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Swakopmund - Eine kleine Chronik

Swakopmund - Eine kleine Chronik

Eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Ortskunde
Wissenschaftliche Gesellschaft Swakopmund
13040
neu

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17,50 €
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Swakopmund - Eine kleine Chronik

Herausgeber: Wissenschaftliche Gesellschaft Swakopmund
7. erw. Auflage, Swakopmund 2006
ISBN: 978-99916-68-87-1 (Namibia)
ISBN: 978-3-936858-62-4 (Deutschland)
Broschur, 15x21 cm, 86 Seiten, zahlreiche sw- und Farbabbildungen


Kurzbeschreibung:

Dieses liebevoll gemachte Buch erlebt seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 1982, inzwischen seine 7., erweiterte und überarbeitete Auflage und ist seit Langem das einzige auf dem Büchermarkt verfügbare deutschsprachige Werk über die Geschichte Swakopmunds.

Die schöne Auswahl der zahlreichen historischen Aufnahmen zeigt die Hafenanlagen, Gebäude, Ansichten und Bewohner der Küstenstadt und wird von kompetenten und vor allem interessanten Beschreibungen begleitet.

Diese kleine Chronik Swakopmunds ist eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Ortskunde.


Inhalt:

Einführung
Der Name „Swakopmund"
Hafen
Mole
Landungsbrücken
Verkehrswege
Eisenbahnen
Aufbau und Wachstum der Stadt
Gewerbe und Industrie
Kommunikation
Dampflokomobile "Martin Luther"
Unter Denkmalschutz
Geschichtlicher Überblick
Quellenangaben


Auszug: Aufbau und Wachstum der Stadt vor dem Ersten Weltkrieg

Den ersten, im September 1892 errichteten Baracken, folgten alsbald weitere, fast ebenso primitive Unterkünfte und Lagerräume.

Das schnelle Wachstum der neuen Niederlassung kann in diesem Rahmen nicht im einzelnen aufgezeigt, sondern nur kurz gestreift werden.

(Vergl. hierzu Hulda Rautenberg: Das alte Swakopmund), doch sprechen einige Bevölkerungszahlen eine beredte Sprache: 1892: 7, 1894: 19, 1895: 32, 1896: 84, 1897: 113, 1898: 281, 1901: 442 registrierte Europäer.

Diese Entwicklung war durch den Ausbau des Hafens bedingt. Dabei fiel außer dem Fiskus den verschiedenen Firmen eine bedeutende Funktion zu. Die Geschäftshäuser, anfangs nur Baracken, wurden Anfang des letzten Jahrhunderts durch massive, teilweise recht beeindruckende Bauten ersetzt, wie zum Beispiel das Woermann- und Hohenzollern-Haus.

Der Grund und Boden, auf dem Swakopmund entstand, gehörte der "Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwestafrika", welche die von Adolf Lüderitz käuflich erworbenen Besitzungen übernahm. Darunter fiel auch der Küstenstreifen, bis auf das britische Territorium Walfischbucht, den der Topnaarkapitän Piet Haibib im August 1884 an Lüderitz verkauft hatte.

Die Gesellschaft sandte Ende 1894 ihren Bevollmächtigten, Dr. Max Rhode, nach Swakopmund, um ihre Interessen dort wahrzunehmen. Er entwarf 1895 den ersten Bebauungsplan für die Stadt. Mit Beginn des Baues der Staatsbahn 1897 und dem der Mole 1898 nahm Swakopmund einen enormen Aufschwung. Die Zahl der Beamten, Kaufleute, Handwerker und Arbeiter wuchs stark an, und es setzte eine rege Bautätigkeit ein.

Man erstellte stabile, z.T. sogar zweistöckige, meist in Deutschland vorgefertigte Holzhäuser. 1899 entstanden die ersten massiven Steinbauten, denen bald weitere folgten. Sie veränderten das Stadtbild innerhalb kurzer Zeit. Einige von ihnen sind heute noch erhalten und verleihen Swakopmund seinen besonderen Charakter. Mit dem Baubeginn der Otavi-Bahn 1903 erhielt die Stadt weiteren Auftrieb. 1905 überschritt die Zahl der registrierten Einwohner die Tausendgrenze (1.433).

Das Hafengelände mit seinen zahlreichen Lagerschuppen erstreckte sich von der Brücke bis zur Mole und war mit einem Bretterzaun zur Stadt hin abgegrenzt. Von dort aus führten Gleise zu den beiden Bahnhöfen sowie den Geschäftshäusern. Auf Reede lagen oft zehn, zwanzig und mehr Dampfer, die darauf warteten, gelöscht zu werden. 1904/5 waren allein 1.200 Personen mit dem Landungsbetrieb beschäftigt.

1900 gab es bereits eine Brauerei, die erste in Südwest, 1901 eine Druckerei und ein Telefonnetz, 1907 wurde das erste Elektrizitätswerk im Lande errichtet. 1912 gab es 1.394 Europäer und 2.300 Einheimische. 1914 verzeichnete man u.a. 38 Handwerks- und acht industrieverwandte Betriebe, 51 Großhandelsgeschäfte und Kaufläden, vier Banken, 18 Hotels und Gastwirtschaften. Es bestand ein reges Vereinsleben, Feste wurden gefeiert und viele kulturelle Veranstaltungen verschönerten den Alltag. Aus dem Wüstensand war eine schmucke Stadt emporgewachsen. [...]