18.02.2016

Veteranen der SWA Territory Force (SWATF) und Koevoet fordern Anerkennung

Veteranen der SWA Territory Force (SWATF) und Koevoet fordern Anerkennung und kommen seit Mitte Februar 2016 zu einem Sit-in zusammen.

Veteranen der SWA Territory Force (SWATF) und Koevoet fordern Anerkennung und kommen seit Mitte Februar 2016 zu einem Sit-in zusammen.

Ehemalige Soldaten der SWA Territory Force (SWATF) und Koevoet-Guerilla-Abwehr fordern Anerkennung und Gleichberechtigung. Nachdem sie schon mehrere Absagen und auch eine verbale Abfuhr von Präsident Geingob erhalten haben, versammeln sich jetzt Dutzende von Veteranen zu einem unbefristeten Sit-In.

Die Veteranen werden von der Veteranenorganisation NAMVET betreut, die von Jabulani Ndeunjema angeführt wird. „Wir streben den vollen Veteranenstatus an, den die Regierung den Altkämpfern der SWAPO eingeräumt hat, inklusive der staatlichen Vergütung, die sie erhalten“, erklärte Ndeunjema gestern gegenüber der AZ. Um ihrer Forderung auf Gleichstellung im von Geingob angepriesenen „namibischen Haus“ Nachdruck zu verleihen, werden die Altsoldaten am kommenden Mittwoch, 24. Februar, von Katutura bis vors Parlament marschieren, um dort ihre Petition abzugeben und danach auch dem Ombudsmann Adv. John Walters eine Abschrift zu überreichen. NAMVET wird am Freitag, 26. Februar, ferner ein Gedenken für schwarze und weiße Terroropfer abhalten, die an dem Tag 1988 durch einen Terroranschlag auf die FNB-Bank in Oshakati in den Tod gerissen wurden. „Wir haben uns gestern (am Dienstag, dem 16.02.2016) zwei Stunden mit Polizeichef Sebastion Ndeitunga beraten, so dass die Demonstration am Mittwoch geordnet und friedlich verläuft“, teilte Ndeunjema der AZ gestern mit. Die Altsoldaten hätten so die Zustimmung für ihren Protestmarsch erhalten. Laut Ndeunjema hatte seine Organisation bis Dienstag 1615 Altsoldaten und Altpolizisten erfasst, und die Registrierung gehe noch laufend weiter. Er beruft sich auf die namibische Verfassung, die Gleichheit vor dem Gesetz garantiert, ungeachtet der Herkunft, Sprache oder der politischen Zugehörigkeit. Bisher hat die SWAPO-Regierung jedoch ehemalige Angehörige der SWATF und Koevoet vom Veteranenstatus ausgegrenzt, der den Altkämpfern der PLAN und anderen Widerstandskräften eingeräumt wird, so dass sie eine Kriegs- bzw. Militärpension erhalten. Derzeit kümmert sich die oppositionelle DTA auch um die Veteranen. Ferner ist Herero-Chef Reinhard Vekuii Rukoro in der vergangenen Woche dazugekommen, um die Altsoldaten direkt anzusprechen. Er sei der Einladung gefolgt, weil 95 Prozent der Veteranen Otjiherero-sprachig seien. Rukuro erinnert an die Politik der Aussöhnung, die die Verfassungsväter festgeschrieben haben. Auf dieser Grundlage unterstützt er das Anliegen der Altsoldaten, ermahnt sie jedoch zu friedlicher Aktion. Eine Gruppe von Altsoldaten hat sich im vergangenen Jahr schriftlich an die Vereinten Nationen gewandt, um ihr Recht auf Gleichheit vor dem namibischen Gesetz einzufordern. SWAPO hat die Altkräfte bisher konstant verteufelt, dass sie gegen die Unabhängigkeit gekämpft hätten. SWATF und Koevoet entgegnen, dass sie die Zivilbevölkerung und die Einrichtungen der Übergangszeit gegen feindliche Angriffe und gegen Terror verteidigt hätten. Unter den Fürsprechern gleicher Anerkennung für SWATF und Koevoet meldet sich auch der Parteidissident Samson Ndeikwila, den die SWAPO ausgestoßen hat und der sich wiederholt system- und parteikritisch äußert.

Eberhard Hofmann

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Veteranen der SWA Territory Force (SWATF) und Koevoet fordern Anerkennung.

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