Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt. ISBN 99916-2421-X / ISBN 9789991624211 / ISBN 978-99916-2421-1 / ISBN 3-00-027915-6 / ISBN 9783000279157 / ISBN 978-3-00-027915-7; Abbildung Schuber.

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt. ISBN 99916-2421-X / ISBN 9789991624211 / ISBN 978-99916-2421-1 / ISBN 3-00-027915-6 / ISBN 9783000279157 / ISBN 978-3-00-027915-7; Abbildung Schuber.

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt: Abbildung Band 1, Texteil.

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt: Abbildung Band 1, Texteil.

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt: Abbildung Band 2, Bildteil.

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt: Abbildung Band 2, Bildteil.

Dr. Andras Vogts Werk Mit Gutferngruß schließt eine Forschungslücke hinsichtlich historischer Ansichtskarten in Namibia. Die 670 Postkarten umfassende historische Fudge-Postkartensammlung stellt ein einzigartiges, faszinierendes und fast vier Kilogramm schweres Zeitdokument aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika dar.

Andreas Vogt  

Die Herkunft der Fudge-Postkartensammlung

(...) In der Situation sah sich vor einigen Jahren der Verfasser, als eine Familienangehörige, genauer gesagt eine Kusine, einen Schuhkarton mit den Worten vor ihn hinstellte, er könne diesen haben, allerdings unter der einen ausdrücklichen Bedingung, ihn nicht verkaufen zu dürfen. Die Kusine, die an der Nordostgrenze Namibias in Rundu wohnt, befürchtete Feuchtigkeitsschäden an der Postkartensammlung und stellte sie daher großzügigerweise dem Verfasser zur Verfügung. Der Verfasser nahm dankend an, nicht ahnend, was sich in der geheimnisvollen Schachtel befand. Bei der ersten Untersuchung ließ sich dann feststellen, dass es sich bei dem Inhalt des Schuhkartons um ein Konvolut von Ansichtskarten und Fotografien handelte, die aus der deutschen Kolonialzeit, schwerpunktmäßig Deutsch-Südwestafrika (DSWA) stammten. Derartige historische Ansichtskarten sind bekanntlich unter Sammlern und Philatelisten heiß begehrt, doch schienen auch die Motive der Aufnahmen zum Teil sehr interessant. Unter den Ansichtskarten befanden sich auch solche, die aus Deutschland (Deutsches Reich), selbst aus einigen anderen europäischen Ländern stammten. Ausgesprochen viele waren an den Standort Chamis adressiert, in dem in der deutschen Zeit die 5. Schutztruppenkompanie stand. Viele Fotografien waren als Postkarten nicht gelaufen, enthielten jedoch auf der Rückseite winzige handschriftliche Bleistiftinschriften, die deren Motive erläuterten. Anhand der Poststempel der gelaufenen Postkarten ließ sich außerdem nachweisen, dass die Ansichtskarten in der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg im Umlauf gewesen sein mussten. Dem Verfasser war die ehemalige Militärstation Chamis, heute die Farm Mooifontein, zwischen Bethanien und Helmeringhausen im Süden des Landes Namibia, aus der Zeit seiner Arbeit beim Denkmalschutz und aus der Forschung bekannt. Die Farm Mooifontein war ehemals ein deutscher Schutztruppenposten, der auch als Chamis („Löwenquelle") bekannt war. Der alte Militärfriedhof auf der Farm Mooifontein besteht noch heute und enthält eine kleine Anzahl von Soldatengräbern der Kaiserlichen Schutztruppe, die in den Namakriegen zwischen 1903-1907 ums Leben kamen.: Dieser kleine Friedhof ist mit einigen außergewöhnlichen Architekturformen versehen, wie z.B. eine kleines, aus Natursteinen erbautes kapellenartiges Gebäude (das einzige seiner Art in Namibia), ein schweres, schmiedeeisernes Tor und eine eindrucksvolle Friedhofsmauer aus Naturstein. Der Schutztruppenfriedhof ist, neben dem alten Offizierskasino (heute das Farmhaus auf Farm Mooifontein), das letzte sichtbare Relikt der ehemaligen Schutztruppenstation, und wurde am 15. März 1969 sogar als nationales Denkmal proklamiert. Allmählich wurde klar, dass es sich hier um eine wahrscheinlich einzigartige Postkartensammlung handelte, und dass es sich lohnen würde, diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie stammten, so die Angehörige, von dem Großvater ihres Ehemannes Andrew Fudge, der 1914-15 mit den südafrikanischen Unionstruppen am Südwestafrika-Feldzug als Mitglied der Einheit der „Cape Mounted Police" (Berittenen Polizei) teilgenommen hatte. Dieser Großvater muss seinerzeit, es ist bekannt dass die Südafrikaner plünderten und ziemlich gehaust haben müssen, alle Ansichtkarten, denen er habhaft werden konnte, eingesammelt und mitgenommen haben. Der Schwerpunkt der 5. Schutztruppenkompanie mag daher rühren, dass der damalige Polizeireiter Fudge an der Patrouille oder dem Truppenteil beteiligt gewesen sein mag, die den Standort der 5. Kompanie, Chamis, nach dem Abzug dessen deutscher Besatzung besetzt hatten. Es mag dabei die eine oder andere ungeöffnete Postsendung in die Hände der Engländer gefallen sein, von denen der Großvater Fudge die interessanten Ansichtskarten herausklaubte, ebenso jene, die im Staub am Fußboden lagen und von den Stiefeln der Soldaten zu zertreten werden drohten; vielleicht noch weitere, die ihm im Verlauf des Vormarsches in die Hände gefallen sein mögen, und kurzerhand in die Satteltasche wanderten. Von dort sind sie nach dem Rückkehr in die damalige Südafrikanische Union in einem Schuhkarton gelandet; vielleicht gelegentlich herausgeholt, nachdenklich betrachtet und dem einen oder anderen Besucher gezeigt worden sein. Zwei Generationen später standen sie dann vor dem Verfasser auf dem Tisch. Man mag sich vorstellen, wie der Philatelist auf eine uralte Postsendung reagieren würde, die hundert Jahre später ungeöffnet auf seinem Tisch landet. Eine derartige Situation ist nicht nur äußerst selten, sondern bietet auch für die Wissenschaft eine große Chance. Der Vefasser sah sich in der Vergangenheit bereits mehrfach in ähnlichen Situationen, einmal, als ein Zigarrenkistchen mit seltenen Dokumenten aus dem Dachboden eines abgerissenen Hauses in Swakopmund auftauchte, ein anderes Mal, als faszinierende Dokumente aus einem Nachlass des ehemaligen ersten Oberrichters in der südafrikanischen Mandatszeit, Clemens Gutsche, in einer Garage auf einer Farm bei Rheenendal/Plettenberg Bay in Südafrika aufgefunden wurden. Diese Funde ließen sich hervorragend analysieren und zu interessanten wissenschaftlichen Beiträgen verarbeiten. Sollte es sich bei der Fudge-Postkartensammlung um eine ähnliche Situation handeln? Es galt, die Sammlung einer genauen Untersuchung zu unterziehen, bevor unsachverständige Enthusiasten sie in die Hände bekämen. Die Methode waren eine gründliche Sichtung, vorläufige Sortierung, Nummerierung und schließlich Inventarisierung der Postkartensammlung. Es ließen sich dadurch der genaue Umfang der Sammlung, ca. 670 individuelle Ansichtkarten, feststellen, und interessante Hinweise ermitteln, die zum Verständnis und Bewertung der Sammlung führten.

Dies ist ein Auszug aus dem Buch: Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika, von Andreas Vogt.

Titel: Mit Gutferngruß
Untertitel: Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika
Autor: Andreas Vogt
Bände 1 und 2
Verlag: Macmillan Education Namibia
Windhoek, Namibia 2010
ISBN 99916-2421-X / ISBN 9789991624211 / ISBN 978-99916-2421-1
ISBN 3-00-027915-6 / ISBN 9783000279157 / ISBN 978-3-00-027915-7
Schuber, Broschur, 21x30, 887 Seiten, Fotos und 670 Postkartenabbildungen

Vogt, Andreas im Namibiana-Buchangebot

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika

Mit Gutferngruß. Die historische Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika

Das zweibändige Werk Mit Gutferngruß stellt die wiederentdeckte Fudge-Postkartensammlung aus dem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika vor.

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