Karl Angebauer

Karl Angebauer war ein deutscher Schutztruppler, Farmer und Schriftsteller.

Karl Angebauer war ein deutscher Schutztruppler, Farmer und Schriftsteller.

Karl Angebauer (1882-1952) war ein deutscher Schutztruppler, Farmer und Schriftsteller.

Karl Angebauer wurde im Jahr 1882 in dem bei Schwerin gelegenen Dorf Warsow geboren. Bereits in seiner Schul- und Lehrzeit zum Maschinenschlosser war er ein afrikabegeisteter Leser und folgte 1904, während seiner militärischen Dienstzeit als Dragoner, einem Aufruf des Reichsmarineamts, sich freiwillig zur Bekämpfung des Hereroaufstandes nach Deutsch-Südwestafrika zu melden. Karl Angebauer wurde angenommen und nahm unter Major von der Heyde am Marsch der Marineinfanterie von der Küste bis zum Waterberg und an den Gefechten dort, bis zum Abzug der Herero, teil. Noch weitere zwei Jahre wurde er mit der Kaiserlichen Schutztruppe in weiteren Landesteilen eingesetzt und dann, 1906 oder 1907, entlassen. Als nächstes erlernte Karl Angebauer als Helfer eines Farmers in der Nähe von Grootfontein, alles Nötige um selbst eine Farm zu betreiben und erwarb die Farm Chudib am Omuramba-Ovambo. Trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge aller Art hielt er sich dort, geriet aber immer wieder mit der Polizei und der Verwaltung wegen von ihm begangener Gesetzes- und Vorschriftenübertretungen in Konflikt und entwickelte in Folge einen ausgeprägten Behördenhaß, der in seinen späteren Büchern stets mitschwingen sollte und ihn bewog, seine Farm zu verkaufen und frei und ungebunden als Wanderhändler und Jäger den Norden des Landes zu durchziehen. Er war mit Wilhem Mattenklodt und Georg Voswinckel bekannt. Ein Regierungsreferent, vermutlich Hauptmann a.D. Streitwolf, vermittelte ihm Farmland bei Kuringkuru, das gegenüber dem portugiesischen Grenzfort Kuangar lag. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Karl Angebauer unverzüglich zur Kaiserlichen Schutztruppe. Nach der Machtübernahme der Südafrikaner in Südwestafrika, durfte er nicht auf sein Land zurückkehren und farmte daher auf der Pachtfarm Steinau im Bezirk Grootfontein. Mit Viehzucht und Jagen etablierte er sich allmählich, als ihn im Juni 1919 die südafrikanische Verwaltung, wie Tausende andere auch, des Landes verwies. Karl Angebauer baute sich eine Existenz in Berlin auf, heiratete dort und entdeckte das Schreiben. 1927 erschien sein erstes Buch Ovambo. 15 Jahre unter Kaffern, Buschleuten und Bezirksamtmännern, denen weitere über seine Zeit und Erlebnisse in Südwestafrika folgten und bis weit in die 1930er erfolgreich waren. Mit seiner Frau lebte Karl Angebauer bis zu seinem Tod Ende August 1952 in Berlin-Friedenau.


Angebauer, Karl im Namibiana-Buchangebot

Buschtrecker

Buschtrecker

In seinen Erinnerungen 'Buschtrecker' erzählt Karl Angebauer spannende Episoden aus fünfzehn Jahre in Südwestafrika.

Kameraden in Südwest

Kameraden in Südwest

Kameraden in Südwest ist eine Erzählung auf Grundlage der Erlebnisse des Autors in Deutsch-Südwestafrika.

Die Farmer von Otjivanda

Die Farmer von Otjivanda

In dem Buch Die Farmer von Otjivanda sind zahlreiche vom Autoren in Südwestafrika erlebte Ereignisse und Abenteuer beschrieben.

Ovambo. 15 Jahre unter Kaffern, Buschleuten und Bezirksamtmännern

Ovambo. 15 Jahre unter Kaffern, Buschleuten und Bezirksamtmännern

Ovambo. 15 Jahre unter Kaffern, Buschleuten und Bezirksamtmännern ist ein beliebter Klassiker mit interessanten und humorvollen Erinnerungen aus der deutschen Zeit Südwestafrikas.