Eine neue Heimat in Südwestafrika? Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946, von Sandra Romer.

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946, von Sandra Romer. Basler Afrika Bibliographien. Basel, Schweiz 2003. ISBN 99916-750-6-X (Namibia), ISBN 3-905141-81-7 (Schweiz)

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946, von Sandra Romer. Basler Afrika Bibliographien. Basel, Schweiz 2003. ISBN 99916-750-6-X (Namibia), ISBN 3-905141-81-7 (Schweiz)

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946, von Sandra Romer. Aufbau der Untersuchung:

Die Arbeit ist in drei Teile aufgegliedert. Teil I soll die theoretische Basis für den Untersuchungsgegenstand schaffen, indem grundsätzliche Gedanken zur Reise- und Auswanderungsthematik vorangestellt werden; es folgt eine Zusammenfassung des aktuellen Stands der "Heimatforschung", um schliesslich eine für diese Untersuchung sinnvolle Definition des Begriffs "Heimat" herauszuarbeiten. Teil II beleuchtet die historischen Hintergründe des Auswanderungslandes mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonialpolitik, um im Anschluss daran die Präsenz der offiziellen Schweiz in Afrika im allgemeinen und deren Politik in Südwestafrika im speziellen zu untersuchen. Auf der durch Teil I und II geschaffenen thematischen und historischen Basis baut Teil III auf, der die schweizerische Auswanderung nach Südwestafrika zunächst in Form von Statistiken und einem Überblick erfasst, um im folgenden ausgewählte Auswandererbiographien aufzurollen. Im Teil I führt sozusagen ein interdisziplinärer "tour d'horizon" durch die Auswanderungsund Reiseliteratur ins Thema ein. Hier soll dem Phänomen nachgespürt werden, weshalb der Mensch das Verlangen nach der Ferne, nach Bewegung, nach dem Fremden einerseits, den Wunsch nach Geborgenheit und Heimat andrerseits hat. Der Wunsch zu reisen, ist allen eigen. Die Vorstellung, für immer auszuwandern, bleibt den meisten fremd. Auf dem Bedürfnis, die Gedankenwelt der Auswanderer transparenter zu machen, basiert der Versuch, die Reise der Auswanderung gegenüberzustellen. Ziel ist es, nicht nur oberflächliche und allgemein verbreitete Momente einer Auswanderung (Abenteuer, Glücksuche, Motiv der Flucht aus finanzieller Not etc.) aufzuzeigen, sondern auch der weitgehend unerforschten (und nur am Rande erforschbaren) inneren Gefühlswelt und der Persönlichkeitsstruktur eines Auswanderers näher zu kommen. Anschliessend werden die Begriffe "Heimat" und "Fremde" aufgrund der zahlreich vorhandenen interdisziplinären Forschungsliteratur von verschiedenen Gesichtspunkten her betrachtet und analysiert. Dank dieser theoretischen Basis werden Kriterien aufgestellt, aufgrund derer ein Auswanderungsprojekt von verschiedenen Seiten beleuchten werden kann und eine Einschätzung bzw. ein Vergleich der einzelnen Biographien im Teil III erlauben. Teil II entspricht der historischen, vornehmlich ereignisgeschichtlichen Aufarbeitung des Auswanderungslandes, wobei die Gewichtung der verschiedenen Ereignisse auf das Thema dieser Arbeit ausgerichtet ist. Mit der Geschichte SWAs ist die deutsche Imperialismus- und Kolonialpolitik eng verknüpft, und diese wiederum war stets gekoppelt mit Auswanderungs- und Siedlungsfragen. Hier gilt es also, den historischen Hintergrund des Auswanderungslandes aufzuzeigen: nach der Darstellung der deutschen Kolonialpolitik folgt eine Zusammenfassung der Ereignisse zwischen 1915 bis 1948, als Südwestafrika unter südafrikanisch-britischem Protektorat stand. Schliesslich soll im Zusammenhang mit dem Auswanderungsland Südwestafrika auch die von der Schweiz daselbst verfolgte Politik untersucht werden.  Teil III entspricht zunächst sozusagen der "klassischen Auswanderungsforschung"; nach einem statistischen Teil wird der Frage nachgegangen, was die Schweizer wohl dazu bewegt hat, Südwestafrika als Auswanderungsland zu wählen. Schliesslich werden auch die besonderen politischen Verhältnisse des Landes betrachtet und in diesem Zusammenhang untersucht, wie sich die dort lebenden Schweizer mit den jeweils neuen Situationen und politischen Einflüssen arrangiert haben. In diesem Teil wird sich der Kreis schliessen, indem - nach der Untersuchung statistischer Werte - anhand ausgewählter Auswandererschicksale die Frage beantwortet werden soll, ob die Schweizer in Südwestafrika eine neue Heimat gefunden haben. Die drei Teile der Arbeit werden gleichwertig behandelt; sie ergänzen sich und fügen sozusagen Stein um Stein zusammen mit dem Ziel, einzelne Auswandererbiographien zu fokussieren, um das Leben eines Menschen und dessen Wirken im Rahmen grosser geschichtlicher Vorgaben interpretieren und verstehen zu können. [...]

Dies ist ein Auszug aus: Eine neue Heimat in Südwestafrika? Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946, von Sandra Romer.

Titel: Eine neue Heimat in Südwestafrika?
Untertitel: Die Schweizer Auswanderung nach Namibia, 1870-1946
Autorin: Sandra Romer
Verlag: Basler Afrika Bibliographien
Basel, Schweiz 2003
ISBN 99916-750-6-X (Namibia)
ISBN 3-905141-81-7 (Schweiz)
Broschur, 15 x 21 cm, 195 Seiten, einige sw-Fotos

Romer, Sandra im Namibiana-Buchangebot

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Spuren und Schicksalen der Schweizer Auswanderung nach Namibia zwischen 1870 und 1946.

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Spuren und Schicksalen der Schweizer Auswanderung nach Namibia zwischen 1870 und 1946.

Eine neue Heimat in Südwestafrika? Spuren und Schicksalen der Schweizer Auswanderung nach Namibia zwischen 1870 und 1946.