Gottreich Hubertus Mehnert

Gottreich Hubertus Mehnert

Gottreich Hubertus Mehnert in Uniform der Schutztruppe, um 1906. Foto: B. Kroemer

Gottreich Hubertus Mehnert war Offizier der Schutztruppe und Farmer in Südwestafrika

Gottreich Hubertus Mehnert wurde am 26. November 1880 als Sohn des Großgrundbesitzers Christian Gottreich Mehnert in Ammelgosswitz, Kreis Torgau an der Elbe, geboren. Mehnert besuchte die Höhere Privatschule im sächsischen Döbeln und besuchte im Anschluß daran eine Landwirtschaftsschule. Nach einjähriger Dienstzeit bei der 1. Batterie im 19. Feldartillerieregiment in Erfurt folgte seine Elevenzeit auf dem elterlichen Besitz, ehe er als Inspektor auf einem pommerschen Gut erste Berufserfahrung in leitender Funktion sammelte. Als Oberinspektor kehrte er auf das Rittergut Puschwitz seiner Eltern zurück, das er jedoch nach einem Streit mit seinem Vater wieder verließ. Mehnert meldete sich als Freiwilliger zur Schutztruppe und wurde am 20.08.1904 mit 812 Schutztrupplern und 32 Offizieren über Hamburg nach Swakopmund ausgeschifft. In Deutsch- Südwestafrika diente er als Hauptwachtmeister im Magdeburgischen Train-Bataillon Nr. 4, das im Herero-Deutschen Krieg und Nama-Deutschen Krieg eingesetzt war. Am 14. 06.1906 wurde Mehnert zum Leutnant befördert, erhielt am 15.12.1914 das Patent zum Oberleutnant und wurde am 30.11.1921 zum Rittmeister der Reserve befördert. Gottreich Hubertus Mehnert wurde mit zahlreichen Orden und Ehrenzeichen ausgezeichnet, unter anderem mit dem  Militär-Ehrenzeichen zweiter Klasse, dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und, nach Gordon McGregor, mit dem Verwundetenabzeichen. Nach dem Ende der Aufstände arbeitete er als Farmverwalter für Ernst von Heynitz auf dessen Farm Nomtsas und erwarb später die  Farm Nababis bei Mariental, auf der er Fettschwanzschafe, Pferde und Rinder züchtete. Ende 1939 wurde Mehnert als 'feindlicher Ausländer', zusammen mit den meisten deutschen Männern in der ehemaligen deutschen Kolonie im südafrikanischen Gefangenenlager Andalusia interniert und durfte erst acht Jahre später, im Jahr 1947, auf seine Farm zurückkehren. Während der Gefangenschaft hatte er sich intesiv mit der Heilpflanze Teufelskralle, über deren Wirkung er bereits während des Hereroauftstandes von Buschleuten erfahren, beschäftigt und zahlose praktische, oft erfolgreiche Versuche bei verschiedenen Krankheitsbildern durchgeführt. 1951 ließ Gottreich Hubertus Mehnert einen von ihm entwickelten Heiltee unter der Marke Harpargo-Tee schützen und vertrieb sein bis heute erfolgreiches Produkt über eine eigens gegründete Vertriebsfirma. Gottreich Hubertus Mehnert verstarb am 05.08.1967 in Marienthal, Südwestafrika.


Mehnert, Gottreich Hubertus im Namibiana-Buchangebot

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