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Uganda: Ruwenzori

Uganda: Ruwenzori

Bergführer mit Tourenvorschlägen zum Ruwenzori
40017
neu

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Uganda: Ruwenzori

Autor: Reinhard Dippelreither
Reihe: OutdoorHandbuch Band 127
Conrad Stein Verlag
Kronshagen, 2006
Broschur, 11x16 cm, 228 Seiten, eine Farbkarte, 6 weitere Karten, 28 farbige, 31 sw-Abbildungen


Verlagsankündigung:

Die legendären Mondberge (montes lunae) führen diesen Namen nicht zu Unrecht. Eine Wanderung durch diese Giganten entführt in eine wahrlich andere von unendlich erscheinendem Grün überzogene Welt.

Die Pflanzenwelt hat sich hier während der letzten Million Jahre kaum verändert. Hier ist der einzige Fleck der Erde, wo man tagelang inmitten original eiszeitlicher Flora wandern kann.

Wer diese außerirdische und außerzeitliche Besonderheit unvorbereitet durchwandern will, erschrickt bereits am Start und verspürt Ehrfurcht.

Allzuoft wandelt sie sich in reine Furcht, in eine Welle von Angst, die sogar den unerschrockensten Afrikafahrer, H.M.Stanley, den Blick abwenden und weitzerziehen ließ.

Damit dem Wanderer der heutigen Zeit diese Furcht und Angst erspart bleibt, wurde dieses Buch verfaßt.

Es beschreibt alle Facetten dieses extremen Unternehmens, bietet außer der Beschreibung der vielen glanzvollen Höhepunkte, der benötigten Ausrüstung und der sinnvollen Vorbereitung auch einen Einblick in die "finsteren Seiten" der Mondberge.


Inhalt:

Über den Autor, Symbole
Gebirgs- und Landeskundliches
Geologie, Geografie, Topografie
Namen und Höhen
Entdeckung. Eroberung
Ruwenzori
Erschließung
Biologie
Klima
Republik Uganda im Überblick

Reise-Infos von A bis Z
Anreise zu den Basisstationen
Ausrüstung
Basisstationen
Diplomatische Vertretungen & Visa
Einreise/Ausreise
Ernährung im ugandischen "Tal"
Feste und Feiertage/Sonntage
Foto, Video
Geld
Gesundheit - Medikamente - Reiseapotheke
Informationen
Kleidung
Öffnungszeiten
Post und Telekommunikation
Preise & Reisekosten
Reisezeit
Transporte zum Ruwenzori-Gebirge
Unterkünfte
Zeit

Grundsätzliches zur Begehung
Adäquates Ruwenzori-Training
Ernährung
UWA
RMS - Ruwenzori Mountaineering Services
Die Mannschaft
Trinkgeld
Hütten
Mögliche Gefahren
Organisation und Durchführung
Tour-Operator in Uganda

Central Circuit & Margherita Peak
Einführendes
farbige Übersichtskarte

1. Etappe: Nyakalengija-Village - Nyabitaba-Hut
2. Etappe: Nyabitaba-Hut - lohn Matte-Hut
3. Etappe: lohn Matte-Hut - Bujuku-Hut
4. Etappe: Bujuku-Hut - Elena-Hut
5. Etappe:
a) Elena-Hut - Margherita Peak - Elena-Hut
b) Elena-Hut - Kitandara-Hut
6. Etappe: Kitandara-Hut - Guy Yeoman-Hut
7. Etappe: Guy Yeoman-Hut - Nyabitaba-Hut
8. Etappe: Nyabitaba-Hut - Nyakalengija-Village

Sonstige Routen und Gipfel
Literatur, Karten, Fotos
Antiquarische Literatur
Aktuelle Literatur
Karten
Fotos
Index


Auszug: 5. Etappe: John Matte-Hut (5.414 m) BuJuku-Hut (5.900 - 5.992 m)

36 km, 5 bis 7 Std. (ist ungeheuer stark vom Feuchtigkeitsgehalt des Untergrundes abhängig, Schnell-Geher schaffen die Strecke bei trockenen Bedingungen auch in 4 Std., Langsam-Geher brauchen bei schlechten Bedingungen auch schon mal bis zu 8 oder mehr Stunden)

DER CENTRAL CIRCUIT & MARGHERITA PEAK kostet viel Energie) oder eine ebenso schwarze, aber absolut flüssige Brühe. Die Übergänge sind fließend und nach jedem Regenguss verschiebt sich das Verhältnis zugunsten der flüssigen Brühe.

Die Tiefe kann nicht einmal annähernd geschätzt werden - nehmen Sie Ihren Stock zu Hilfe. Faustregel: je fester umso weniger tief (d.h. knöchel- bis knietief), je flüssiger umso tiefer. Es verhält sich nämlich so, dass der tragende Untergrund in den Tälern und Kesseln durchweg von Gletschern geformt wurde. D.h., dass unendlich viele Löcher/Mulden/Gruben/Gräben und sonst. Vertiefungen unregelmäßig verstreut sind.

Zwischen der ersten Vertiefung, in die Sie bis zu den Knien hineintappen und der nächsten (2 m entfernt) kann ohne weiteres ein trennendes Gebilde sein, welches nur 5 cm tief ist. Knapp 10 Min. nach Start wird etwas oberhalb der Wasser-Schöpfstelle der Bujuku-River problemlos gequert und die erste Sumpffläche liegt vor Ihnen. Da diese nach ca. 10 Min. von einer kleinen Steilstufe begrenzt wird, rechnen sie nicht alle Guides bereits zum Kleinen/Unteren Bigo-Sumpf.

5 Min. nach dieser sind sich aber auch die puristischsten Guide darüber einig, dass man den Kleinen/Unteren Bigo-Sumpf/Lower Bigo Bog erreicht hat. Man bewegt sich nun ca. 15 Min. entlang seiner linken/südlichen Kante fort, bewundert die erste größere Ansammlung von Lobelia deckenii, hin und wieder auch eine Orchidee, und steigt dann den begrenzenden Hang hinauf und findet sich schlagartig zwischen haushohen Erika-Stangen/-Bäumen wieder, über und über mit Moospolstern besetzt und mit Bartflechten behangen.

Es ist hier zwar auch nicht knochentrocken, doch schon wesentlich besser als unten im Sumpf - die Ausblicke auf diese grüngraublaue Ebene sind jedenfalls toller als das Verweilen darin. Nach längstens einer halben Stunde hat der Sumpf ein Ende, es muss noch eine kleine Steilstufe überwunden werden und die (Old) Bigo-Hut ist erreicht -etwa 1 Std. ab Start. Meist wird hier eine kurze Rast gehalten.

Es geht nun die nächste Stunde durchgehend steil bergauf - durch/über/unter von dornenreichem Dickicht eingerahmte Steine und Wurzeln, dazwischen Erika-Bäume. auf diesen die unvermeidlichen Moose und Flechten, hin und wieder kümmert noch ein Hypericum-Bäumchen dahin, der Bujuku-River tost immer zur Rechten weit unten im Tal.

Der Untergrund ist relativ trocken, die im Weg liegenden Steine und Wurzeln erreichen bei weitem nicht die Größe, die man vom Vortag kennt. Nachdem dieser Aufstieg geschafft ist, geht es endlich mal wieder hinunter - dem Bujuku-River entgegen, dessen Ufer nach 10 Min. fast erreicht ist (mehr oder weniger aber keine Chance zum Wasser holen).

Dann werden schnell zwei passable Felsüberhänge passiert und der Beginn des Oberen Bigo-Sumpfes/Upper Bigo Bog ist erreicht - links lächelt milde der Mt. Baker, von vorne lockt der Mt. Stanley (falls keine Wolken und so ..). Der Obere Bigo-Sumpf/Upper Bigo Bog ist länger und schmaler als der Untere und nach bereits 10 Min. die freudige Überraschung: Es wurde ein sehr, sehr feiner Steg aus Bohlen gelegt, stabil (nur hin und wieder ein morsches Brett), eben, fast nicht zugewachsen, Luxus pur.

Ca. 45 Min. nachdem Sie den Bujuku-River oberhalb kurz gestreift haben, kommen Sie ihm erstmals so nahe, dass Sie gefahrlos Wasser schöpfen können (ca. 3 Std. ab Start). Er wird auch sogleich gefahrlos überquert, hier ist er nurmehr ein kleines Bächlein. Hier endet der Obere Bigo Sumpf auch endgültig und es geht natürlich sofort wieder bergauf und nach ca. einer halben Stunde wird der Fluss wieder retour überquert, weiter bergauf, dieser Vorgang wiederholt sich noch mehrmals.

Die Senecien-Bestände sind während dieser bergauf führenden Passage so dicht und hoch geworden, dass man von Wald sprechen kann, der Boden ist mit einem unglaublich dichten Strohblumen-Teppich bedeckt - berauschend.

Nach 20 Min. ist dennoch der nächste Sumpf erreicht. Er unterschiedet sich von den zwei (bzw. drei) zuvor durchschrittenen durch die ungewöhnliche Tatsache, dass er nicht waagerecht, sondern bergauf verläuft - bei Regen von besonderer Raffinesse. In Ermangelung eines verliehenen Namens benennen ihn die meisten Guide auch nicht, manche nennen ihn schlicht Bujuku-Sumpf. Nach knapp einer halben Stunde ist aber auch er geschafft und nach weiteren ca. 20 Min. ist, kurz nach einem Schatten spendenden Überhang, wieder ein Rast-platz erreicht.

Hier - fast am Beginn der Afro-Alpinen-Vegetationszone - reichen die Senecien-Wälder so weit das Auge blicken kann, links erhebt sich düster der brüchige Mt. Baker, vorne rechts der Mt. Speke. gar nicht so selten lässt sich ein Nektarvogel blicken, überall Ruhe und Stille und wenn es die Bewölkung zulässt, erhebt sich links vor Ihnen majestätisch der Mt. Stanley und zeigt seine Gipfel -das ist die Mühsal wert.

Das Bujuku-Tal weitet sich nun zusehends und ca. 5 Min. nach dem Rastplatz rückt der Lake Bujuku ins Blickfeld. Bei besonders klaren Bedingungen spiegelt sich der zum Greifen nahe Mt. Stanley mit seinen Gletschern im See. Der Weg verläuft rechts vom See. In welcher Höhe, bleibt der Entscheidung des Guides überlassen - bei sehr trockenen (seltenen) Bedingungen marschiert man fast direkt am Ufer dahin, je mehr Regen fällt/gefallen ist. umso höher steigt man hinauf.

Egal wo er verläuft, er ist sumpfig und trocknet auch während der Trockenzeit nie wirk-lich aus. Es ist daher der am beschwerlichsten zu durchwandernde Sumpf des Tages (wahrscheinlich der gesamten Tour) - Tritthilfen in Form von Erika-Stangen usw. existieren hier fast nicht mehr, es ist nurmehr ein Hopsen/Hüpfen/Springen/ Taumeln und Torkeln von einem Grasbüschel zum nächsten, zwischendurch Fehltritt. Fuß aus der klebrig-saugenden Masse herausziehen, weiter.

Dieser Sumpf ist zwar - nach Metern gemessen - nicht der längste (das ist der Obere Bigo), doch man benötigt mit Abstand die meiste Zeit. Ab Seebeginn dauert es ca. 30 bis 45 Min., bis man die Hütte erstmals erblickt, dann noch ca. 30 Min. bis man dort ankommt. Die Steigung beim Weg durch den Sumpf ist nicht wirklich aufregend, eher lästig. An Trinkwasser herrscht kein Mangel - im Untergrund rauscht und gurgelt es unentwegt, immer wieder kommen diese Bächlein auch ans Tageslicht.

Da die Hütte etwas erhöht und somit halbwegs trocken steht, führen die letzten max. 10 Min. wieder etwas steiler bergauf - im Gegensatz zur Sumpfwanderung aber ein - halbwegs - trockenes Labsal. Kurz nach See-Ende passieren Sie einen mächtigen Felsüberhang, der in allen Karten als Cooking-Pot (-Cave) bezeichnet wird. Hier befand sich das ursprüngliche Lager für diese Nacht (Relikte weisen noch darauf hin).

Da es nicht mehr benutzt wird, ist auch der Name nicht mehr allgemein bekannt, jüngere Träger und Guides wissen mit dem Ausdruck Cooking-Pot überhaupt nichts mehr anzufangen. Abgesehen davon wurde früher - in Prä-Trägerhütten-Zeiten - für jeden Felsüberhang von Trägern/Guides der Ausdruck Cooking Pot (Cave) als Synonym für Felsüberhang/Rock-Shelter verwendet. [...]