11.04.2013

Namibia chartert Supertrawler Dirk Diederik aus den Niederlanden

Namibia chartert Supertrawler Dirk Diederik aus den Niederlanden.

Namibia chartert Supertrawler Dirk Diederik aus den Niederlanden.

Der Supertrawler „Dirk Diederik“ ist derzeit das Hauptgesprächsthema in der Bastardmakrelen-Fischindustrie in Namibia.

Swakopmund/Walvis Bay, Namibia: Das Schiff, das im Besitz der holländischen Firma Parlevliet & Van der Plas ist, wurde offenbar von den namibischen Fischfirmen Mac Fishing und Mediva Fishing gechartert, um seine Bastardmakrelen-Quote von 10000 Tonnen zu erfüllen. Das Schiff, das den Hafen Walvis Bay am 28. März verlassen hat, wird am Montag zurückerwartet. Der Supertrawler ist vor allem bei der hiesigen Fischindustrie in Verruf geraten, da das Schiff als „Ozean-Staubsauger“ gilt. Während herkömmliche namibische pelagische Fischereischiffe täglich zwischen 70 und 80 Tonnen Fisch fangen, könne die „Dirk Diederik“ bis zu 250 Tonnen fangen, berichtete eine zuverlässige Quelle der AZ. Obwohl sich viele Vertreter der Bastardmakrelen-Industrie über die Einführung von „Supertrawlern“ in dem Sektor beschweren, wollte niemand namentlich genannt werden. „Wie können wir in Namibia solche Schiffe zulassen, wenn sich andere Länder dagegen entscheiden“, sagte ein Branchenvertreter. Eine AZ-Recherche hat ergeben, dass die Supertrawler in australischen Gewässern nicht mehr erlaubt sind. So habe die australische Regierung im November 2012 ein zwei Jahre langes Verbot verhängt, weil die Regierung den Einfluss dieser Schiffe auf die Meeresumwelt untersuchen wolle, berichteten die Medien dort. Auch die Umweltorganisation Greenpeace beobachtet Supertrawler seit Jahren. „Die Schiffe können wochenlang auf hoher See agieren, weil sie große Kapazitäten – bis zu 6000 Tonnen – haben. Die Schiffe nutzen gigantische Netze, die bis zu 600 Meter lang sind und eine Öffnung von 100 bis 200 Meter haben“, heißt es in einem Greenpeace-Bericht vom vergangenen Jahr. Während die Fischindustrie argumentiert, dass ausländische Trawler die Quoten sehr schnell fangen und keine Namibier auf den Schiffen tätig seien, argumentieren andere Personen, dass dieses Schiff zwei Fischereiinspektoren an Bord habe und somit keine Unregelmäßigkeiten vorkommen würden. Greenpeace ist grundsätzlich gegen Supertrawler: Der Beifang sei gigantisch, weil die Netzöffnung größer sei als ein Fußballfeld. Viele bedrohte Tierarten würden somit verenden.

Erwin Leuschner

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Namibia chartert Supertrawler Dirk Diederik aus den Niederlanden.

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