Botswana-Impressionen

Urlaubsimpressionen aus Botswana mit Eindrücken vom Ruckomechi Camp und der Impalila Island Lodge

Ruckomechi Camp am Sambesi, die Bergkette gehört schon zu Sambia.
Urlaubsimpressionen aus Botswana mit Eindrücken vom Ruckomechi Camp und der Impalila Island Lodge.

Gibt es in Mana Pools noch eine schönere Unterkunft als Ruckomechi? Dieses Camp hat eine einzigartige Ausstrahlung, die sich auf meine Frau und mich überträgt. Unser Bungalow ist eine liebevoll ausgestattete Herberge, hier fühlen wir uns sofort wohl.  Eine freistehende Badewanne auf einer überdachten Terrasse und gegenüber ein mächtiges mit Kissen überladenes Sofa konnten wir bisher noch nie bewundern. Der Blick über den Sambesi bis zu den Bergketten am anderen Ufer ist überwältigend, Zambia liegt zum Greifen nahe! Tagsüber waren wir mit erfahrenen Guides auf Pirsch. Wir konnten sogar Leoparden beobachten. Nachts haben wir das Brüllen der Löwen gehört und sind mit dem beruhigenden Geräusch des fliessenden Wassers eingeschlafen, Safari pur ... absolutely great!

Ein wenig wehmütig verlassen wir Ruckomechi, das paradiesische Camp unter gewaltigen Anabäumen, verabschieden uns mit Handschlag von unseren neuen Freunden und versprechen ihnen ein baldiges Wiedersehen. Unser nächstes Ziel ist die Impalila Island Lodge im östlichen Caprivizipfel, dort wo die Länder Namibia, Zambia, Zimbabwe und Botswana aufeinandertreffen. Im Auto werden wir vom Camp zum air strip gebracht.

Hier hat unser Pilot und tour-guide Heinz die Cessna mit der Kennung V 5 – j(uliet) – e(cho) – b(ravo) vor zwei Tagen abgestellt. Nach kurzer Zeit sind wir über dem Karibasee und fliegen in Richtung Victoria Falls zum Caprivi. Es ist ein schöner Flug, wir können sogar Elefanten beobachten. An der Piste von Impalila Island werden wir bereits von Simon erwartet. Wir laden unser kleines Gepäck ins bereitstehende Auto und fahren zur schmucken Polizeistation auf der Insel: Passkontrolle.

Dann geht es mit dem Motorboot weiter zur Lodge. Wir bewegen uns in einer wunderschönen Landschaft. Schilf und Papyrus säumen die Ufer. Wir sehen zahlreiche Vögel, zuweilen zeigen sich auch Elefanten und Büffel. Es sieht aus wie auf einer Bühne. In Gedanken bin ich schon beim Fotografieren. Nach einer Weile taucht vor uns die Krone eines gewaltigen Baobabs auf und nach der nächsten Flussbiegung erkennen wir unter Bäumen die reetgedeckten Dächer von Häusern. Unsere Lodge!

Schon von der Wasserseite aus sehen wir, dass der riesige Baum in das Haupthaus des Camps integriert ist. Am Bootssteg hat sich fast die gesamte Mannschaft der Lodge eingefunden, um uns zu begrüssen. Das ist ein Empfang! Grossartig, jeder findet ein freundliches Wort für uns. Sogar Mutler – der Bullterrier von Dusty dem Chef – wackelt mit dem Schwanz.

„Do you like a beer ?” – “Yes, please!” Und schon stehen wir an der Bar im Haupthaus. Dieser Platz würde jedem 5-Sterne-Hotel zur Ehre gereichen. Nach einem vorzüglichen Imbiss, der an einem perfekt gedeckten Tisch auf der Terrasse serviert wird, schlägt Simon eine Bootspartie für den Nachmittag vor. Er will mit uns bis zur Chobe-Lodge fahren. Ich bereite meine Kameras vor und warte ungeduldig auf die Abfahrt.

Wir gehen zum Bootssteg. Heinz erwartet uns schon, wie üblich in Shorts und Sandalen (ohne Socken). Er trägt wie immer seine legendäre blaue Schirmkappe mit der gelben Aufschrift „Pilatus Pc 9“, auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille, die mit einer Kordel um seinen Nacken gesichert ist. Die Herkunft dieser blauen Kappe hat es in sich, aber das ist eine andere Geschichte.

Wir fahren ab und dann geht es Schlag auf Schlag. Es erscheinen Reiher aller Art, Störche, Kormorane, Schrei-Seeadler, Enten und Eisvögel, meine besonderen Freunde. Wir entdecken einen weiblichen Riesenfischer (cyrele maxima) und pirschen uns näher. Simon drosselt den Motor, stellt ihn ab und gleitet langsam dichter ans Ufer.

Der Vogel sitzt ruhig auf seinem Ansitz über dem Wasser und mustert uns kritisch aus etwa 9 Metern Entfernung. Ich schiesse eine Bildfolge und stelle neu scharf. Vielleicht sind es jetzt noch 6 Meter - schon besser - ich riskiere eine weitere Serie. Wir treiben immer näher heran. Mein Blick geht über den Brillenrand zum Vogel und wieder zurück durch den Sucher. Die optimale Entfernung liegt bei 4 Metern. Ich behalte die Kamera am Auge, korrigiere die Schärfe, halte den Atem an und belichte eine letzte Sequenz. Geschafft! Ich freue mich.

Wir fahren weiter und staunen über die Tierwelt in einer zauberhaften Umgebung. Büffel und Elefanten stehen am Wasser und schauen zu uns herüber. Antilopen äsen am Ufer. Die Zeit vergeht buchstäblich im Fluge. Das Tageslicht wird langsam schwächer, die Sonne verglüht. Wir finden einen Platz für den Sundowner. Mir hat der Gin-Tonic, so glaube ich , noch nie besser geschmeckt. Ich muss an Hemingway und Ruark denken. That is life, die Stimmung ist bestens. Heinz schaut mit leicht nach links geneigtem Kopf in die Runde. Ich weiss, was er jetzt denkt. Er hebt sein Glas und sagt: „Prost, Ihr beiden, auf das, was wir lieben!

Autor: Peter Jaenicke-Jacobs

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