Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika, von Ursula Trüper.

Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika, von Ursula Trüper. Rüdiger Köppe Verlag. Köln, 2000. ISBN 978389645316 / ISBN 978-3-89645-316-7

Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika, von Ursula Trüper. Rüdiger Köppe Verlag. Köln, 2000. ISBN 978389645316 / ISBN 978-3-89645-316-7

Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika von Ursula Trüper. Die Auseinandersetzungen spitzen sich zu.

1825 lebte Schmelen mit seiner Familie an der Mündung des Orange Rivers. Er versuchte, wieder nach Bethanien zu kommen, fand den Ort jedoch aufgrund der Dürre verlassen vor. Da er gehört hatte, dass die Einwohner von Bethanien mittlerweile an die Walvis Bay gezogen seien, beschloss er ihnen zu folgen. Er plante, dort eine neue Missionsstation zu gründen. Begleitet wurde er von einigen loyalen Anhängern, während er seine Frau und den Sohn Nicolaas zurückließ (s. Anhang 12). In dieser Zeit kam der junge wesleyanische Missionar Threlfall nach Warmbad. Threlfall wurde, anders als die anderen Missionare vor ihm, dort extrem feindselig empfangen. Ihm und seinen beiden Begleitern wurde bald deutlich, dass diese Feindseligkeit mit den Vorfallen in Bethanien in Zusammenhang stand. Sie trafen sich mit dem Nama-Chief Tsaumap, der noch wenige Jahre zuvor so entschieden darauf bestanden hatte, endlich einen Missionar zu bekommen. Nun beklagte er sich in heftigen Worten über die Missionare, wobei er vermutlich auf die Schießerei in Bethanien anspielte: „Wenn die Missionare ins Land kommen, kommen sie als Lehrer, aber wenn sie dann als Gäste aufgenommen worden sind, dann sind sie keine Lehrer mehr, sondern Richter oder Chiefs und sie verfahren mit uns, wie sie wollen, nehmen uns unser Eigentum weg und befehlen dann, dass wir totgeschossen werden sollen mit den Gewehren, die sie uns gegeben haben. Wir nehmen den Frieden an, von dem sie sprechen und denken, sie sind Männer des Friedens, dabei sind sie unsere größten Feinde und verlieren keine Zeit, uns zu töten." So notiert es Threlfalls Assistent Jacob Links in seinem Tagebuch. Der Chief der Bondelswarts in Warmbad, /Garimub, unterstützte diese Beschwerden. Er wies Threlfall und seine Begleiter darauf hin, dass sie nur von ihm allein Anweisungen entgegenzunehmen hätten, denn „ er sei all der süßen Reden müde", in die er das Vertrauen verloren habe. Sein Sohn !Naugab zeigte sich versöhnlicher und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Missionare endlich die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen möchten: „Wenn ein Lehrer kommen sollte, werden all diese Kriege ein Ende haben, und wir werden in Frieden miteinander leben. Sie werden uns auch Pulver geben - seit die letzten Lehrer gegangen sind, konnten wir keines mehr bekommen." Threlfalls Weigerung, die Bondelswarts mit Munition zu versorgen, machte die Situation für die Expedition nicht einfacher. Als Threlfall und seine Begleiter weiter ins Innere Namibias reisen wollten, weigerten sich die Bondelswarts, sie mit Proviant zu unterstützen und ihnen einen wegekundigen Führer mitzugeben. Während des Gottesdienstes verließen einige demonstrativ die Kirche. Dies hätte für Threlfall und seine Begleiter eine Warnung sein können. Sie bestanden jedoch auf ihrem Vorhaben und machten Anstalt, auf eigene Faust weiterzureisen. Schließlich gab Chief /Garimub nach und stellte ihnen einen Führer. Dann ließ er sie ein Papier unterzeichnen, das den Chief von aller Verantwortung freisprach, sollte ihnen auf dem Weg ein Unglück zustoßen. Einige Tage später waren Threlfall und seine beiden Begleiter tot. Ihr Führer, Naugap, hatte auf dem Weg einige San angestiftet, den Missionar zu töten. Naugap war der Schwager von Tsau-map, und dieser hatte in der Zeit, während der Mord geschah, Warmbad verlassen. Gleichzeitig wurde Missionar Shaw gewarnt, sein Kollege Schmelen, der sich auf seiner Expedition an die Walvis Bay befand, sei ebenfalls in ernster Gefahr. Tatsächlich erschien Naugap in Schmelens Haus, wo er jedoch statt des verhassten Missionars auf Zara und den Sohn Nicolaas traf. Missionar Shaw berichtet: [...]

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Titel: Die Hottentottin
Untertitel: Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika
Autorin: Ursula Trüper
Rüdiger Köppe Verlag
Köln, 2000
ISBN 978389645316 / ISBN 978-3-89645-316-7
Broschur, 16 x 24 cm, 195 Seiten, 1 Karte, 30 s/w-Fotos, Personen- und Ortsregister

Trüper, Ursula im Namibiana-Buchangebot

Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika

Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika

Eine Biografie: Die Hottentottin. Das kurze Leben der Zara Schmelen (ca. 1793–1831). Missionsgehilfin und Sprachpionierin in Südafrika.

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Zara Schmelen, Nama woman, African Mission Assistant at the Cape and in Namaland, was married to German missionary Johann Hinrich Schmelen in 1814.