Johannes 'Hans' Hasenkamp

Oberkonsistorialrat Johannes 'Hans' Hasenkamp (1878-1964) war bis 1920 als Pfarrer der Rheinischen Mission in Swakopmund, Südwestafrika, tätig.

Oberkonsistorialrat Johannes 'Hans' Hasenkamp (1878-1964) war bis 1920 als Pfarrer der Rheinischen Mission in Swakopmund, Südwestafrika, tätig.

Oberkonsistorialrat Johannes 'Hans' Hasenkamp (1878-1964) war bis 1920 als Pfarrer der Rheinischen Mission in Swakopmund, Südwestafrika, tätig.

Die folgende Lebensbeschreibung von Johannes 'Hans' Hasenkamp ist noch weitgehend unvollständig. Über Hinweise auf Quellen und Bilder würden wir uns sehr freuen. Sein Familienname taucht häufig mit dem Vornamen 'Hans' auf. Johannes 'Hans' Hasenkamp, Jahrgang 1878, entstammte einem angesehenem Duisburger Geschlecht evangelischer Geistlicher und war 1910 als Pfarrer der Rheinischen Mission in Swakopmund, Deutsch-Südwestafrika, eingesetzt. Er war 1910 bei der Grundsteinlegung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Swakopmund zugegen und weihte diese am 07.01.1912, in Anwesenheit des Gouverneur Seitz und hochrangiger Kirchenvertreter, ein. Seit 1911 gab er das Evangelische Gemeindeblatt für Deutsch-Südwestafrika heraus. Ähnlich wie Dr. Heinrich Vedder, setzte sich Hans Hasenkamp für die Schaffung einer eigenen Landeskirche in Südwestafrika ein, als er die schädliche Wechselwirkung zwischen den realitätsfernen Erwartungen des Mutterhauses in Barmen und der erlebten Wirklichkeit auf Gemeindeebenen in Südwestafrika beobachtete. In Aufsätzen beklagte er soziale Mißstände in der Situation illegitimer Mischlingskindern, die keine amtliche Anerkennung als Deutsche erhielten. Als Folge der Machtübernahme der Südafrikaner wurde er am 01.09.1920 als 'feindlicher Ausländer' des Landes verwiesen und kehrte nach Deutschland zurück, wo er von 1920 bis 1932 Pfarrer im Duisburger Stadtteil Neudorf war und an der Adresse Neudorfer Markt 20 wohnte. Diese Kirche und das Pfarrhaus wurden im Zweiten Weltkrieg zertstört, dabei auch ein Teil seiner Bibliothek und des Familienarchivs. 1933 wohnte er in der Kaiser-Friedrich-Str. 68 in Koblenz und bekleidete den Rang eines Konsistorialrats. Am Ende seiner beruflichen Laufbahn war Johannes 'Hans' Hasenkamp ein Oberkonsistorialrat in Koblenz. Im Jahr 1964 verstarb der Geistliche an derzeit unbekanntem Ort. Seine Büchersammlung und sein Nachlaß, der nach dem Verlust des Familienarchivs der Hasenkamp durch ihn neu aufgebaut wurde, enthält Schriften seiner Vorfahren Christoph Hermann Gottfried Hasenkamp, Johann Gerhard Hasenkamp, Johann Heinrich Hasenkamp und Friedrich Arnold Hasenkamp) und befinden sich derzeit im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland.


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