Ernst Vollbehr

Ernst Vollbehr (1876-1960) war ein deutscher Maler und Autor.

Ernst Vollbehr (1876-1960) war ein deutscher Maler und Autor.

Ernst Vollbehr (1876-1960) war ein deutscher Maler und Autor.

Ernst Vollbehr wurde am 25.03.1876 in Kiel geboren. Sein älterer Bruder war Otto Heinrich Friedrich Vollbehr (1869-1946) der eine gewisse Bekanntheit als Chemiker, Erfinder, Diplomat, Spion, Antiquar und als Vermittler des Verkaufs der weltberühmten Gutenberg-Bibel an die Kongress-Bibliothek in Washington erlangte. Ab 1892 erlernte Ernst Vollbehr den Beruf des Dekorationsmaler am Hoftheater der Stadt Schwerin, bis er wegen Geldmangels, die Ausbildung in Wismar fortsetzen mußte und dort überwiegend Restaurationsarbeiten ausführte . Ab 1897 studierte er Kunst an den Universitäten von Berlin, Dresden, Paris und Rom, wurde vom Jugendstil beeinflußt, entwarf um 1900 Bildteppiche für die Webschule in Scherrebek und wurde künstlerischer Leiter ihrer Filiale in Laibach im heutigen Slowenien. Während zweier künstlerischer Arbeitsreisen nach Albanien und Brasilien in den Jahren 1904 und 1907, entdeckte Ernst Vollbehr die Reisemalerei und seinen Stil. Zwischen 1909 und 1914 bereiste Ernst Vollbehr die deutschen Kolonien Togo, Kamerun, Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika und brachte von dort zahlreiche, später berühmt gewordene Bilder mit. Während des Ersten Weltkriegs war Ernst Vollbehr als Kriegsmaler an den Fronten tätig, malte in den Nachkriegsjahren Landschaftspanoramen aus Luftschiff heraus, reiste 1927 bis 1928 malend durch Indonesien, von 1930-1933 durch Indien, Burma, China, Hawaii, Algerien und Kalifornien und ab 1933 hielt der populäre Künstler im Staatsauftrag Bilder der Reichsparteitage, der Olympia-Architektur in Berlin und den Bau der Reichsautobahnen in Öl fest. Zwischen den Jahren 1935 und 1939 reiste er für intensive Studien in Afrika, Mittelamerika, Südamerika und Australien. Nach Ausbruch des Krieges malte er an den deutschen Fronten in Frankreich, Polen, Russland, Rumänien, Griechenland und Norwegen bis er, erkrankt, 1942 nach Berlin zurückkehrte und in der Folge, bis 1950, Landschaftsbilder nach norddeutschen Motiven malte. In den Jahren 1955 bis 1957 kaufte das Deutsche Institut für Länderkunde in Leipzig an die achthundert seiner Bilder, worauf sich Ernst Vollbehr vom künstlerischen Schaffen zurückzog und am 13.05.1960 in Krumpendorf am östereichischen Wörthersee starb.

Empfehlung: www.ernst-vollbehr.de


Vollbehr, Ernst im Namibiana-Buchangebot

Bunte leuchtende Welt. Die Lebensfahrt des Malers Ernst Vollbehr

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Ernst Vollbehr beschreibt in 'Bunte leuchtende Welt. Die Lebensfahrt des Malers Ernst Vollbehr' sein Künstlerleben und seine Reisen in aller Welt, auch in den damaligen deutschen Kolonien.

Die Sandwüste hat eine Zukunft. Tagebuch und Zeichnungen des Malers Ernst Vollbehr 1910

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Das Tagebuch des Malers Ernst Vollbehr und darin enthaltene Zeichnungen von 1910 sind der Inhalte des Beitrages Die Sandwüste hat eine Zukunft.