19.02.2016

Namibias SWAPO-Regierung versagt sich dem Versöhnungsgedanken

Namibias SWAPO-Regierung versagt sich, hinsichtlich der ehemaligen Militärangehörigen Südwestafrikas (SWATF und Koevoet) und ihren eigenen Kombatanten, der Peoples´ Liberation Army of Namibia (PLAN), dem Versöhnungsgedanken.

Namibias SWAPO-Regierung versagt sich, hinsichtlich der ehemaligen Militärangehörigen Südwestafrikas (SWATF und Koevoet) und ihren eigenen Kombatanten, der Peoples´ Liberation Army of Namibia (PLAN), dem Versöhnungsgedanken.

Abseits aller gesellschaftlichen und politischen Sonntagsreden beweist Namibias SWAPO-Regierung ihre Unfähigkeit, hinsichtlich der ehemaligen Militärangehörigen Südwestafrikas (SWATF und Koevoet) und ihren eigenen Kombatanten, die Peoples´ Liberation Army of Namibia (PLAN), den in der namibischen Verfassung verankerten Versöhnungsgedanken in die Tat umzusetzen.

Die Peoples´ Liberation Army of Namibia (PLAN), die SWA Territorialstreitkräfte (SWATF) und die Guerilla-Abwehr Koevoet waren erbitterter Gegner. Bis April 1989 haben sie sich gnadenlos bekämpft. Zwischen ihrem Aufmarsch- und Infiltrationsgebiet lagen die zivilen Heimstätten vieler Ovambo und manchmal - bei gezielten Vorstößen der PLAN-Kämpfer - auch kommerzielle Farmgehöfte. SWATF, Koevoet und Verbände der südafrikanischen Wehrmacht haben weitgehend dafür gesorgt, dass die Kämpfe auf angolanischem und selten auf namibischem Boden ausgetragen wurden. Bei Anbruch der Unabhängigkeit hat die politisch siegreiche SWAPO ein völlig intaktes Land mit funktionierender Infrastruktur übernommen. Das ist hauptsächlich der Verdienst der SWATF- und Koevoet-Kräfte, denn die Infrastruktur und sogenannte Kollaborateure galten dem politischen PLAN-Befehl als Angriffsziel, bzw. Feinde. Nach der Ära der Apartheid und dem Buschkrieg haben die Verfassungsväter 1990 neben der Gleichheit aller Namibier vor dem Gesetz wohlweislich die Politik der Versöhnung festgeschrieben. Im „Haus Namibia“ soll jeder Bürger seinen rechten Platz einnehmen, so Präsident Geingob. Die regierende Partei und der Staat unterscheiden jedoch zwischen zwei Lagern von Kriegsveteranen, wobei SWAPO-Angehörige eine Vorzugspension und mehr erhalten, während ihre ehemaligen Waffengegner SWATF und Koevoet von ausgeschlossen werden. Die in Namibia regierende SWAPO kann sich 26 Jahre nach der Unabhängigkeit noch nicht zu einer wertfreien Beurteilung ihre Mitbürger durchringen, sondern verharrt auf verkrustetem Revanchismus. Die Partei handelt damit gegen den Verfassungsauftrag der Aussöhnung.

Eberhard Hofmann

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Namibias SWAPO-Regierung versagt sich dem Versöhnungsgedanken.

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