06.12.2018

Ex-Angehörige SWATF und Koevoet in Namibia weiter ohne Veteranenstatus

Ex-Angehörige der SWATF und Koevoet in Namibia weiter ohne Veteranenstatus, bestätigt Sebastian Karupu ist der Vorsitzende des ständigen Parlamentsausschusses für verfassungsbezogene und rechtliche Angelegenheiten. Foto: Patience Smith, Nampa

Ex-Angehörige der SWATF und Koevoet in Namibia weiter ohne Veteranenstatus, bestätigt Sebastian Karupu ist der Vorsitzende des ständigen Parlamentsausschusses für verfassungsbezogene und rechtliche Angelegenheiten. Foto: Patience Smith, Nampa

Auf eine Petiton der Interessenvertretung Namvet reagierte die namibische Regierung ablehnend. Damit ist ein wiederholter Versuch, ehemalige Kriegsgegner auf Augenhöhe zu bringen, so wie es in Südafrika oder nach der Wiedervereinigung der deutschen Teilstaaten geschah, an den engen ideologischen Grenzen der dauerregierenden SWAPO gescheitert.

Die namibische Regierung hat ihre Position bekräftigt, nach der sich ehemalige Angehörige der Südwestafrikanischen Territorialstreitkräfte (SWATF) und der Koevoet-Spezialeinheit nicht für den Veteranenstatus qualifizieren. Damit reagierte Sebastian Karupu, Vorsitzender des ständigen Parlamentsausschusses für verfassungsbezogene und rechtliche Fragen, auf eine Petition, mit der die Stiftung Namvet versucht hatte, das Veteranengesetz Namibias anzufechten. In der Eingabe hatte der führende Namvet-Vertreter, Ndeunyema Frans Jabulani, den Gesetzesrahmen als „verfassungswidrig“ bezeichnet. Der Verband, der rund 3900 ehemalige Angehörige der SWATF und des Koevoet vertritt, verlangt, dass die Gesetzgebung für Veteranen durch ein neues Regelwerk ersetzt wird, das für ehemalige Soldaten beider Seiten gilt. Ferner fordert Namvet von der namibischen Staatsmacht, dass sie den Altgedienten des früheren Regimes die gesamten Mittel auszahlt, die ihnen einst von der Apartheid-Regierung als Demobilisierungszulage zugesichert worden seien. Karupu wies die Forderungen zurück und erklärte, dass ehemalige Koevoet- und SWATF-Angehörige lediglich den Status eines jeden namibischen Staatsbürgers genießen. „Diese Personen sollten sich für Sozialdienstleistungen bewerben, wenn sie von der Regierung unterstützt werden wollen“, so Karupu. „Wer in städtischen Gebieten lebt, kann sich bei der Nahrungsmittelausgabe anmelden und wer sich für Sozialleistungen qualifiziert, kann einen Antrag stellen.“ Ferner sagte Karupu, dass Ex-Soldaten der Gegenseite sich an das Gesundheitsministerium wenden können, wenn sie aufgrund von Kriegsverletzungen Hilfe benötigen.

Mit freundlicher Genehmigung der Allgemeinen Zeitung in Windhoek (Namibia), veröffentlicht das Namibiana Buchdepot die Pressemeldung: Ex-Angehörige SWATF und Koevoet in Namibia weiter ohne Veteranenstatust.

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