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Ansiedler-Schicksale

Ansiedler-Schicksale

Dies ist ein seltener Nachdruck des seltenen Originaltitels 'Ansiedler-Schicksale; Elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893–1904'.
05-0662
99916-705-6-4
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Titel: Ansiedler-Schicksale
Untertitel: Elf Jahre in Deutsch-Südwestafrika 1893–1904
Autorin: Helene von Falkenhausen
Verlag: Peter's Antiques
Swakopmund, Namibia 1995
Limitierte Auflage: 2000 Exemplare
Buchnummer: 0491
ISBN 9991670564 / ISBN 99916-705-6-4
Originalbroschur, 14 x 20 cm, 217 Seiten, einige sw-Abbildungen

Zustand:

Gut. Kleinere Gebrauchsspuren auf Einband, ansonsten frisch und sauber.
Selten.

Aus dem Vorwort: Ansiedler-Schicksale

Im Jahre 1893 kehrte mein Vater nach einjährigem Aufenthalt in Deutsch-Südwestasrika nach Deutschland zurück, um die Seinen nach dem 'dunklen Erdteil' hinüber zu holen. Nächst dem Wunsche, meinen alternden Eltern dort eine Hilfe zu sein, zog mich der Reiz, die unbekannte Ferne kennen zu lernen, mächtig hinüber. Während meiner elfjährigen Anwesenheit gewann ich die südwestafrikanische Kolonie, von welcher in Deutschland so geringschätzig gesprochen wird, die aber auf alle, welche in dem Lande waren, eine wunderbare Anziehungskraft ausübt, immer lieber. Selbst heute, nachdem ich dort die bittersten Erfahrungen meines Lebens gemacht habe, nach fünfjähriger glücklicher Ehe wurde mein geliebter Mann durch Hereros grausam ermordet, ich mußte mit meinen Kindern, von denen das eine auf der Heimreise nach den erlittenen Strapazen starb, fliehen und kehrte krank in die Heimat zurück, noch heute hängt trotz allem mein ganzes Herz an der Kolonie. Möge sie nach Beendigung des unseligen Krieges rasch emporblühen, und den Ansiedlern, welche mit neuem Mut und neuer Zuversicht ihre Arbeit auf den zerstörten Farmen aufnehmen, wünsche ich, daß sie die Früchte ihres Fleißes auch genießen möchten! Anfangs schrieb ich meine Erlebnisse und Erfahrungen in Südwestafrika nur in der Absicht nieder, in meinen Kindern die Erinnerung an ihren Vater und an unser Leben drüben wach zu erhalten oder doch ihnen davon ein Bild zu entwerfen. Später, als man mir sagte, daß diese Aufzeichnungen vielleicht auch für einen größeren Leserkreis Interessantes böten, entschloß ich mich, sie zu veröffentlichen.

Gnadenfeld, März 1905
Helene von Falkenhausen, geb. Nitze