Brüder im Schatten. Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika. Nachwort, von Gerhard Brennecke

Brüder im Schatten. Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika. Nachwort, von Gerhard Brennecke.

Brüder im Schatten. Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika. Nachwort, von Gerhard Brennecke.

In seinem Bericht Brüder im Schatten schreibt der Direktor der Berliner Missionsgesellschaft Gerhard Brennecke über seine Eindrücke von einer Missionsreise nach Südafrika, die 1950 unternommen wurde.

Gerhard Brennecke  

Nach jahrelanger, durch den Krieg und die Schwierigkeiten der ersten Nachkriegszeit bedingten Unterbrechung der regelmäßigen Verbindungen zwischen der Berliner Missionsarbeit in Südafrika und der Heimatleitung in Berlin wurde es mir durch eine großzügige Gabe aus ökumenischen Missionskreisen ermöglicht, wenige Monate nach Übernahme des Direktorats der Berliner Mission für ein volles Jahr die Arbeitsfelder in Südafrika zu besuchen. Ich trat die Reise Ende März 1950 an und kehrte, nachdem ich mich noch eine Woche in Nordrhodesien und fünf Wochen in Tanganyika aufhalten konnte, im Juni 1951 nach Deutschland zurück. Die Reise diente in erster Linie dem gründlichen Kennenlernen der Berliner Missionsarbeit in Südafrika, die jetzt bereits auf fast 120 Jahre zurückschauen kann. Sie wollte die Brücken zwischen Heimat und Feld bzw. zwischen der Kirche in Deutschland und der werdenden Kirche in Afrika von neuem schlagen und sollte zugleich Anregungen für den Gesamtdienst der Berliner Mission aufnehmen und einiges von der theologischen und kirchlichen Besinnung der letzten 20 Jahre nach draußen weitergeben. Ich kann nur mit großer Freude und Dankbarkeit auf die Monate dieser Reise zurückschauen und habe versucht, in dem vorliegenden Buch einiges von dem festzuhalten, was mich bei meiner Reise durch die fünf Synodalkirchen der Berliner Mission beeindruckt hat. Es ist eigentlich überflüssig zu erwähnen, daß mit diesem Buch kein Visitationsbericht gegeben werden soll. Ein solcher Bericht ist den zuständigen Stellen erstattet worden und muß ganz andere Fragen ins Auge fassen. Der Untertitel des Buches spricht von einem Bild. Der Gemeinde Jesu Christi in Deutschland und insonderheit in den Gebieten, die seit langen Jahren betend und opfernd den Dienst Berliner Missionare tragen, soll ein aus mannigfachen Einzelstücken zusammengesetztes Bild der Gemeinde Jesu Christi in Afrika gezeichnet werden.

Es wird hier also auch kein Buch „über Südafrika" vorgelegt, sondern das, was von der Geschichte und von der allgemeinen Situation dieses Landes gezeichnet worden ist, soll nur helfen, das Werden, das Wesen und den Auftrag der Kirche, wie sie aus der Berliner Missionsarbeit entstanden ist, mit verständlich zu machen. Kirche lebt in der Welt, und darum kann man, wenn man das Bild der Kirche zeichnet, nicht an der Welt vorbeisehen. Aber es wäre verfehlt, in diesem Buch nach einem politischen Standpunkt suchen zu wollen. Es geht einzig und allein um einen Bericht von der Kirche. Auch dieser Bericht von der Kirche kann nur einen Ausschnitt aus dem gesamten kirchlichen Geschehen in Südafrika enthalten. Ich habe bewußt nur das dargestellt und verständlich zu machen versucht, was ich gesehen habe, nicht das, was man aus mancherlei Büchern ohne große Schwierigkeiten noch hinzutragen könnte. Daher geht es in diesem Buch um die aus der Berliner Missionsarbeit entstandene Kirche.

Aber wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir glauben, daß viele der Einzelbilder in gleicher oder ähnlicher Weise auch für das Werden anderer Missionskirchen in Südafrika zutreffen. Dies Buch soll in erster Linie ein Dank sein. Ein Dank im besonderen an unsere Brüder und Schwestern in Südafrika, die ihren Dienst als Missionare und Missionarsfrauen, als Missionarinnen in vielerlei Aufgaben ausüben. Es war unmöglich, einzelne von ihnen mit Namen zu nennen. Ich kann das auch nicht an dieser Stelle tun. Wo sollte ich anfangen, wo aufhören? Wohin ich kam, wurde ich als der Sendbote der Heimatgemeinde und der Heimatleitung mit großer Freude aufgenommen und spürte rechte brüderliche Gemeinschaft, die mich immer von neuem froh machte. Ohne die schlechthin entscheidende Hilfe unserer Missionare hätte ich nicht entfernt das gesehen, was in diesem Buch dargestellt wird. Ohne die langen Gespräche auf den gemeinsamen Fahrten und oft bis tief in die Nacht hinein in den Missionarshässern wäre mir vieles verborgen geblieben. [....]

Dies ist das Nachwort aus dem Buch: Brüder im Schatten. Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika, von Gerhard Brennecke.

Buchtitel: Brüder im Schatten
Untertitel: Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika
Autor: Gerhard Brennecke
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Berlin, 1954
Original-Leinenband, 13x20 cm, 359 Seiten, 83 sw-Fotos

Brennecke, Gerhard im Namibiana-Buchangebot

Brüder im Schatten. Das Bild einer Missionsreise durch Südafrika

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Brüder im Schatten ist der Bericht einer Missionsreise des Direktors der Berliner Missionsgesellschaft nach Südafrika.

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