Die polyzentrische Infrastruktur Namibias

Die polyzentrische Infrastruktur Namibias. Entstehung und Entwicklung in der deutschen Periode 1884 bis 1914/15.
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Titel: Die polyzentrische Infrastruktur Namibias
Untertitel: Entstehung und Entwicklung in der deutschen Periode 1884 bis 1914/15
Autor: Uwe Ulrich Jäschke
Reihe: Dresdener Kartographische Schriften, ISSN 1436-0004
Herausgeber: Uwe Ulrich Jäschke; Andreas Kowanda; Martina Müller; Ivan Panajotov
Selbstverlag des Fachbereiches Vermessungswesen/Kartographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH)
Dresden, 2002
Broschur, 24 x 29 cm, 255 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten

Über: Die polyzentrische Infrastruktur Namibias

Am 21. März 1990 wurde das ehemalige Deutsch-Südwestafrika, das bis zu diesem Zeitpunkt unter der Verwaltung der Republik Südafrika stand, als Republik Namibia unabhängig. Die Startchancen für den neuen Staat waren günstig, da er über eine ausgebaute Infrastruktur, ein funktionierendes Wirtschaftssystem und eine für Afrika vorbildliche Verfassung verfügte. Doch Namibia ist nicht so homogen, wie es sich dem Touristen oder dem Kurzzeitbesucher zeigt. Tatsächlich liegen in Namibia Strukturen der Ersten und Dritten Welt dicht nebeneinander. Moderne Kommunikationsgesellschaft und Analphabetentum, Wolkenkratzer und Windschirm sowie kommerzielle Farmwirtschaft und Subsistenzlandwirtschaft prägen noch heute den Alltag in Namibia. Unter gesamtwirtschaftlichen Aspekten kann der Faktor „gut entwickelte“ Infrastruktur schnell zur schwerwiegenden Belastung des Staatshaushaltes werden, da die Staatseinnahmen aus dieser Infrastruktur nicht ausreichen, um diese Infrastruktur zu erhalten. Diese Übersicht über die aktuelle Situation Namibias zeigt, daß koloniale Raummuster, die vor mehr als 100 Jahren entstanden sind, sich bis heute auf die sozioökonomischen Strukturen dieser ehemals deutschen Kolonie auswirken.

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Uwe Jäschke: Die polyzentrische Infrastruktur Namibias. Entstehung und Entwicklung in der deutschen Periode 1884 bis 1914/15

Inhalt: Die polyzentrische Infrastruktur Namibias

1 Zur Problemstellung
1.1 Aufgabenstellung
1.1.1 Gesetzmäßigkeiten großräumiger Kolonisation
1.1.2 Die Entstehung kolonialer Siedlungsnetze in Schwarzafrika
1.1.3 Deutsch-Südwestafrika als Sonderfall europäischer Kolonisation
1.2 Material- und Quellengrundlagen
1.3 Fragestellungen und Methoden
1.3.1 Zeitschnitte
1.3.2 Die Bewertung zentraler Orte in der Kolonialzeit
1.3.3 Kriterienkatalog zur Funktionsbestimmung
1.3.4 Funktion und Größe der Siedlungen
1.4 Zur Schreibweise der Ortsnamen
2 Das Naturraumpotential als limitierender Faktor der Raumerschließung
2.1 Der Naturraum
2.1.1 Die Küstenabdachung
2.1.2 Randhochland oder Randschwellenbereich
2.1.3 Zentrales Aufschüttungsbecken oder Zentraler Beckenbereich
2.2 Die klimatischen Verhältnisse
3 Ansätze zentralörtlicher Strukturen in der vorkolonialen Periode
3.1 Erkundung und Erforschung bis 1800
3.2 Die Zeit der Missionare -1805 bis 1884
3.2.1 Jäger
3.2.2 Forschungsreisende
3.2.3 Prospektoren und Bergleute
3.2.4 Missionsgesellschaften
3.2.5 Händler und Farmer
3.2.6 Administrative Strukturen
3.3 Die Situation um 1880
4 Die Entstehung eines kolonialen Organisationsraumes -1882-1894
4.1 Privatwirtschaftliche Raumerschließung als koloniales Konzept
4.1.1 Das Kolonialkonzept Bismarcks
4.1.2 Die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika
4.2 Erste Ansätze staatücher Raumerschließung
4.3 Die militärische Durchsetzung des deutschen Herrschaftsanspruchs
4.3.1 Das Schutzgebietsgesetz
4.3.2 Die zentrale Kolonialverwaltung
4.4 Der Beginn der militärischen Raumsicherung
4.5 Die inneren und äußeren Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Schutzgebietes Ende 1890
4.5.1 Das Deutsch-Englische Abkommen von 1890 und seine Folgen
4.5.2 Neue Rahmenbedingungen für die private Raumentwicklung
4.5.3 Der Einfluß der Konzessionsgesellschaften auf die Landesentwicklung
4.6 Südwestafrika wird Siedlerkolonie
4.7 Curt von Francois und die Landesentwicklung
4.8 Raumrelevante Ergebnisse der Periode 1884 bis 1894
4.8.1 Die Bevölkerungsentwicklung
4.8.2 Justizverwaltung
4.8.3 Aufbau und Sicherung von Infrastruktur
4.8.4 Verteilung örtlicher Zentrahtät
5. Konzeption und Entwicklung einer dezentralen Verwaltung:
Die Periode Theodor Leutwein 1894 bis 1904

5.1 Konzepte zur Sicherung des Schutzgebiete
5.1.1 Durchsetzung der Schutzgewalt im Namaland
5.1.2 Durchsetzung der Schutzgewalt im Damaraland
5.1.3 Das Ende des Witbooi-Kriege
5.1.4 Der Wert der Schutzverträge
5.2 Aufbau einer Militär- und Zivilverwaltung
5.2.1 Die Entwicklung der Gebietsgliederung bis 1915
5.2.2 Bereinigung strittiger Grenzfragen und Sicherung des Landesfriedens
5.2.3 Landbesitz und zentrale Funktionen 1896
5.3 Ausbau der Verkehrsinfrastruktur als Folge der Rinderpest
5.4 Private und staatliche Ansiedlung im Schutzgebiet
5.4.1 Verkauf von Privatland an Ansiedler durch Stammesgemeinschaften
5.4.2 Reservate zur wirtschaftlichen Absicherung der Stammesverbände
5.4.3 Ansiedlung auf Gesellschaftsland
5.4.4 Farmen auf Kronland
5.4.5 Maßnahmen zur Förderung der Ansiedlung
5.5 Maßnahmen zur wirtschaftlichen Förderung des Schutzgebietes
5.5.1 Maßnahmen zur Wassererschließung
5.5.2 Förderung der landwirtschaftlichen Produktion
5.6 Der Entwicklungsstand des Schutzgebietes vor dem Aufstand
5.6.1 Die Bevölkerungsentwicklung
5.6.2 Entwicklung des städtischen Systems
6 Die Zeit der Aufstände -1904 bis 1906
6.1 Der Feldzug gegen die Herero
6.2 Der Hottentottenkrieg
6.3 Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
6.3.1 Der Ausbau von Häfen im Schutzgebiet
6.3.2 Eisenbahn
6.3.3 Telekommunikation
6.4 Medizinische Versorgung im Schutzgebiet
6.5 Schulen und Schulpflicht
6.6 Stand der Infrastruktur am Ende der Aufstände
6.6.1 Bevölkerungsentwicklung
6.6.2 Auswirkung der Aufstände auf die Siedlungsstruktur
7. Wiederaufbau und Konsolidierung - Die Jahre 1906 bis 1914
7.1 Das Aufstandsende und die Folgen für die Landesentwicklung
7.1.1 Die koloniale Entwicklung Deutschlands nach 1900
7.1.2 Wirtschaftliche und militärische Lage in Deutsch-Südwestafrika am Ende der Aufstände
7.2 Der Siedlungsplan
7.2.1 Der Fragebogen zum Siedlungsplan und seine Ergebnisse
7.2.2 Aufgaben der Bezirks- und Distriktsamtmänner
7.3 Die Reichskommission für Landgesellschaften
7.4 Gouverneur von Schuckmann 1907-1910
7.4.1 Die Polizeizone - Beschränkung auf das Machbare
7.4.2 Diamantenfunde im Südwesten des Schutzgebietes
7.5 Die Selbstverwaltung in Deutsch-Südwestafrika ab 1909
7.5.1 Die Entwicklung der Selbstverwaltung
7.5.2 Die Ausgestaltung der Selbstverwaltung
7.5.3 Effekte für die Entwicklung des Schutzgebietes
7.6 Gouverneur Seitz 1910-1915
7.7 Deutsch-Südwestafrika am Ende der deutschen Periode
7.7.1 Bevölkerungsentwicklung
7.7.2 Siedlungsstruktur
8. Zusammenfassung
8.1 Ausgangssituation
8.2 Phase 1:1882-1894
8.3 Phase 2:1894-1904
8.4 Phase 3:1904-1906
8.5 Phase 4:1906-1914
8.6 Schlußbetrachtung
Anmerkungen
Literaturverzeichnis
Register
Lebenslauf

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