Der Schwarze Nosob, von H. W. Stengel

Der Schwarze Nosob, von H. W. Stengel. S.W.A. Wissenschaftliche Gesellschaft Windhoek, 1965.

Der Schwarze Nosob, von H. W. Stengel. S.W.A. Wissenschaftliche Gesellschaft Windhoek, 1965.

Bild- und Kartenauszug aus der Schrift Der Schwarze Nosob, von Heinz Walter Stengel.

Bild- und Kartenauszug aus der Schrift Der Schwarze Nosob, von Heinz Walter Stengel.

H. W. Stengel, ein deutscher Wasserbauingenieur in Südwestafrika, schrieb zahlreiche wasserwirtschaftliche Studien für praktische Wassergewinnungsprojekte. Der Schwarze Nosob, eine wegweisende Studie über die Entwicklung des Flußgebietes in Südwestafrika, erschien 1965.

Heinz Walter Stengel  

Seit den Jahren 1927-1928 wurden im Gebiet des Schwarzen Nosob immer wieder seitens der Wasserbaubehörde der Administration von Südwestafrika Untersuchungen durchgeführt. Meistens handelte es sich um Dammentwürfe für einzelne Farmer. Der Gedanke einer Rahmenplanung und Flußregulierung durch Staudämme tauchte aber auch schon in jenen Anfangsjahren auf. Im Jahre 1949 wurde im Rahmen einer Untersuchung für größere Stauprojekte auch das Schwarze-Nosob-Gebiet bearbeitet. Die damaligen Untersuchungen konnten aber wegen anderer dringender Arbeiten nicht zu Ende geführt werden. Der Auftrag: „Stauprojekte im Schwarzen Nosob" führte damals zu einer Untersuchung sämtlicher vorhandener Stauanlagen auf den im Einzugsgebiet des Schwarzen Nosob gelegenen Farmen. Bereits damals waren zahlreiche zerstörte Dammanlagen vorhanden, die sich nicht wieder aufzubauen lohnten, und auch an den bestehenden Dämmen waren zahlreiche Mängel festgestellt worden. In einem kurzen Bericht vom Jahre 1949 wurde ganz deutlich auf die unhaltbaren Zustände der bestehenden, für die Farmwirtschaft überaus wichtigen Dammanlagen hingewiesen. Es heißt in dem Bericht unter Punkt 5: „Sobald wie möglich müssen die erhaltengebliebenen Farmdämme nach bewährten Baumethoden umgebaut werden. Wenn dies nicht der Fall sein wird, wird die erste höhere Flut eine Katastrophe hervorrufen. Wie es die Vergangenheit bereits gezeigt hat, wird das aufeinanderfolgende Durchbrechen der Dämme eine erhöhte Flutwelle hervorrufen, so daß sogar gut ausgeführte Dammanlagen in den unterhalb liegenden Teilen des Flutgebietes zerstört werden. Da die Anzahl der Dämme zugenommen hat, wird sich die Katastrophe gegenüber der Vergangenheit vergrößern." Diese Voraussage ist dann im Januar 1963 eingetroffen. Mit der Inkrafttretung des Wassergesetzes im Juli 1951, welches den Bau aller Neuanlagen, später auch die Wiederherstellung gebrochener Dämme, unter Gesetz stellte, wird man erwarten können, daß im Laufe der Jahre eine Sanierung mit Bezug auf einwandfreie Stauanlagen eintreten wird. Da bei wasserwirtschaftlichen Planungen das gesamte Einzugsgebiet eines Flusses mit allen seinen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden muß, soll hier eine wasserwirtschaftliche Studie über den oberen Teil des Schwarzen Nosobbeckens gegeben werden. Den Farmern, die bereitwillig und interessiert ihre Unterlagen und Angaben über Regen, Trockenperioden, Bohrlöcher und Dammanlagen für diese Studie zur Verfügung stellten, sei an dieser Stelle bestens gedankt. Auch muß hier dankend die Mitarbeit von Herrn W. Kühn und M. J. Gouws erwähnt werden, die beim Durchsehen der Unterlagen und bei der Zeichenarbeit tätig waren. Beide sind im Wasserbauamt der Administration angestellt. Ferner sei hier auch den Herren Willy Giess und Thomas Steyn Kok von den Abteilungen für Landwirtschaft und geologische Landesaufnahme der Administration in Windhoek für ihre Beiträge zur Vegetation und Geologie des Flußgebietes bestens gedankt.

Dies ist ein Auszug aus der Schrift: Der Schwarze Nosob, von H. W. Stengel.

Titel: Der Schwarze Nosob
Untertitel: Eine wasserwirtschaftliche Studie über die Entwicklung eines Flußgebietes in Südwestafrika in Vergangenheit und Zukunft
Autoren: H. W. Stengel; Wilhelm Giess; Thomas Steyn Kok
Reihe: Wissenschaftliche Forschung in Südwestafrika (Folge 4)
Verlag: S.W.A. Wissenschaftliche Gesellschaft
Windhoek, 1965
Original-Broschur, Original-Schutzumschlag, 17x24 cm, 60 Seiten, 20 sw-Fotos, 12 Karten, teilweise faltbar

Stengel, Heinz Walter und Giess, Wilhelm und Kok, Thomas Steyn im Namibiana-Buchangebot

Der Schwarze Nosob

Der Schwarze Nosob

Der Schwarze Nosob: Eine wasserwirtschaftliche Studie über die Entwicklung eines Flußgebietes in Südwestafrika.

Impulse eines Landes extremer Bedingungen für die Wissenschaft

Impulse eines Landes extremer Bedingungen für die Wissenschaft

Impulse eines Landes extremer Bedingungen für die Wissenschaft it eine Festschrift zum 80. Geburtstag von Fritz Gaerdes, Okahandja, Südwestafrika.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A.

Wasserwirtschaft in S.W.A. Waterwese in S.W.A. Water affairs in S.W.A. ist ein Standardwerk über die Wasserwirtschaft Südwestafrikas.

Wasserspeicherungen in den Sanden eines Riviers

Wasserspeicherungen in den Sanden eines Riviers

Ein wasserbautechnischer Beitrag, dargestellt an den Verhältnissen der Farm Otjozondu

Weitere Buchempfehlungen

Der Otjikotosee. Geschichte und Geheimnis

Der Otjikotosee. Geschichte und Geheimnis

Die Ortsgeschichte, Gerüchte und Geheimnisse um den Otjikotosee bei Tsumeb im Nord-Westen Namibias.

Namibia. Fascination of Geology

Namibia. Fascination of Geology

Namibia: Fascination of Geology is essentially aimed at the geologically interested layman and hobby geologist without a scientific background.

100 Jahre Kirchengebäude der ELKIN (DELK) Gemeinde Swakopmund 1912-2012

100 Jahre Kirchengebäude der ELKIN (DELK) Gemeinde Swakopmund 1912-2012

Kirchen-, Missions- und Ortsgeschichte in 100 Jahren: Das Kirchengebäude der ELKIN (DELK) Gemeinde Swakopmund von 1912 bis 2012.

Namibias faszinierende Geologie

Namibias faszinierende Geologie

Dieses faszinierende Reisehandbuch beschreibt die Geologie Namibias und derern Erscheinungen und Sehenswürdigkeiten.