O. H. Volk

Professor Dr. Otto Heinrich Volk (1903-2000) war ein deutscher Botaniker.

Professor Dr. Otto Heinrich Volk (1903-2000) war ein deutscher Botaniker.

Professor Dr. Otto Heinrich Volk (1903-2000) war ein deutscher Botaniker.

O. H. Volk wurde am 06.12.1903 in Richen bei Heidelberg geboren. Er besuchte die Schule in Heilbronn, wo er 1923 das Abitur ablegte. Nach dem Militärdienst studierte er Naturwissenschaften an den Universitäten zu München, Wien und Heidelberg, wo er unter Prof. L. Joost und Prof. Heinrich Walter zum Dr. phil. nat. promovierte. Im Jahr 1930 wurde er Assistent von Prof. H. Burgeff an der Universität zu Würzburg, habilitierte dort 1936 und wurde als Dozent angestellt. 1937 begleitete Dr. O. H. Volk Professor Dr. Heinrich Walter auf eine Forschungsreise nach Südwestafrika, wo er unter anderem mit der pharmazeutischen Erforschung der Teufelskralle befaßt war. Während Heinrich Walter 1938 nach Deutschland zurückkehrte, setzte Volk seine Studien dort fort und wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges interniert und bis 1945 im südafrikanischen Lager Andalusia gefangengehalten. Dort gab er interessierten deutschen Mitgefangenen Unterricht in Pflanzenkunde, unter denen Willi Giess und Rudolf Strey, die später angesehene Botaniker in Südwestafrika werden sollten, sowie H. Kinges, später Biologie-Professor in Worms, und H.-J. Wiss, späterer Präsident der S.W.A. Wissenschaftlichen Gesellschaft und botanischer Autor des Journals der Gesellschaft, waren. Nach dem Krieg kehrte Otto Heinrich Volk nach Würzburg zurück, wo er 1949 den Lehrstuhl für Botanik erhielt. Von 1950 bis 1953 lehrte er als Gastprofessor Botanik der Universität Kabul in Afghanistan, wo er umfangreiche Sammlungen anlegte. Zurück in Würzburg hielt er den Lehrstuhl für Pharmakognosie, war Sprecher des Fachbereichs Biologie und stand von 1957 bis 1963 dem Akademischen Auslandsamt vor. O. H. Volk unternahm nach seiner ersten Südwestafrikareise sieben weitere in den Jahren 1956, 1963, 1968, 1972, 1981, 1984 und 1985 zur Durchführung pflanzensoziologischer, ökologischer und ethnobotanischer Untersuchungen und war korrespondierendes Mitglied der S.W.A. Wissenschaftlichen Gesellschaft. Obwohl seit 1972 emeritiert, führten ihn weitere Reisen in den frühen 1970er Jahren nach Süd- und Mittelamerika sowie nach Australien (1979). Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau, Irene Rubrow (1908-1997), mit der er seit 1950 verheiratet war, lebte Professor Dr. O. H. Volk in einem Seniorenheim in Lichtenstein-Honau bei Tübingen, wo er am 28.01.2000 verstarb. Er hinterließ zwei Töchter aus seiner ersten Ehe mit der Textilgestalterin und Unternehmerin Rosa Carola Sophie von Zwerger (1903-1985). Nach dem Botaniker, der zahlreiche wissenschaftliche Bücher und Beiträge geschrieben und im südlichen Afrika über 6.000 Proben gesammelt hat, wurde eine Pflanzengattung und mehrere Spezies benannt, darunter eine Namib-Flechte, die Caloplaca volkii. Mit Heinrich Walter schuf Otto Heinrich Volk die Voraussetzungen für das Standardwerk "Prodromus einer Flora von Südwestafrika" von Karl Suessenguth (1893-1955) und Hermann Merxmüller.


Volk, O. H. im Namibiana-Buchangebot

Grundlagen der Weidewirtschaft in Südwestafrika

Grundlagen der Weidewirtschaft in Südwestafrika

Grundlagen der Weidewirtschaft in Südwestafrika und Bestimmungsschlüssel für die südwestafrikanischen Grasgattungen.