Die versunkenen Schätze der Bom Jesus, von Wolfgang Knabe und Dieter Noli.

Die versunkenen Schätze der Bom Jesus, von Wolfgang Knabe und Dieter Noli. ISBN 9783894797324 / ISBN 978-3-89479-732-4

Die versunkenen Schätze der Bom Jesus, von Wolfgang Knabe und Dieter Noli. ISBN 9783894797324 / ISBN 978-3-89479-732-4

2008 wurde das reich beladene Wrack der porugiesischen Karavelle Bom Jesus, die mit einer Warenladung von Augsburger und Nürnberger Handelshäusern an der Küste des heutigen Namibia unterwegs war, im Diamanten-Sperrgebiet entdeckt. ISBN 9783894797324 / ISBN 978-3-89479-732-4

2008 wurde das reich beladene Wrack der porugiesischen Karavelle Bom Jesus, die mit einer Warenladung von Augsburger und Nürnberger Handelshäusern an der Küste des heutigen Namibia unterwegs war, im Diamanten-Sperrgebiet entdeckt. ISBN 9783894797324 / ISBN 978-3-89479-732-4

2008 wurde das reich beladene Wrack der Bom Jesus, die mit einer Warenladung von Augsburger und Nürnberger Handelshäusern an der Küste des heutigen Namibia unterwegs war, im Diamanten-Sperrgebiet entdeckt.

Wolfgang Knabe  Dieter Noli  

Am Morgen des i. April 2008 kontrolliert Robert Burreil, Chefgeologe der Namdeb-Diamantenmine, eine durch einen aufgeschütteten Damm gerade trockengelegte Fläche des Meeresbodens. Plötzlich entdeckt er in der ursprünglichen Brandungszone einige rote, seltsam geformte Steine, die seine Neugierde wecken. Bei näherer Begutachtung stellt er fest, dass die vermeintlichen Steine aus Kupfer sind. Er wird auf einige Bronzeröhren aufmerksam, die zwischen Holzresten aus dem Sand ragen. Ein unbestimmtes Gefühl sagt ihm, dass es sich diesmal nicht um Gegenstände alter Schürftechnik aus den ersten Jahrzehnten des Diamantenabbaus handeln kann, wie sie immer noch im Wüstensand entdeckt werden. Er stellt daher den Minenbetrieb ein, fotografiert die Röhren und schickt die Fotos nach Kapstadt zu Dieter Noli, dem Minenarchäologen. Dieter Noli arbeitet seit 1996 im Diamanten-Sperrgebiet. Er hatte bereits 2003 in einem internen Bericht darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit bestände, bei den Schürfarbeiten auch auf ein Schiffswrack zu stoßen. Die Röhren identifiziert er als bronzene Hinterlader-Kanonen, wie sie im Mittelmeer-Raum um 1535 im Gebrauch gewesen sind. Er packt seine Ausrüstung in den Geländewagen und macht sich auf den Weg zum Fundort. Dort untersucht er das trockenliegende Areal und ist bereits nach wenigen Stunden überzeugt, dass eine unglaubliche Entdeckung vor ihm liegt, wes-halb ihn die Namdeb bittet, die Fundstelle weiter zu untersuchen. Zwei Tage später hält er eine Grabungsgenehmigung der Namibischen Regierung in der Hand. Er beginnt sofort mit der Grabung, unterstützt von einem halben Dutzend archäologisch unerfahrener Minenarbeiter, die er zunächst anlernen muss. Es ist Eile geboten,denn die Grabungszeit ist auf zwei Wochen begrenzt - einerseits aus Kostengründen, andererseits aus Ungewissheit über die Haltbarkeit des künstlichen Deichs, der nur für den kurzen Zeitraum des Diamantenabbaus aufgeschüttet worden war, um den Meeresboden freizulegen, und nun länger als geplant halten muss. Die Mitte der Fundstelle liegt rund sieben Meter unter dem Meeresspiegel und ungefähr 180 Meter vom Strand entfernt. Allein die Wartung des aufgeschütteten Deichs und die Trockenhaltung der Fundstelle durch mehrere große Pumpen verschlingen pro Tag zwischen fünf- und zehntausend Euro. Zunächst lässt Dieter Noli die teils bis zu zwei Meter dicke Sandfläche des Meeresbodens, unter der er das Schiffswrack vermutet, in Handarbeit mit Schubkarren, Eimern und Bürsten freilegen und vermessen. Dann werden die Artefakte geborgen. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich das Wrack - eine einzigartige Zeitkapsel. Bislang wurden von 201 Schiffen, die im Zeitraum zwischen 1497-1640 auf der Indienroute gesunken sind, nur 14 aufgefunden - alle von skrupellosen Schatzjägern geplündert und zerstört. Mit diesem Fund aber hat es das Schicksal besonders gut gemeint. Denn dieses Schiff war im Sperrgebiet Namibias gestrandet, in der Diamanten im Tagebau gewonnen werden. Dass dieses Schiff auf dem Rückweg auch indische Diamanten an Bord gehabt hätte, ahnt Dieter Noli zu diesem Zeitpunkt noch nicht. [...]

Dies ist ein Auszug aus dem Buch: Die versunkenen Schätze der Bom Jesus, von Wolfgang Knabe und Dieter Noli.

Buchtitel: Die versunkenen Schätze der Bom Jesus
Untertitel: Sensationsfund eines Indienseglers aus der Frühzeit des Welthandels
Autoren: Wolfgang Knabe; Dieter Noli
Verlag: Nicloai Verlag
Berlin, 2012
ISBN 9783894797324 / ISBN 978-3-89479-732-4
Gebunden, Schutzumschlag, 21x27 cm, 384 Seiten, 400 Abbildungen

Knabe, Wolfgang und Noli, Dieter im Namibiana-Buchangebot

Die versunkenen Schätze der Bom Jesus

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Das Wrack der portugiesischen Karavelle 'Bom Jesus' wurde 2008 an der Küste von Namibia entdeckt.

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