Wilde Natur in Namibia, von Neil MacLeod und Nikos G. Petrou

Wilde Natur in Namibia, von Neil MacLeod und Nikos G. Petrou. Struik Nature, Random House South Africa. Kapstadt, Südafrika 2019. ISBN 9781775846826 / ISBN 978-1-77-584682-6

Wilde Natur in Namibia, von Neil MacLeod und Nikos G. Petrou. Struik Nature, Random House South Africa. Kapstadt, Südafrika 2019. ISBN 9781775846826 / ISBN 978-1-77-584682-6

Blick in das Buch: Wilde Natur in Namibia. Struik Nature. Kapstadt, Südafrika 2019. ISBN 9781775846826 / ISBN 978-1-77-584682-6

Blick in das Buch: Wilde Natur in Namibia. Struik Nature. Kapstadt, Südafrika 2019. ISBN 9781775846826 / ISBN 978-1-77-584682-6

Wilde Natur in Namibia, von Neil MacLeod und Nikos G. Petrou: Naturschutz und Gefahren für die Biodiversität Namibias.

Neil MacLeod  Nikos G. Petrou  

Die Einrichtung der Schutzgebiete wurde in Namibia aus ideologischen, wirtschaftlichen und veterinärmedizinischen Gründen ohne Berücksichtigung der biologischen Vielfalt des Landes vorangetrieben. Aufgrund wachsender Kenntnisse über Status und Entwicklung der Biodiversität verfolgt Namibia nun einen innovativen und effektiven Ansatz mit Schutzsystemen für seine 20 staatlichen Schutzgebiete: /Ai-/Ais Hot Springs Game Park, Bwabwata National Park, Cape Cross Seal Reserve, Daan Viljoen Game Park, Dorob National Park, Etosha National Park, Gross Barmen Hot Springs, Hardap Game Park, Khaudum National Park, Nkasa Rupara National Park, Mangetti National Park, Mudumu National Park, Namib-Naukluft Park, Naute Game Park, Popa Game Park, Skeleton Coast Park, South West Nature Park, Sperrgebiet (Tsau//Khaeb) National Park, Von Bach Game Park und Waterberg Plateau Park. Das Sperrgebiet (Tsau//Khaeb) wurde 2008 mit etwa 22.000 km² der drittgrößte Nationalpark des Landes und stellt fast den gesamten namibischen Teil des Biodiversitäts-Hotspots der Sukkulentenkaroo unter Schutz, ein wichtiger Beitrag zu den nationalen und globalen Zielen für die Biodiversität. Die gesamte Küste hat Nationalparkstatus und bildet ein zusammenhängendes Schutzgebiet von 107.540 km2 zwischen den Flüssen Orange und Kunene. Die Namibian Islands Marine Protected Area (im Jahr 2009 ausgerufen) umfasst einen Küstenstreifen im Südwesten von Hollam's Bird Island bis Sinclair Island, wichtige Standorte der Biodiversität, mit einer durchschnittlichen Breite von 30 km und einer Gesamtfläche von etwa 12.000 km². Ein international aktueller Trend ist die Verbindung zu Schutzgebieten in den Nachbarländern, um Probleme der Wildtierbewegungen anzugehen und abgetrennte Migrationskorridore wiederherzustellen. Namibia beteiligt sich an drei grenzüberschreitenden Initiativen: Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe); der von Namibia und Südafrika gegründete /Ai-/Ais-Richtersveld Transfrontier Park und der grenzüberschreitende Iona-Skeleton Coast Park zwischen Angola und Namibia. Namibias fragile Ökosysteme sind unterschiedlichen Umweltbelastungen ausgesetzt, die Ökosysteme, Biodiversität und einen Großteil der Bevölkerung, die auf Ökosystemdienste und natürliche Ressourcen angewiesen ist, betreffen. Bei einer systematischen Bewertung dieser Bedrohungen wurden wichtige Umweltprobleme identifiziert: nicht nachhaltige Wassernutzung, Klimawandel und stärkere Auswirkungen von Tourismus- und Freizeitaktivitäten. Erhöhter Wasserverbrauch (eine knappe und kostbare Ressource) in der Landwirtschaft, Ausbau städtischer Zentren, touristische Infrastruktur und Bergbau beeinträchtigen die Neubildungsraten von unterirdischen Aquiferen als Wasserquelle für die Mehrheit der Bevölkerung und für Wildtiere in ansonsten ariden Gebieten. Groß angelegte Wasserentnahmeprogramme entlang der Flüsse im Norden beeinflussen die Biodiversität. Die Verschmutzung der Wasserressourcen aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln bereitet Sorge. Namibia gilt als äußerst anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Die meisten Modelle sagen steigende Temperaturen, Dürre, weniger und variableren Niederschlag voraus. Unbekannt ist, wann und wie das Benguela-System und die Küstennebelzone betroffen sein werden. Solche Änderungen beeinträchtigen die Verteilung, Zusammensetzung und Migration der Arten, sogar das Überleben, sowie landwirtschaftliche Aktivitäten stark. Die Tourismusbranche basiert auf gesunden Ökosystemen und Biodiversität. Namibia nutzt seine vielfältigen und unberührten Landschaften und seine Möglichkeiten zur Beobachtung von Wildtieren in natürlichen Lebensräumen mit einem wertvollen, kostengünstigen Ansatz für die Entwicklung des Tourismus, der zu einem nachhaltigen Wachstum des Sektors beigetragen hat. Die steigende Besucherzahl führte aber zu vielen Aktivitäten, die die Biodiversität auf lokaler Ebene, insbesondere in den Küstengebieten, vor große Herausforderungen stellen, z. B. Quadfahren, Fahren im Gelände, Beobachten von Delfinen und Überfischung in kleinem Maßstab. Weitere Bedrohungen umfassen nicht nachhaltige Landbewirtschaftung (führt zu Wüstenbildung, Bodendegradation, Entwaldung und Verbuschung), die unkontrollierte Suche nach Bodenschätzen (Verschlechterung des Lebensraums und der Landschaft), gebietsfremde invasive Arten sowie Bevölkerungswachstum und gestiegener Verbrauch. Die namibische Regierung hat zahlreiche Projekte und politische Maßnahmen zur Bewältigung dieser Bedrohungen ins Leben gerufen, vom National Biodiversity Programme (1994-2005) bis hin zur Ersten (2001-2010) und Zweiten (2013-2020) nationalen Biodiversitätsstrategie und den Aktionsplänen zur biologischen Vielfalt. In diesem Zeitraum nahm die Anzahl und die Größe der Schutzgebiete zu, deren Management sich verbessert hat, der Erhaltungsbedarf endemischer und bedrohter Arten wurde angegangen, und es gibt konzentrierte Anstrengungen, um die Entwicklung der Wüstenbildung umzukehren und die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu verwalten. [...]

Dies ist ein Auszug aus: Wilde Natur in Namibia, von Neil MacLeod und Nikos G. Petrou.

Titel: Wilde Natur in Namibia
Untertitel: Ein Handbuch mit Fotos.
Autoren: Neil MacLeod
Fotograph: Nikos G. Petrou
Verlag: Struik Nature, Random House South Africa
Kapstadt, Südafrika 2019
ISBN 9781775846826 / ISBN 978-1-77-584682-6
Broschur, 14 x 21 cm, 160 Seiten, durchgehend Farbfotos

Petrou, Nikos G. und Macleod, Neil im Namibiana-Buchangebot

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