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Töpferei und andere Strategien der Einkommenssicherung

Töpferei und andere Strategien der Einkommenssicherung

Töpferei und andere Strategien der Einkommenssicherung. Risikominimierung im Norden Namibias
Mayer-Himmelheber, M.; Meyer-Bauer, C.
13810
978-3-89645-052-4
neu

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24,80 €
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Töpferei und andere Strategien der Einkommenssicherung

Untertitel: Risikominimierung im Norden Namibias. With an English summary
Reihe: History, Cultural Traditions and Innovations in Southern Africa Band 4
Autorinnen: Maria Mayer-Himmelheber; Clara Meyer-Bauer
Herausgeber: Bollig, Michael; Möhlig, Wilhelm J.
Rüdiger Koeppe Verlag
Köln, 1997
ISBN 978-3-89645-052-4
Broschur, 208 Seiten, 8 Karten: Handelsnetzwerke und Handelszentren, 13 Tabellen, 9 Graphiken und Übersichten, 10 sw-Fotos


Beschreibung:

Wie kann man in einer von Dürre bedrohten Region ohne formale Arbeitsmöglichkeiten ein Einkommen erwirtschaften?

Dieser Frage geht die vorliegende Fallstudie nach, die sich mit den Strategien der Einkommenssicherung von Frauen im östlichen Caprivi-Zipfel, Nord-Namibia beschäftigt. Frauen spielen eine zentrale Rolle für das Überleben vieler Haushalte dieser Region.

Das vorliegende Buch zeigt, welche Strategien Frauen anwenden, um sich gegen Risiken wie karge Böden, Scheidung oder Witwenschaft abzusichern. Neben der Landwirtschaft ist die Töpferei ihre einträglichste Beschäftigung. Die Töpferei bringt den Frauen eine Anbindung an nationale Märkte und zu nationalen und internationalen Entwicklungsorganisationen. Die Auseinandersetzung mit den Förderstrategien dieser Organisationen zeigt, daß die Strategien der Frauen weniger auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet sind. Sie stellen längerfristige Anpassungen an ökologische und ökonomische Krisen dar.

Die Studie basiert auf einer mehrmonatigen Feldforschung im Rahmen des ASA-Programms der Carl-Duisberg-Gesellschaft. Zehn s/w-Fotos veranschaulichen die Töpferkunst der Frauen des östlichen Caprivi. Der englischsprachige Leser wird die englische Zusammenfassung am Ende des Buches begrüßen.


Rezensionen:


Heide Mertens in ZSE 2/99:
„Mayer-Himmelheber und Meyer-Bauer legen in ihrer Studie zu den Töpferinnen im Norden Namibias ein weiteres Beispiel für die kontraproduktive Wirkung eindimensionaler Ausrichtung von Ansätzen der Entwicklungshilfe (Protrade Programm der GTZ in Namibia) auf lokale Überlebensstrategien vor. Die Autorinnen haben in ausführlichen leitfadengestützten Interviews, Zeitallokationsstudien, und teilnehmender Beobachtung die Komplexität, Vernetzung und vor allem jahreszeitliche Dynamik der verschiedenen Tätigkeiten der von der Entwicklungshilfe allein als Töpferinnen wahrgenommenen Frauen herausgearbeitet.“

Iris Rödiger in Ethnologie Heute, Ausgabe 3/1999
"Der regionale Fokus der Untersuchung liegt auf dem östlichen Caprivi im Norden Namibias. Hier stehen Frauen oftmals selbst einem Haushalt vor, und ihr Einkommen ist von zentraler Bedeutung für das wirtschaftliche Überleben der Familien. Mayer-Himmelheber und Meyer-Bauer zeigen, wie die Frauen über diese lokale Ebene hinaus auch in die nationale Ökonomie des Landes eingebunden sind. Gerade auf regionaler und nationaler Ebene treffen die Strategien und Wege der Frauen zur Einkommenssicherung mit denen der NGOs (Non-Governmental Organisations) und CBOs (Community based Organizations) zusammen. Mit Hilfe des Mehrebenen-Ansatzes stellen die Autorinnen Rolle und Bedeutung der Akteure auf den verschiedenen Ebenen dar.

Sie unterscheiden Dorf-Ebene, regionale und nationale Ebene und Ausland. So können sie Beziehungsgeflechte und Spannungsfelder aufzeigen, die aus unterschiedlichen Zielsetzungen entstehen. Die Töpferei wird in dieser Studie weniger als Handwerk untersucht, sondern als Strategie - als eine von vielen Strategien der Einkommenssicherung, worauf auch schon der Titel hinweist. Die individuellen Handlungsweisen der Akteure stehen dabei im Mittelpunkt. [...]

Die vorliegende Studie ist übersichtlich aufgebaut, am Ende jedes übergeordneten Kapitels werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefaßt. Die Autorinnen machen ihre Arbeitsweise transparent, indem sie über ihre Methoden im Feld und die Informanten aufklären. Das Buch ist klar gegliedert und mit zahlreichen informativen Karten, Tabellen, Abbildungen und Fotos versehen. In einigen Karten und Tabellen fehlen leider z.T. wichtige Angaben wie Maßstäbe oder Währungen. Neben den Verzeichnissen von Tabellen und Abbildungen etc. muß das kurze Glossar und die englische Zusammenfassung im Anhang gewürdigt werden. [...]

Durch bessere Zusammenarbeit von Entwicklungshilfeorganisationen mit Ethnologen könnten differenziertere Informationen über die jeweiligen Zielgruppen erhalten werden, um einem Mißlingen von Projekten vorzubeugen. Die vorliegende Studie könnte als präzise Fallstudie einen Beitrag zur kritisierten Kommunikation leisten. Um diesen Anspruch der Autorinnen zu erfüllen, muß sie sich dann noch in der Praxis bewähren."