Karl Henning Konrad von Burgsdorff

Karl Henning Konrad von Burgsdorff war Schutztruppenoffizier und war Kaiserlicher Bezirksamtmann von Gibeon in Deutsch-Südwestafrika.

Karl Henning Konrad von Burgsdorff war Schutztruppenoffizier und war Kaiserlicher Bezirksamtmann von Gibeon in Deutsch-Südwestafrika.

Karl Henning Konrad von Burgsdorff mit einer Gruppe von Nama, links von ihm Hendrik Witbooi.

Karl Henning Konrad von Burgsdorff mit einer Gruppe von Nama, links von ihm Hendrik Witbooi.

Karl Henning Konrad von Burgsdorff war Schutztruppenoffizier und war Kaiserlicher Bezirksamtmann von Gibeon in Deutsch-Südwestafrika.

Karl Henning Konrad von Burgsdorff wurde am 19.02.1867 in Demmin als Sohn von Hedwig Johanna Henriette (geb. 13.06.1835 in Hohenjesar, gest. in Frankfurt an der Oder am 21.02.1888) und dem Ulanen-Rittmeister Karl Ehrenreich Antonin Wilhelm von Burgsdorff (geb. in Rogzow 11.06.1824, gest. in Leipzig 07.05.1880). Er wurde im Königlich Preußischen Kadettenkorps erzogen und ausgebildet, trat 1886 als Lieutenant im 3. Garde-Regiment zu Fuss ein und avancierte dort im Jahr 1891 zum Adjutanten des 1. Bataillons. 1893 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Jahr 1894 meldete er sich zu der neugebildeten Kaiserlichen Schutztruppe, wurde mit dem Woermann-Dampfer Lulu Bohlen nach Deutsch-Südwestafrika verschifft und betrat am 16.07.1894 Swakopmund. Er gehörte zu einem Kontingent von Schutztrupplern, die der damalige Gouverneur Theodor Leutwein zur Verstärkung seiner bereits im Lande befindlichen Einheiten und zur Bekämpfung von Hendrik Witbooi benötigte. Noch im selben Jahr nahm von Burgsdorff an den Gefechten in der Naukluft teil und war militärischer Leiter der Station Gibeon. Nach Beendigung der Kämpfe lernte Karl Henning Konrad von Burgsdorff seinen militärischen Gegner Hendrik Witbooi kennen und schätzen. Ihre beiderseitige Achtung und Sympathie führte in den Folgejahren zu einer weitbeachteten Männerfreundschaft. Im Jahr 1896 schied er pro forma aus der Schutztruppe aus um in der Zivilverwaltung des Schutzgebietes das Amt des Bezirksamtmanns des Städtchens Gibeon zu übernehmen, das unter seiner Verwaltung aufblühte.

Am 15.06.1896 heiratete er Martha (Malta) Beathe Luise, geschiedene Andrée, geborene von Dallwitz (geb. am 01.01.1860 in  Alt-Görzig, Bezirk Posen) in Walfish Bay. Als die Nama unter der Führung von Hendrik Witbooi im Jahr 1904 den Frieden mit den Deutschen brachen und mit einem Brief den Krieg erklärten, reiste Karl Henning Konrad von Burgsdorff zu seinem Freund Hendrik Witbooi nach Marienthal, um ihn von Feindseligkeiten abzuhalten. Es ist überliefert, daß er, gefragt, ob er nicht die Kriegserklärung per Brief erhalten habe, dieses bejahte und daraufhin von dem Nama Salomon Zaal hinterrücks erschossen wurde.

Die Umstände seines Todes am 04.10.1904 sind allerdings nicht vollständig belegt und seine ausgetrocknete Leiche wurde erst ein Jahr später aus einer Felsspalte geborgen, beerdigt, später ins Deutsche Reich überführt und am 02.06.1906 in Hohenjesar, dem Stammsitz derer von Burgsdorff, nördlich von Frankfurt an der Oder, ein letztes Mal bestattet. Er bekam folgende Orden verliehen: den Königlichen Kronenorden 4. Klasse mit Schwertern, den Roter Adlerorden 4. Klasse mit Schwertern und die Königlich Preußische Rettungsmedaille am Bande. Sein Neffe Alhard von Burgsdorf (18.08.1980 - 1960) schrieb, nach Auswertungen der Befragung der Witwe und von Zeitzeugen, eine Biographie, die erstmals 1982 erschien.

Literatur:


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