Maria Karow

Die Autorin Maria Karow lebte von 1905 bis 1909 bei Okambahe, Deutsch-Südwestafrika.

Die Autorin Maria Karow lebte von 1905 bis 1909 bei Okambahe, Deutsch-Südwestafrika.

Die Autorin Maria Karow lebte von 1905 bis 1909 bei Okambahe, Deutsch-Südwestafrika.

Maria Karow, Jahrgang 1879, war eine aus dem pommerschen Siedkow im Kreis Belgard stammende Pastorentochter. Sie absolvierte eine Hauswirtschaftsausbildung in einem Mädchenpensionat in Stolpe. Nach dem Ende des Herero- und Namaaufstands im Jahr 1905, reiste sie nach Deutsch-Südwestafrika, wo ihre Schwester in die Familie Mercker eingeheiratet hatte und auf ihrer von marodierenden Aufständischen verwüsteten Farm bei Okombahe, neu aufbaute. Maria Karow sollte bis 1909 bleiben, sich mit Hingabe den Aufgaben im Haushalt, Gartenbau und bei der Unterrichtung ihres Neffen Friedel Mercker widmen und hochmotiviert und voller Leidenschaft für Südwestafrika nach Deutschland zurückkehren. Mit großem Eifer widmete sie sich dort der Öffentlichkeitsarbeit und hielt in den nächsten drei Jahren, als Mitglied des Kolonialen Frauenbundes und Mitarbeiterin der Zeitschrift Kolonie und Heimat, über 150 öffentliche Lichtbildervorträge zur Förderung des kolonialen Gedanken in der Bevölkerung. Tatsächlich führten ihre Vorträge in etlichen Veranstaltungsorten zu neuen Ortsvereinen des Kolonialen Frauenbundes. 1909 erschien ihr Buch Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege. Ein gesellschaftlicher Höhepunkt ihres Wirkens war die Einladung von Kaiser Wilhelm II., ihm und der Hofgesellschaft über ihre Zeit in Deutsch-Südwestafrika zu berichten. 1912 wurde Maria Karow mit der Leitung eines pädagogischen Instituts in Herchen an der Sieg beauftragt, in den Jahren von 1916 bis 1925 war sie als Bankbeamtin in Berlin tätig und führte nach 1925 für kurze Zeit die Haushaltschule Charlottenstift in Braubach am Rhein. Spätes Glück fand Maria Karow mit dem Oberlehrer Walter Trapp, den sie um 1927 heirate und mit dem sie in der bei Potsdam gelegenen Ortschaft Rehbrücke lebte. Maria Karow verstarb im Jahr 1949 in Berlin.

Literatur von Maria Karow:

  • Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege (Berlin, 1909)

Karow, Maria im Namibiana-Buchangebot

Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege

Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege

Vielfältige und ergiebige Beschreibung des Farmalltags in Deutsch-Südwestafrika: Wo sonst der Fuß des Kriegers trat. Farmerleben in Südwest nach dem Kriege.