe eine Oryxantilope gewildert worden war“, sagte Jürgen „Tunke“ Baas. Danach folgte jeden Freitag das gleiche Schema. Am vergangenen Freitag verteilten sich die Farmer entlang der D1435 nach Einbruch der Dunkelheit um etwa 20 Uhr. „Einer von uns ist Reservepolizist und die Polizei beim Hosea-Kutako-Flughafen wurde ebenfalls informiert“, sagte Heide Baas, deren Mann Siegfried „Sigi“ Baas um Mitternacht als erster das verdächtige Fahrzeug bemerkte. Die Farmer hatten die Polizei in Omitara nicht informiert, weil Informationen zu Folge die Leiterin der Wache in Omitara mit dem Fahrer des Fahrzeuges welches zum Wildern genutzt wurde, verwandt sein soll. „Das Auto fuhr mit hoher Geschwindigkeit die Straße entlang, sodass wir Farmer keinen Verdacht geschöpft hätten, wenn wir es am Farmhaus gehört hätten. Dann aber drehte das Fahrzeug um und fuhr langsam die Strecke zurück. Als sie im Scheinwerferlicht einen Oryx am Straßenrand entdeckten, nahmen anscheinend zwei Wilderer mit Assegais (selbst gemachte Speere) bewaffnet und sechs Hunden die Verfolgung auf“, berichtete Jürgen Baas. Die Farmer in ihren Verstecken hätten Hundegebell gehört, beobachtet wie das Fahrzeug zurück in Richtung Omitara fuhr und rätselten wie die Wilderer in der mondlosen Nacht ohne Taschenlampen sich durch den dornigen Dickbusch bewegten. „Um 4.30 Uhr kam das Fahrzeug zurück, hielt an einer Stelle an und mein Cousin hörte Stimmen. Plötzlich fuhr das Auto wieder los und wir benachrichtigten die Polizei vom Flugplatz, die in der Nähe Omitaras wartete. Sie konnten das Fahrzeug anhalten und stellten fest, dass es sich um ein Regierungsfahrzeug des Ministeriums für Gesundheit und Soziales handelte, dass der Fahrer der Sohn des eigentlichen Fahrers war und dass dieser ohne Führerschein und offizieller Erlaubnis unterwegs war“, sagte Baas. Das Kennzeichen des Toyota Bakkie 4x4 ist GRN 7711. Zur großen Enttäuschung der Farmer und Polizisten waren jedoch weder die Wilderer, noch deren Hunde oder Fleisch im Bakkie. Gemeinsam fuhren die Verdächtigten, Polizei und Farmer zu der Stelle an der das verdächtige Fahrzeug angehalten hatte und nach kurzer Suche wurden zwischen Straße und Einzäunung eine zerlegten Oryxantilope und in einem Sack ein getötetes und ausgenommenes Schuppentier entdeckt. Schuppentiere sind in Namibia geschützte Tiere. Am nächsten Tag entdeckten die Farmer und die Polizei die Schlachtstelle auf der Farm Otjihaenena, den Kopf der Oryxantilope und als sie den Spuren der Wilderer und deren Hunden folgten, auf der Farm Orumbo ein mit Assegaien abgestochenes Kalb. Bisher wurden nur der Fahrer und sein Beifahrer festgenommen.

Dirk Heinrich

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Schuppentier und Oryx bei Omitara gewildert.

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