08.07.2012

Oranjemund im Sperrgebiet von Namibia will Tourismus fördern

Oranjemund im Sperrgebiet von Namibia will Tourismus fördern.

Oranjemund im Sperrgebiet von Namibia will Tourismus fördern.

Die Stadt Oranjemund, im äußersten Südwesten des Sperrgebiets von Namibia gelegen, arbeitet an einem Managmentplan, der Tourismus und mehr Arbeitsplätze für die Region bringen soll.

Oranjemund, Namibia: Noch sind die Besitzverhältnisse in Oranjemund nicht geklärt und muss der Stadtrat sich organisieren, nachdem der Ort im äußersten Südwesten des Landes im vergangenen Jahr als Stadt proklamiert wurde. „Wir sind am verhandeln, denn die Stadt besitzt den Grund und Boden und die gesamte Infrastruktur Oranjemunds gehört Namdeb. Wahrscheinlich werden wir Gebäude gegen Grundstücke tauschen, nachdem alles abgeschätzt wurde“, sagte der Geschäftsführer der Namdeb-Mine, Riaan Burger. „Wir sind dabei einen Managementplan für die Stadt zu entwickeln. Landwirtschaft und Tourismus bieten zahlreiche Möglichkeiten und sollen Oranjemund aufleben lassen“, meinte der frischgewählte Regionalrat (SWAPO) für Oranjemund und Rosh Pinah, Eliphas Iita-Ipinge gegenüber Medienvertretern in der vergangenen Woche. Ein Zustrom an Menschen sei gut für die Entwicklung des Ortes, da dann die Kaufkraft erhöht werde. „Wir können Kleinminen-Unternehmen die großen Abbauhalden, die Namdeb nicht mehr braucht, durchsuchen lassen und so weitere Arbeitsplätze schaffen. Die so gefundenen Diamanten können dann an Namdeb verkauft werden. Wir werden das Ministerium für Jugend, Nationaldienst, Sport und Kultur bitten, uns das Wrack, welches augenblicklich im Hochsicherheits-Minengebiet gelagert wird, zu übergeben, denn dies wird Arbeitsplätze schaffen und Touristen locken“, sagte Iita-Ipinge. In dem alten E-Werk könnte ein Museum für das Schiffswrack aus dem 16. Jahrhundert geschaffen werden, welches am 1. April 2008 entdeckt wurde. Weiterhin könnte Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Ort sein. Der Regionalrat meinte dass „mit Seeohren (Abalone), einer Fischart gefarmt werden könne“. Es habe bereits Versuche gegeben Pilze zu züchten und dies müsse nur fortgesetzt und in großem Stil geschehen. Auch er sei dafür, dass die Verhandlungen mit Namdeb fortgesetzt werden sollen, um Grund und Boden gegen Infrastruktur zu tauschen. Oranjemund war im Jahr 1936 von der Diamant-Minengesellschaft gegründet und aufgebaut worden.

Dirk Heinrich

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung Windhoek-Namibia, veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Disziplin und Leistung: Oranjemund im Sperrgebiet von Namibia will Tourismus fördern.

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