Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft

Das Buch "Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft" beschreibt die Kolonialherrschaft von den Anfängen bis zum Rückzug der Deutschen 1916.
04-0002
978-3-86153-390-0
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Titel: Geschenkte Kolonien
Untertitel: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft
Autor: Helmut Strizek
Reihe: Schlaglichter der Kolonialgeschichte Band 4
Ch. Links Verlag
Berlin, 2006
ISBN 9783861533900 / ISBN 978-3-86153-390-0
Broschur, 16 x 23 cm, 224 Seiten, 82 Abbildungen

Zustand:

Sehr gut. Geringste Gebrauchsspuren.

Beschreibung: Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft

Ruanda und Burundi sind ein kolonialgeschichtlicher Sonderfall. Sie fielen dem Deutschen Reich im Zuge der Aufteilung Afrikas in europäische Einflussgebiete auf der »Kongo-Konferenz« 1884/85 zu. Anders als in den übrigen Teilen Deutsch-Ostafrikas blieben die Bewohner des Hochplateaus zunächst von der deutschen Kolonialherrschaft unberührt. Erst 1898 wurde ein deutscher Militärposten in Ruanda errichtet. Im Unterschied zu ihren anderen Kolonien setzten die Deutschen hier auf Kooperation und etablierten ein Residentursystem zur Ausübung einer »indirekten Herrschaft«. Das Buch beschreibt die Kolonialherrschaft von den Anfängen bis zum Rückzug der Deutschen 1916. Abgerundet wird die Darstellung durch einen Essay, der einen Bogen schlägt über die belgischen Mandatsjahre, die UN-Treuhandverwaltung bis zur Gründung selbständiger Staaten. Diskutiert wird auch die steile These, inwieweit der rein innerafrikanische Völkermord von 1994 den Nachwirkungen der deutschen Kolonialpolitik, die bis 1916 währte, zugeschrieben werden kann.

Inhalt: Geschenkte Kolonien. Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft

Zur Einführung

Ein Kontinent wird aufgeteilt
Auf dem Weg zur Berliner »Kongo-Konferenz« 1884/85
Das Entstehen der Kolonie Deutsch-Ostafrika
Exkurs: Über koloniale Motive

Die »geschenkten« Königreiche Ruanda und Urundi
Gemeinsamkeiten der beiden »Tutsi-Königreiche«
Exkurs: Die »Hamiten-Theorie« heute
Ruanda, das »Land der tausend Hügel«
Exkurs: Ein Tag im Leben des Königs
Das Land der Barundi

»Öffnung« einer verschlossenen Welt
Graf Götzen »entdeckt« Ruanda
Exkurs: Götzens Reise aus der Sicht des Suaheli Rashid
Exkurs: Gustav Adolf Graf von Götzen (1866-1910)
Die Deutschen zeigen Flagge
Exkurs: Richard Kandt (1867-1918)
Etablierung einer Militärverwaltung
Exkurs: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg (1873-1969)
Exkurs: Jan Czekanowski (1882-1965)

Unter »indirekter Herrschaft«
Prinzipien des Residentursystems
Kooperation mit dem König in Ruanda
Exkurs: Leben mit den »Abadage«, den »Tag-Sagern«
»Teile und herrsche« in Urundi
Exkurs: Hans Meyer (1858-1929)

Missionierung und Kolonialverwaltung
Ruanda »unverzüglich in Beschlag nehmen«
Exkurs: Bischof Jean-Joseph Hirth (1854-1931)
»Eine gute Saat« in Urundi
Exkurs: Bischof Francois Gerboin (1847-1912)
Die Protestanten als »zweite Sieger«
Bleibender Einfluss der Missionierung

Das Ende deutscher Kolonialträume
Bleibt Deutsch-Ostafrika neutral?
Ruanda und Urundi im Weltkrieg

Ruanda und Urundi nach »deutscher Zeit« - Ein Essay
Unter belgischem Völkerbundmandat (1924-1945)
UNO-Treuhandschaft und Jahre des Umbruchs (1947-1957)
»Jahre der Wirren« bis zur Staatengründung (1957-1962)
Krisen und Dramen seit der Unabhängigkeit (1962-2005)
Vom Kaiser zum Chaos - Ein unvermeidlicher Weg?