Friedrich Welwitsch

Dr. Friedrich Martin Josef Welwitsch (1806-1872) war ein österreichischer Pflanzengeograph, Botaniker und Entdecker der nach ihm benannten welwitschia mirabilis in Angola.

Dr. Friedrich Martin Josef Welwitsch (1806-1872) war ein österreichischer Pflanzengeograph, Botaniker und Entdecker der nach ihm benannten welwitschia mirabilis in Angola.

Dr. Friedrich Martin Josef Welwitsch (1806-1872) war ein österreichischer Pflanzengeograph, Botaniker und Entdecker der nach ihm benannten welwitschia mirabilis in Angola.

Friedrich Welwitsch wurde am 05.02.1806 in Maria Saal in Kärnten geboren. Er besuchte dort die Volksschule und das Gymnasium in Klagenfurt. In Wien studierte Welwitsch Medizin und richtete seine Aufmerksamkeit insbesondere auf das Fach Botanik, in dem er 1936 über die Kryptogamen Niederösterreichs promovierte und als Begründer dieses Forschungszweigs in Österreich gilt. Bis 1839 praktizierte Friedrich Welwitsch als praktischer Arzt, betrieb in seiner freien Zeit botanische Studien und plegte Kontakte in den Wissenschaftsbetrieb. Anläßlich einer vom Württembergische Reiseverein finanzierten planzenkundlichen Sammelreise von 18 Monaten Dauer auf die Kanaren und Azoren, sagte er seine Teilnahme als Botaniker zu und reiste auf dem Landwege nach Lissabon, von wo aus er sich zu den Inseln einschiffen sollte. Beeindruckt von der portugiesischen Flora blieb er in Lissabon, anstatt seine Forschungsreise fortzusetzen. Er fand bald eine Anstellung als Direktor des königlichen botanischen Gartens und wechselte nach kurzer Zeit auf die Stelle des Gartendirektors des Herzogs von Palmella, wo er eine intensive und umfangreiche Sammel-, Ordnungs- und Bestimmungstätigkeit betrieb und das erste Landesherbar in der Geschichte Portugals anlegte. 1853 unternahm Friedrich Welwitsch im Auftrag des portugiesischen Überseeeministeriums eine Forschungsreise nach Angola, das als portugiesische Kolonie seit Anfang des 19. Jahrhunderts systematisch erweitert und erschlossen wurde. Sein Aufenthalt in Angola sollte acht Jahre dauern, während dieser sich der Botaniker auf allein ausgeführten Exkursionen und unter immenser Sammeltätigkeit körperlich und gesundheitlich erschöpfte. 1859 entdeckte er bei St. Paolo de Loanda die seit 1865 nach ihm benannte welwitschia mirabilis. Seine fortlaufend aus Angola gelieferten Forschungsergebnisse wurden in wissenschaftlichen Journalen publiziert und mit großem Interesse aufgenommen und führte, unter anderem, zu einer ersten Einteilung Angolas in drei pflanzengeographisch streng zu unterscheidende Zonen. 1861 kehrte Friedrich Welwitsch mit erheblichen Mengen an sorgfältig und umsichtig gesammeltem naturkundlichem Material nach Lissabon zurück, verlegte seine Forschungstätigkeit, wegen der hervorragenden botanischen Sammlungen und Bibliotheken und damit für die damalige Zeit idealen Arbeitsbedingungen, in Abstimmung mit seinem Auftraggeber 1863 nach London, wo er am Natural History Museum und in den Royal Botanic Gardens in Kew an die wissenschaftliche Bearbeitung des gesammelten Materials ging. Am 20.10.1872 verstarb Friedrich Welwitsch, überarbeitet und von den Spätfolgen der erlittenen Tropenkrankheiten ausgezehrt, in London und erhielt dort am 24.10.1872 ein Ehrenbegräbnis durch die Royal Botanic Society of London auf dem Kensal Green Cemetery. Friedrich Welwitsch werden die Entdeckung von sechs Pflanzengattungen, 332 Pflanzenarten und 26 Tieren zugeschrieben. Seine aus Angola mitgebrachten Sammlungen sind in der Folge Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten einiger Generationen von Botanikern gewesen, über ihn selbst sind seit 1953 sieben Biographien erschienen. 1932 wurde in Klagenfurt der Friedrich-Welwitsch-Weg nach im benannt. Die durch seine Forschung bekannt und seitdem populär gewordene welwitschia mirabilis stellt eines der heraldischen Symbole Namibias.


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