17.10.2016

Otjikondo, Namibia

Die Farm Otjikondo liegt 80 km nordwestlich des zentralen Ort Outjo an der Straße Outjo-Kamanjab auf der Hochebene von Namibia.

Die Farm Otjikondo liegt 80 km nordwestlich des zentralen Ort Outjo an der Straße Outjo-Kamanjab auf der Hochebene von Namibia.

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Otjikondo, dessen Name aus dem Otjiherero stammt und eine besondere örtliche Bodenfärbung mit dem von Rindern vergleicht, hat historische Wurzeln als Weidegebiet der Herero. Tatsächlich fällt auch heute in der umgebenden semiariden Savannenlandschaft auf, daß die Oberflächenfarbe zwischen Rot, Grauweiß und Schwarz wechselt, was auf die Verwitterung von anstehendem Granit und Kalkstein sowie durch Verfrachtung durch Wind und Wasser zurückzuführen ist. In einer auf Otjikondo befindlichen Pfanne fand sich früher eine zuverlässige offene Wasserstelle, die, neben den Herero, auch europäische Siedler anzog. Am 03.03.1902 übereignete das Kaiserliche Gouvernement den deutschen Farmern Karl Schweickhard und Jan Müller 2500 Hektar aus der südlichen Hälfte des bis dato unbewohnten historischen Platzes Otjikondo, der zu Regierungsland erklärt worden war. Bereits im Jahr darauf ging die Farm in den Besitz von Philipp von Schirp über, der sie noch im gleichen Jahr auf 5000 ha und im Jahr 1906 auf 7500 ha vergrößerte. 1903 bis 1907 war Gebhard von Trotha der Eigentümer der Farm, die danach als Standort einer Polizei- und Poststation und danach wiederum als Farm gekauft und bewirtschaftet und mehrfach wieder verkauft wurde. 1989 verkauften die damaligen Besitzer Otjikondo an Reiner Josef Stommel, einen ehemaligen katholischen Missionar, der bereits die Nachbarfarmen Sharon und Oenitzaub besaß. Zusammen mit seiner Frau Gillian Stommel verwirktlichte er auf dem Gelände von Otjikondo einen langgehegten Wunsch und baute eine Farmschule für Kinder der Umgebung auf. Die sehr erfolgreiche Schule wurde unter dem Farmnamen Otjikondo bekannt und steht unter der Verwaltung der Otjikondo-Schuldorf-Stiftung (OSDF). Auf Otjikondo stehen heute eine Kirche, Schulgebäude, Unterkünfte für Schüler und Lehrer und Sporteinrichtungen die teils Neubauten teils Umbauten der historischen Gebäude dort sind. Der Farmbetrieb dient der Versorgung der bis zu 240 Kinder und ihrer Lehrer und Betreuer.

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