Die deutschen Pfadfinder in Südwestafrika von Ihren Anfängen bis zum Jahre 1939

Die deutschen Pfadfinder in Südwestafrika von Ihren Anfängen 1920/21 bis zum Jahre 1939.
Schünemann, Helmuth
05-0526
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Titel: Die deutschen Pfadfinder in Südwestafrika
Untertitel: Von Ihren Anfängen bis zum Jahre 1939
Autoren:
Helmuth Schünemann, Rudolf Heck, Berthold Gladis, Gerd Zingel, Willi Ahrens, Hermann Hoffmann, Gerd Zingel, H. Herrle, L. Blödorn, Erwin Tworeck, F. E. Möhring, Christine Samhoff (Syvertsen), Herbert Six, Heinrich Hesch, Elfriede Meewes, Eduard Storm, R. Kratz, H. Schönau, Franz Stutzer, Ernst Hoffmann, Heinz Klein-Werner (1912-1981), G. Kronsbein, R. Gärtner, Ursula Schenk, Dr. Paul van der Merwe, W. Dolinscheck, I. Diener, Max v. Dewitz, G. Piquardt, Robert Strunck, Gertrud Finke, Adolf Finke, Otto Lindhorst, Horst Holtz, R. Schäfer
Herausgegeben in Gemeinschaftsarbeit ehemaliger Pfadfinder und Pfadfinderinnen
Selbstverlag
Windhoek, Südwestafrika 1987
Originalbroschur, 17 x 24 cm, 166 Seiten, zahlreiche sw-Fotos

Zustand:

Gut. Geringste Gebrauchsspuren.
Selten.

Über: Die deutschen Pfadfinder in Südwestafrika

Den Bestimmungen des Versailler Vertrags entsprechend wurde 1919 fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung aus Südwestafrika nach Deutschland repatriiert. Die Zurückbleibenden galten als Ausländer und mußten sich mit der südafrikanischen Obrigkeit einrichten, aus sprachlichen Gründen Ursache mancher Mißverständnisse. Empfindlich getroffen durch die Umstellung des Schulwesens auf südafrikanische Bedingungen wurde die junge Schülergeneration der Jahre 1920/21. Die deutschstämmige Bevölkerung sammelte sich in einem vielfältigen Vereinsleben unter dem „Deutschen Bund" als Dachorganisation.

Die deutschen Jugendlichen Südwestafrikas fand in den örtlichen Turnvereinen ein Feld für ihren Betätigungsdrang. Die Werbung der Boy Scouts bei deutsch- und afrikaanssprechenden Jugendlichen fand aus Sprachgründen nicht den erstrebten Anklang. Als aber in den zwanziger Jahren die Gedanken der Jugendbewegung in Deutschland Allgemeingut wurden, fielen sie auch in Südwestafrika auf fruchtbaren Boden. Was dem deutschen Wandervogel Sehnsucht blieb, ein weites Land für seine Fahrten, Naturnähe und die Einfachkeit ländlichen Lebens, das war für viele Südwester Kinder tägliche Erfahrung.

Und überdies: ein neuer Stil jugendlichen Gemeinschaftslebens (mit seinen Wanderungen, Nachtmärschen, mit großer Fahrt und Lagerfeuer, Liedern und Heimabenden) erschloß ein Aufgabenfeld, das den Jugendlichen begeistern und seinem Leben, das sich in Schüler- oder Lehrlingsdasein nicht erschöpfte, einen Sinn geben konnte. Dieses war die Ausgangslage, die in Südwestafrika zur Gründung deutscher Pfadfindergruppen führte. Wie es im einzelnen verlief, zeigen die Berichte ihrer Gründer: Dr. Helmuth Schünemann für die Windhoeker, H. Hoffmann für die Swakopmunder Gruppe.

Die deutschen Pfadfinder waren von der Gründung her eine patriotische Jugendbewegung. Sie lebten aus deutsch-südwester Tradition und fühlten sich sowohl Südwestafrika als auch dem Lande ihrer Abstammung verpflichtet. Das Leben in der Zerstreuung bei zunehmender südafrikanischer Einwanderung führte sie zu bewußtem Festhalten ihrer Eigenart. Dieses alles hinderte die Pfadfinder keineswegs, sich mit den Boy Scouts und der Voortrekkerbewegung bei festlichen und sportlichen Gelegenheiten zusammenzufinden und, wie ihre englischen und afrikaansen Kameraden, mit Abordnungen an südafrikanischen Gedenktagen teilzunehmen.

Inhalt: Die deutschen Pfadfinder in Südwestafrika

Vorwort
Übersicht
Zeittafel
Horste
Windhoek
Swakopmund
Lüderitzbucht
Kolmannskuppe
Tsumeb
Grootfontein
Okahandja
Omaruru
Kalkfeld
Otjiwarongo
Gobabis
Keetmanshoop
Fahrten in Südwest
Großfahrten
Lager
Zeitschrift „Der Pfadfinder"
Zeitgeschichte
(gekürzt aus Rolf Kock: „Erinnerungen an die Internierungszeit")
Anhang
Gesetze und Verordnungen