Namibia (Reihe Horizont: Stürtz-Verlag), von Kai-Uwe Küchler, Livia Pack und Peter Pack

Namibia (Reihe Horizont: Stürtz-Verlag), von Kai-Uwe Küchler, Livia Pack und Peter Pack.

Namibia (Reihe Horizont: Stürtz-Verlag), von Kai-Uwe Küchler, Livia Pack und Peter Pack.

Der Namibia-Bildband aus der Reihe Horizont aus dem Verlag Stürz ist mit über 290 Bildern etwas umfangreicher und aufwendiger als der Bildband "Abenteuer Namibia" desselben Verlages. Mit Kai-Uwe Küchler, Livia Pack und Peter Pack hat der Verlag drei Autoren mit starkem Namibia-Bezug gewonnen.

Kai-Uwe Küchler  Livia Pack  Peter Pack  

Namibia lockt mit ungeahnter landschaftlicher Vielfalt, mit der Klarheit seines Lichts und der Magie seiner Farben: die windgepeitschten Dünen in einer Farbskala von zartem Orange über Apricot bis hin zu intensivem Glutrot; die silbern schimmernde Etosha-Pfanne; kantige Bergkonturen unter strahlend blauem Himmel, die sich im Sonnenauf- und -Untergang rot oder blau verfärben; die flimmernde, weiße Weite der Wüste; das weiche Grün und Blau der Flusslandschaften. Der Etosha und der Chobe National Park gehören zu den besten Gebieten für Tierbeobachtungen weltweit, die Skelettküste gilt als größter Schiffsfriedhof, im Süden beeindruckt der Fish River Canyon als zweitgrößter Canyon der Welt und die höchsten Dünen erheben sich am Sossusvlei. Über 290 Bilder zeigen Namibia von der großen Namib-Wüste über die sogenannte Randstufe mit ihren Bergen bis hin zum Kalahari-Becken. Spezialkapitel berichten über tierische und pflanzliche Lebensformen in der Wüste, die schillernden Diamanten, Trekking im Fish River Canyon, die Artenvielfalt in der Walvis Bay, Off-Road und die schönsten Unterkünfte.

Auf dem Weg nach Rundu und in den Caprivi freuen wir uns immer beim Anblick des ersten Marulabaumes am Parkplatz nördlich von Groot-fontein. Wir passieren den Veterinärkontrollpunkt Omorani, der die Grenze zwischen kommerziellem Farmland und dem kommunalen Gebiet des Kavango markiert. Wirkte zuvor die Landschaft durch Zäune und Menschenleere geradezu europäisch „zivilisiert", finden wir uns nun im herrlich quirligen, schwarzen Afrika wieder. Auf einmal sehen wir hohe Bäume, die Hütten und Dörfer sind direkt neben der Straße gebaut, Ochsen ziehen Sandschlitten hinter sich her, Rinder und Ziegen laufen auf der Fahrbahn, am Straßenrand werden stapelweise Feuerholz und Souvenirs zum Verkauf angeboten. Je weiter wir nach Norden kommen, desto stärker ändert sich die Landschaft und nimmt den typischen Kavango-Charakter an. Unter anderem wachsen hier die bis zu 35 Meter hohen Ushivi-bäume (False Mopane) mit ihren roten Früchten, die am Anfang der kühlen Jahreszeit reif werden, sowie die hohen, alle anderen Bäume überragenden Mangettibäume, die die Hälfte des Jahres keine Blätter tragen und durch eine gleichmäßig verästelte, runde Krone auffallen.

Rundu lassen wir links liegen und fahren direkt zum Okavango. Der gemächlich dahin fließende Strom bildet auf 415 Kilometern Länge die Grenze zwischen Angola und Namibia. Noch wichtiger als seine Funktion als Grenzfluss, die er ja erst seit gut 100 Jahren hat, ist seine Rolle als Lebensader und Verkehrsweg für die vielen Menschen gleicher ethnischer Herkunft, die heute mit verschiedenen Pässen beiderseits des Flusses leben. Unser Ziel ist der Mahango Park. In diesem kleinen Park, der Teil des Bwabwata National Parks ist, können wir Büffel, Rappen- und Lechwe-Antilopen beobachten, die in Etosha und südlich davon nicht anzutreffen sind. Wir sind gern in diesem Park - richtige Caprivi-Landschaft und man darf sogar aussteigen. Da es hier aber auch Löwen und Elefanten gibt, müssen wir größte Vorsicht walten lassen.

Der Caprivizipfel:

Die Geschichte des Caprivizipfels begann am 1. Juli 1890, als der Helgoland-Sansibar-Vertrag von Großbritannien und Deutschland unterzeichnet wurde. Der Nachfolger Bismarcks, Reichskanzler von Caprivi, hatte die Verhandlungen mit der Kolonialmacht England geführt. Deutschland wollte einen Landstreifen zwischen dem Okavango und dem Zambezi behalten, um von Deutsch-Südwestafrika aus über den Zambezi einen Zugang zu den deutschen Kolonien in Ostafrika zu haben. Als Gegenleistung trat Deutschland die Insel Sansibar und weitere kleine Inseln an der Ostküste Afrikas an Großbritannien ab und erhielt zusätzlich die für Deutschland strategisch wichtige Insel Helgoland. Allerdings hatte von Caprivi seine Hausaufgaben nicht gemacht. Die kleine Widrigkeit der Victoria-Fälle machte alle Schifffahrtsträume zunichte. Der Caprivi, heute selbst zu großen Teilen ein Park, ragt in ein Gebiet von ganz besonderer touristischer Bedeutung hinein. Eine der größten Attraktionen weltweit sind die Victoria-Fälle mit den umliegenden Naturschutzgebieten.

Südlich des Caprivi in Botswana liegen der Chobe Park, dessen Gebiet sich bis zum Savuti erstreckt, und das Okavango-Delta mit dem Moremi Park. 120.000 bis 130.000 Elefanten leben in diesem Gebiet, das entspricht etwa 30 Prozent des Gesamtbestandes in Afrika. Aber nicht nur Elefanten gibt es hier - der Artenreichtum und die großen Wildbestände sind einzigartig. Da sich die Tiere herzlich wenig um internationale Grenzen kümmern, wurde (und wird) immer wieder über grenzübergreifende Naturschutzgebiete diskutiert. Der Caprivi hat neben dem höchsten Niederschlag auch den größten Wasserreichtum Namibias vorzuweisen. Den Hauptteil davon stellt der Zambezi. Der „mighty" Zambezi ist einer der bedeutendsten Flüsse Afrikas. Er bildet von Katima Mulilo bis zum Vierländereck die Grenze zu Zambia. Bei Hochwasser speist er den Chobe, seinerseits ebenfalls eine wichtige Lebensader, obwohl er eigentlich nur ein Überflutungsarm des Zambezi ist.

Victoria-Fälle:

Zwar kennen wir nicht alle Wunder der Welt - dass jedoch die Victoria-Fälle eines der beeindruckendsten Naturschauspiele unserer Erde sind, steht für uns außer Frage. Wir haben Angaben gefunden, dass bei Hochwasser bis zu 545 Millionen Liter Wasser pro Sekunde die 105 Meter hinabstürzen. Wer will das messen? Vorstellen können wir uns das sowieso nicht - es ist schlicht und einfach gigantisch. Bei den Ndebele hießen die Fälle „Amanza Thunquayo", „rauchendes Wasser", die Makololo nannten sie „Mosi-oa-Tunya", „donnernder Rauch". Als der schottische Missionar David Livingstone am 16. November 1855 von den Makololo in einem Kanu zu den Fällen gebracht wurde und sie für die westliche Welt „entdeckte", gab er ihnen natürlich auch einen Namen: „Victoria Falls" - zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Die Fälle sind umgeben von einem dichten Vegetationsgürtel, der ihre Ursprünglichkeit garantiert. [...]

Dies ist ein Auszug aus dem Bildband: Namibia (Reihe Horizont: Stürtz-Verlag), von Kai-Uwe Küchler, Livia Pack und Peter Pack.

Buchtitel: Namibia
Reihe: Horizont
Autoren: Kai-Uwe Küchler; Livia Pack; Peter Pack
Stürtz (Verlagshaus Würzburg)
Würzburg, 2011
ISBN 978-3-8003-1968-8
Kartoneinband, Schutzumschlag, 24x30 cm, 160 Seiten, 296 Abbildungen, 1 Karte

Küchler, Kai-Uwe und Pack, Livia und Pack, Peter im Namibiana-Buchangebot

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