Luangwa: Afrikas einzigartige Wildnis, von Ilona Hupe und Manfred Vachal

Luangwa: Afrikas einzigartige Wildnis, von Ilona Hupe und Manfred Vachal. München, 2016. ISBN 9783932084676 / ISBN 978-3-932084-67-6

Luangwa: Afrikas einzigartige Wildnis, von Ilona Hupe und Manfred Vachal. München, 2016. ISBN 9783932084676 / ISBN 978-3-932084-67-6

Das sambesische Luangwatal ist ein Garten Eden inmitten des Afrikanischen Grabenbruchs. In diesem Talabschnitt hat sich eine einzigartige Wildnis erhalten. Ilona Hupes und Manfred Vachals Buch widmet sich der gesamten Fülle dieses außergewöhnlichen Tals und ist eine Liebeserklärung an den schönsten und wildesten Fluß Afrikas.

Ilona Hupe  Manfred Vachal  

Der Osten des zentralafrikanischen Binnenstaates Sambia erstreckt sich auf einem überwiegend flachen, bewaldeten Hochplateau zwischen 1000 und 1600 m. Die höchste Erhebung bilden mit 2164 m die zum Nyika-Hochgebirge gehörenden Makutu Mountains; sie liegen im äußersten Osten des Landes. Im Pleistozän entstanden in dieser Region gigantische Risse und Grabenbrüche durch Verwerfungen, Dehn- und Zugkräfte in der Erdkruste. Im Laufe der Jahrtausende führten die tektonischen Aktivitäten zu immer tieferen Einschnitten, in die sich fortan die Flüsse gruben. In dieser zerklüfteten Randzone des Zentralafrikanischen Grabenbruchsystems entspringt der Luangwa. Von seiner Quelle plätschert der noch unscheinbare Bach über eine steinige, bewaldete Wildnis und feuchte Marschen direkt in die größte Riftzone Sambias, den mächtigen, tief eingeschnittenen Luangwagraben. Das eigentliche Luangwatal mit seinen charakteristischen Flutebenen beginnt etwa 150 km nach der Luangwaquelle auf einer Höhe von knapp 700 m. Von hieraus mäandert der Fluss mehrere Hundert Kilometer lang mit starken Schleifen und Altlagunen, und das Tal weitet sich bis Mfuwe auf 100 km Breite, in der sich die Flutebene schließlich mehr als 10 km breit ausgedehnt. Dieser gewaltige Taleinschnitt wird im Westen vom Muchinga Escarpment begrenzt, einer bis 1848 m hohen Bergkette von gravierender limnologischer Bedeutung, denn sie bildet die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Kongo, der in den Atlantik entwässert, und des zum Indischen Ozean strömenden Sambesi. Entlang dieser Bruchlinienstufen fällt das Plateau steil über mehrere Stufen zu den Flusstälern ab. Die abwechslungsreichen, markanten Abbruchkanten mit ihren tief eingeschnittenen Gräben und Tälern, breiten Talebenen, verwitterungsresistenten Gesteinszügen und intramontanen Becken leisten aber noch mehr: sie schützen eines der besten Naturgebiete Afrikas. Nicht ganz so steil wie das Muchinga Escarpment ist das bergige Gefälle im Osten des Luangwatals. In seinem weiteren Verlauf in Richtung Südwesten verliert der Luangwa gleichmäßig an Höhe, und verengt sich dasTal allmählich wieder. Der Fiuss zwängt sich nun durch die Nyimba Hills und die unzugänglichen Bergketten der Bulonga Range und Ngombe Range, hinter denen das Lukusashi-Flusssystem parallel zum Luangwa strömt. An den Kawe Rapids verengen sich die Berge schluchtartig, und der Luangwa wird durch das steinige Flussbett gepresst, wobei sich zwischen den Felsbrocken kraftvolle, gefährliche Stromschnellen bilden. Ab hier nimmt die Besiedlung deutlich zu und weicht die ursprüngliche Vegetation bäuerlichen Feldern. 1030 km nach seiner unscheinbaren Quelle vereinigt sich der Luangwa mit dem von Westen strömenden Lunsemfwa (und dem Lukusashi) und knickt kurz danach abrupt nach Süden ab. An dieser steilen Engstelle verlässt er den Luangwa-Grabenbruch, um nur wenige Kilometer danach in das breite Sambesital einzutreten, das sich über sanfthügelige Sandböden erstreckt. Hier kann sich der Luangwa noch einmal mäandernd auf einer mehrere Kilometer breiten Flutebene ausdehnen, ehe er schließlich nach einer rund 1131 km langen Reise den Sambesi mündet (es kursieren unterschiedliche Angaben zur exakten Flusslänge).

Der Luangwa. Dynamische Lebensader in unberührter Wildnis

Der Luangwa zählt bis heute zu den unberührtesten Flüssen Afrikas. Steile, kaum zugängliche Berghänge umschließen die nach ihm benannte Grabensenke, die er auf seinem langen Weg zur Mündung in den Sambesi durchfließt. Mäandernd verändert er dabei ständig seinen Lauf und frisst sich Jahr für Jahr zur Regenzeit weiter in die sandige Uferböschung. Wenn er zu einem reißenden Fluss angeschwollen ist, erodieren die Außenkanten der Biegungen und Flussschleifen, der Luangwa reißt mächtige Uferbäume mit, und an schmalen Stellen brechen ganze Uferbereiche ab. Immerwiederentstehen dabei neue Altwasserarme und Lagunen. Die alljährliche Wassergewalt verändert das Landschaftsbild stets unvorhersehbar und drastisch; mehrere Lodges sind im Laufe der Jahre schon vom reißenden Fluss weggespült worden. Doch die ungestüme Wildheit des Hochwassers hält nur wenige Wochen an. In der Trockenzeit zeigt sich der Luangwa dagegen flach und träge. Im nördlichen Bereich bleiben jetzt kaum mehr als Tümpel zwischen breiten Sandbänken zurück. [...]

Dies ist ein Auszug aus dem Naturführer 'Luangwa: Afrikas einzigartige Wildnis', von Ilona Hupe und Manfred Vachal.

Titel: Luangwa
Untertitel: Afrikas einzigartige Wildnis
Autoren: Ilona Hupe; Manfred Vachal
Verlag: Ilona Hupe Verlag
München, 2016
ISBN 9783932084676 / ISBN 978-3-932084-67-6
Broschur, 17 x 25 cm, 240 Seiten, 8 Landkarten, 390 Farbfotos

Hupe, Ilona und Vachal, Manfred im Namibiana-Buchangebot

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