01.11.2018

Namibia: Kinderschänder bleibt in Untersuchungshaft

Selbst in Namibia, wo sexuelle Gewalt an Kindern und Frauen weit verbreitet ist, löste die Tat des Angeklagten Gewen Gawa-Nab Abscheu aus. Der Kinderschänder bleibt in Untersuchungshaft.

Selbst in Namibia, wo sexuelle Gewalt an Kindern und Frauen weit verbreitet ist, löste die Tat des Angeklagten Gewen Gawa-Nab Abscheu aus. Der Kinderschänder bleibt in Untersuchungshaft.

In Namibia ist der Antrag eines mehrfach vorbestraften Kinderschänders auf Kautionsstellung auf energische Gegenwehr gestoßen. Selbst in Namibia, wo sexuelle Gewalt an Kindern und Frauen weit verbreitet ist, löste die Tat des Angeklagten Gewen Gawa-Nab Abscheu aus. Er bleibt in Untersuchungshaft.

Staatsanwältin Hertha Itembu sprach sich gestern im Magistratsgericht in Windhoek-Katutura vehement gegen eine Freilassung des angeklagten Gewen Gawa-Nab auf Kaution aus. Mit seinem Vergehen habe der mutmaßliche Kinderschänder der Nation „einen Schock“ zugeführt, so die Staatanwältin. Zudem zeichne sich die Straftat durch besondere Schwere aus, da es sich bei dem Opfer um ein junges Mädchen handle, das nicht nur sexuell missbraucht, sondern auch schwer misshandelt und verstümmelt worden sei. Weiter zeige die Tatsache, dass gegen den Angeklagten bereits drei Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher sexueller Straftaten vorliegen, dass „Reue hinsichtlich dessen, was er getan hat, nicht erkennbar“ sei. Mit diesem Plädoyer forderte die Staatanwältin, dem mutmaßlichen Täter bei seinem ersten Hafttermin gestern keine Kaution zu gewähren. Weiter wurde das Verfahren aufgrund der laufenden Ermittlungen sowie zur Bereitstellung eines Anwalts für den Angeklagten auf den 05.12.2018 vertagt. Dem 24-jährigen Gewen Gawa-Nab, den die Polizei zuvor als 20-jährigen Gervin Gowanab genannt hatte, wird vorgeworfen, am 26.10.2018 ein Mädchen auf der Farm Satan Stocht verstümmelt und vergewaltigt zu haben (AZ berichtete). Bei dem „abscheulichen“ Vorfall, wie die Polizei die Tat bezeichnete, soll der Beschuldigte das Opfer zunächst mit einem Messer bedroht haben, um sie zum Geschlechtsverkehr zu zwingen. Der Mann habe jedoch nicht eindringen können, weshalb er ihr im Genitalbereich Schnittverletzungen zugeführt haben und sie daraufhin vergewaltigt haben soll. Vor dem Gerichtssaal berichtete gestern der Vater des Opfers gegenüber der AZ, dass das Mädchen mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen und wieder zuhause sei. Sie sei entgegen der Polizeiangaben zehn und nicht acht Jahre alt, ergänzte er. Die Mutter des Opfers wohnte der Verhandlung unter Tränen bei. „Es ist wirklich sehr hart für uns“, so die Eltern.

Nina Cerezo

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Namibia: Kinderschänder bleibt in Untersuchungshaft.

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