Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914), von Udo Kaulich.

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914). ISBN 9783631369845 / ISBN 978-3-631-36984-5

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914). ISBN 9783631369845 / ISBN 978-3-631-36984-5

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914), von Udo Kaulich.

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914), von Udo Kaulich.

Aus der Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914), berichtet Udo Kaulich im folgenden Auszug über die Kommunikationsmittel, wie Post- und Telegraphenverbindungen und der Presse in Deutsch-Südwestafrika.

[...] Nachdem Mitte 1908 die Verbindung zwischen Lüderitzbucht und Keetmanshoop fertiggestellt worden war, erhielten in den folgenden Jahren auch die abseits der Hauptverkehrswege gelegene wichtigeren Orte, wie z.B. Bethanien, Hasuur, Maltahöhe oder Outjo, einen Anschluß an die Haupttelegraphenlinien. Um die mit der Erschließung der Diamantenfelder südlich von Lüderitzbucht entstandene große Nachfrage nach einer möglichst schnellen Nachrichtenübermittlung zu befriedigen, baute die Reichspost 1910/11 eigens eine Telegraphenleitung von Lüderitzbucht nach Prinzenbucht (1913 bis Angras Juntas verlängert), an die alle größeren Abbaubetriebe angeschlossen wurden. Gleichzeitig wurde durch die Verlängerung der bereits bestehenden Leitung Warmbad-Ramansdrift bis nach Ookiep das südwestafrikanische mit dem kapländischen Telegraphennetz verbunden, so daß jetzt eine direkte Überlandverbindung zwischen Deutsch-Südwestafrika und der Kapkolonie bestand. Neben einer erheblichen Reduzierung der Telegrammtarife nach Südafrika, woran besonders die Diamantenindustrie ein lebhaftes Interesse hatte, erhielt das südwestafrikanische Schutzgebiet hierdurch einen zweiten Anschluß an das Welttelegraphennetz. Weiterhin verbesserte und vermehrte die Reichspost- und Telegraphenverwaltung die bestehenden Verbindungen erheblich, indem sie insbesondere auf den Hauptstrecken zwischen Lüderitzbucht, Keetmanshoop, Windhuk und Swakopmund zusätzliche Telegraphenleitungen verlegte. Somit verfügte die Kolonie kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs über ein verästeltes, flächendeckendes Telegraphennetz mit insgesamt fast 6.500 km Leitungen, dessen Leistungsfähigkeit sich in der Anzahl der beförderten Telegramme widerspiegelt: Waren es im ersten Jahr nach der Anbindung Südwestafrikas an das Welttelegraphennetz gerade einmal 1.154 Telegramme, die das Schutzgebiet erreichten oder verließen, so waren es gut drei Jahre später schon deren 19.534. Nach einem durch die Kriegführung bedingten rapiden Anstieg der Zahl der Telegramme auf über 340.000 Telegramme im Jahr 1906, bewegte sich auch in den folgenden "Friedensjahren" bis 1914 das jährliche Telegrammaufkommen in Deutsch-Südwestafrika, mit einigen "konjunkturbedingten" Schwankungen (Höhepunkt des "Diamantenbooms" in den Jahren 1910 und 1911), in etwa auf diesem Niveau. […]

Dies ist ein Auszug aus dem Buch: Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914), von Udo Kaulich.

Untertitel: Eine Gesamtdarstellung
Autor: Udo Kaulich
Verlag: Peter Lang Verlag
2. Auflage. Frankfurt a. M., 2003
ISBN 9783631369845 / ISBN 978-3-631-36984-5
Broschur, 15x21 cm, 641 Seiten, 9 Faltkarten, 5 Falttabellen

Kaulich, Udo im Namibiana-Buchangebot

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914)

Die Geschichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1884-1914)

Mit dieser Untersuchung liegt erstmals eine wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Geschgichte der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika von 1884 bis 1914 vor.

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