Transafrika. In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung, von Gabi Christa und Uwe Scharf.

Transafrika. In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung, von Gabi Christa und Uwe Scharf. ISBN 9783939792000 / ISBN 978-3-939792-00-0

Transafrika. In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung, von Gabi Christa und Uwe Scharf. ISBN 9783939792000 / ISBN 978-3-939792-00-0

2001 unternahmen Gabi Christa und Uwe Scharf eine Transafrika-Reise von Deutschland über Nordafrika, Ostafrika ins Südliche Afrika bis an das Kap der Guten Hoffnung. Die 22.000 km lange Reise dauerte 100 Tage.

Gabi Christa  Uwe Scharf  

[...] Der berühmt-berüchtigte kalte Morgennebel lässt das Frühstück sehr kurz ausfallen und den Besuch bei den Robben auch. Was aber nicht weiter schlimm ist, da der intensive Ammoniakgeruch die Tränen in die Augen treibt. Die Stadt Swakopmund hat etwas Liebenswürdiges. Hier geht alles gemütlich zu. Es gibt viele hübsche Geschäfte und schön restaurierte Häuser aus der Kolonialzeit. Zudem laden gute Gasthäuser und Cafés auf eine Ruhepause ein. Swakopmund hat sich schmuck herausgeputzt. Wir besuchen den Ort jetzt zum dritten Mal und sehen nur Verbesserungen und Fortschritt. Der Aufenthalt beim Deutsch sprechenden Zahnarzt mausert sich zu einer Geduldsprobe für mich. Das Wartezimmer ist voll und seit einer Stunde geht niemand mehr raus oder rein. Es ist ein Notfall dazwischengekommen und das kann dauern. Ich bin ungeduldig und gehe wieder. Dann hole ich mir in der Deutschen Apotheke Rat in Sachen Zahnfleischentzündung. Nach den nötigen Einkäufen und einem Cappuccino brechen wir auf in Richtung Vogelfederberg. Immer entlang der Küste bis nach Walfischbai. Bis 1994 war dieser Hafen eine südafrikanische Enklave, heute ist die Stadt die drittgrößte von Namibia. Namibia grenzt im Norden an Angola und Sambia, im Osten an Botswana und Südafrika und im Westen an den Atlantischen Ozean. 1988 ziehen die südafrikanischen Truppen ab und 1990 wird Namibia endgültig als letztes afrikanisches Land in seine Unabhängigkeit entlassen. Die rötlichen Sanddünen der Wüste Namib reichen bis ins Wasser hinein. Es ist ein unglaublicher Anblick, wenn das Meer aus gelbem Sand das Meer aus Wasser berührt. Die Strecke Richtung Vogelfederberg legen wir mit einer Unterbrechung an der Düne Sieben zurück. Dann tauchen schon die Berge des Kuiseb im Abendlicht am Horizont auf. Das Licht der tief stehenden Sonne lässt die farbigen Maserungen der Berge leuchtend hervortreten. Eine herrliche Landschaft. In sanften Kehren schwingt sich die frisch gegräderte Straße zum Kuiseb Canyon hinab. Um der Internierung im Zweiten Weltkrieg zu entgehen, sind zwei Deutsche Geologen hierher geflüchtet. Ein Buchtipp: Wenn Krieg ist, gehen wir in die Wüste von Henno Martin. Uns läuft Gänsehaut über den Rücken bei dem Gedanken, wie die beiden hier überlebt haben. Blanke Neugierde treibt uns dazu, in den Canyon hinunterzufahren. Eigentlich muss es nicht sein. Es sieht doch von oben auch alles sehr schön aus. Wir biegen von der Straße ab. Einzelne Kolke sind zu sehen und wir fragen uns, ob da Fische drin sind? Angeblich soll es hier Karpfen geben. Der Canyon liegt schon im Schatten und wir fahren weiter das Flussbett entlang. Der Sand wird immer weicher und die Passage zwischen Kolk und Felswand wird immer enger. Urplötzlich verliert der Landy an Schwung. Es fühlt sich an, als wenn das Auto gegen eine unsichtbare Mauer fährt. Dann steht es und das Heck hängt tief im Sand. Nichts geht mehr, wir steigen aus und sehen uns die Bescherung an. Mit Luft rauslassen können wir hier nichts mehr retten. Was für ein Schreck, als wir um das Auto gehen, gibt der Boden unter den Füßen nach. Der Sand wabbelt in einer dicken, weichen Schicht auf dem Wasser. Da helfen auch Sandbleche nichts mehr. Zum ersten Mal kommt der Erdanker zum Einsatz. Aber in dem nassen Untergrund ist der Versuch aussichtslos. Rechts in der Nähe steht ein Busch. Mit einer zusätzlichen Seilverlängerung und der Umlenkrolle erreichen wir den Busch. Aber die Böschung ist zu hoch und der Sand feucht und schwer, wie einbetoniert hält er das Auto fest. So geht es nicht. Wir schieben Äste und Steine unter die Vorderreifen. Dann befestigen wir etwas entfernt das Seil in Fahrtrichtung an einem Stein im Wasser. [...]

Dies ist ein Auszug aus dem Reisebericht: Transafrika. In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung, von Gabi Christa und Uwe Scharf.

Buchtitel: Transafrika. In 100 Tagen mit dem Allrad zum Kap der Guten Hoffnung
Autoren: Gabi Christa; Uwe Scharf
Verlag: Sandneurosen
Halblech, 2010
ISBN 9783939792000 / ISBN 978-3-939792-00-0
Broschur, 15x21cm, 208 Seiten, 90 Abbildungen

Christa, Gabi und Scharf, Uwe im Namibiana-Buchangebot

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