Tsingtau. "Deutsches Leben in China"

Tsingtau. "Deutsches Leben in China": die einzige neuere Darstellung der Kolonialgeschichte Tsingtaus.
Becker-Kavan, Ingo
50401
9783826064388
19.08.22 (end of company holiday)
new
€19.00 *

Titel: Tsingtau
Untertitel: "Deutsches Leben in China"
Autor: Ingo Becker-Kavan
Verlag: Königshausen & Neumann GmbH
Würzburg, 2018
ISBN 9783826064388 / ISBN 978-3-8260-6438-8
Broschur, 15 x 21 cm, 204 Seiten, einige sw- und Farbabbildungen

Über: Tsingtau. "Deutsches Leben in China"

Dr. Ingo Becker-Kavan wollte bei seinen ersten Reisen nach China vor allem auf den Spuren der Deutschen wandeln, die im Herbst des Jahres 1897 in der geschützten Bucht, acht Kilometer entfernt von der kleinen Stadt Kiautschou, landeten, die Bucht gewaltsam einnahmen und das Fischerdorf Tsingtau besetzten. In den dann folgenden kaum mehr als 16 Jahren sollten sie in dem Pachtgebiet Kiautschou eine für die damalige Zeit moderne Verwaltung, ein eigenes Bildungssystem und einen leistungsfähigen Hafen schaffen. Was ist daraus geworden und was ist davon heute noch zurück geblieben?

Tsingtau - "Deutsches Leben in China", will die Entstehung des deutschen »Schutzgebietes Kiautschou«, die dort eingerichtete Verwaltung, das tägliche Leben seiner Bewohner und das Zusammenleben mit der chinesischen Bevölkerung darstellen. Dabei spielt auch die Ermordung des deutschen Gesandten in Peking eine Rolle, die den weithin bekannt gewordenen »Boxeraufstand« auslöste und die den deutschen Kaiser Wilhelm II. zu seiner unseligen »Hunnenrede« veranlasste, die innenpolitisch verheerende Wirkung entfaltete und bis zum heutigen Tag ein fester Bestand antideutscher politischer Polemik in der britischen und französischen Presse ist.

Mit dem »Boxeraufstand« begann aber auch die Agonie des 2000 Jahre alten Kaisertums in China, die in ihrer Dramatik spannend in ihren Grundzügen erzählt wird. Qingdao, das alte Tsingtau, beheimatet noch stets das »deutsche Viertel« mit prachtvollen Geschäftshäusern, Kirchen und Villen entlang von Bäumen gesäumten Straßen. Wie konnten damals diese in den letzten Jahrzehnten liebevoll restaurierten und Instand gesetzten Gebäude an dieser abgelegenen Stelle entstehen und wer ließ sie bauen?

Diese und viele andere Fragen, warum und unter welchen Umständen die Deutschen diese vom chinesischen Kaiserreich für 99 Jahre gepachteten »Musterkolonie« unter dem spannungsgeladenen Verhältnis der europäischen Großmächte, aufgeben mussten, obwohl der Erste Weltkrieg in Europa so weit entfernt war, beantwortet Dr. Ingo Becker-Kavan sorgfältig recherchiertes Buch, das eine der wenigen jüngeren und umfassenden Darstellungen der Kolonial- und Ortsgeschichte des alten Tsingtau deutscher Zeit ist.

Inhalt: Tsingtau. "Deutsches Leben in China"

Vorwort
Nach Ostasien
Qingdao am Gelben Meer
Hochzeit in Qingdao
Als Qingdao noch Tsingtau war
Rückblick: Das Ende des »Pachtgebietes Kiautschou« beginnt
Die Belagerung von Tsingtau
Ubergabe Tsingtaus an die Japaner
Kolonialverwaltung Tsingtaus durch Japan und Rückgabe an China
Der Anfang: So hatte es in der Bucht von Kiautschou begonnen
Die weltpolitische Situation am Ende des 19. Jahrhunderts
Chinas Ohnmacht und die »Opiumkriege«
Das Deutsche Reich blickt nach China
Die Errichtung des »Deutschen Schutzgebietes«
In der Bucht von Kiautschou
Der Pachtvertrag vom 6. März 1898
Beginn der Verwaltung des Pachtgebietes und der fortschreitende Machtverlust des Kaiserreiches China
Aufbau der »Musterkolonie« in Kiautschou und der beginnende Untergang der Kaiserherrlichkeit in Pekings »Verbotener Stadt«
Pu Yi - ein Kind auf dem Drachenthron
Eine Frau, die von der Macht nicht lassen konnte
Der »Boxeraufstand«
Das »Boxerprotokoll« und mit Ritualen und Intrigen dem Untergang entgegen
Der letzte »Sohn des Himmels«
Vom Fischerdorf zu einer modernen Stadt
Hafen, Handel und Verkehr in Tsingtau
Tsingtauer Schulen und Hochschule
Kirchen in Tsingtau und Verbindung nach Deutschland
Gesundheitswesen, Ordnung und Recht in Tsingtau
Was ist geblieben?
Einige unterschiedliche Schreibweisen im Text
Zeittafel China
Literaturhinweise
Abbildungen