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Reise durch den Westen Namibias

Reise durch den Westen Namibias

Üppig bebilderter Fotobegleiter zu den Sehenswürdigkeiten der Namib
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Reise durch den Westen Namibias

Untertitel: Fotobegleiter zu den Sehenswürdigkeiten der Namib-Wüste
Autor Sakkie Rothmann
Verlag: ST-Promotions
Swakopmund, 2001
Broschur, 21x30 cm, 127 Seiten, unzählige Fotos


Unsere Beschreibung:

Die Dichte und das Bildangebot dieses Fotobegleiters bricht Rekorde! Der Swakopmunder Sakkie Rothmann bringt dem Leser die Regionen und die Natur der Namib über die von Information überquellenden Kapitel nahe, erzählt von den grandiosen Landschaften, von Menschen, Tieren und Pflanzen dort. Der Autor hat schon in demselben populären und hochinformativen Stil den Fotobegleiter „Sperrgebiet“ (Art. Nr. 0159-01) geschrieben.


Aus dem Kapitel “Die Leiden und Entbehrungen der Vergangenheit in der Namib“:

[...] Daher sind die hohen Berge bei Aus als die Alpen Namibias bekannt. Temperaturen im Dünengürtel nordöstlich der Tsausberge fallen im Winter unter den Gefrierpunkt und es gibt öfters morgens Frost in den Tälern der Dünen. Das Flusstal des Oranje, direkt nördlich des Richtersveldes, ist bekannt für seine hohen Sommertemperaturen, oft bis zu 47 ° Celsius und niedrigen Regenfall mit knapp 100 mm in besonders guten Jahren. Geologisch gesehen ist diese Region Teil des Fundament Komplexes, der aus primitiven metamorphen Sedimenten und Lavagesteinen besteht, und zusammenhängt mit grossformatigen Eindringungen von Granit und Gneiss vor Millionen von Jahren.

Die jüngeren Karoo Ablagerungen, die diese älteren Fundamente überdeckten, wurden grösstenteils durch Verwitterung abgetragen und heute sind nur noch Überreste der Ecca und Dwyka Strata zu sehen. Die Landschaft hier ist typisch für Gebiete die durch fliessendes Wasser in einem trockenen Klima entstanden sind. Grosse Erosionsbecken wurden auf beiden Seiten des Oranje Flusses aus dem Gebirge gewaschen und verstopften die trockenen Flussläufe mit Sand und Steinen, die man an manchen Stellen als massive Konglomeratablagerungen sehen kann. Diese werden auf Konzessionsbasis an kleinere Diamant-Schürfgesellschaften vergeben. Die Vegetation ist hier spärlich. Spuren in den trockenen Wasserläufen zeugen von illegalen Niederlassungen oder Wilderern.

Andere Zeichen menschlicher Besiedlung dieses Landstrichs sind Kleinviehgehege, Holzstapel entlang der Hauptstrasse nach Rosh Pinah und auch die unzähligen Reihen getrockneten Fisches am Ufer des Oranje.

Da der Regenfall hier gering ist, läuft keiner der hundert Nebenarme des Oranje dauernd und frühere Quellen sind längst versiegt. Abfliessendes Sturmwasser der sporadischen, sommerlichen Gewitter über dem umliegenden Hochland verschwindet im Sand oder ergiesst sich als Sturzbach in den Oranje. Obwohl fliessendes Wasser die überwiegende Verwitterungsursache des Oranjeflusstals ist, spielt Winderosion auch eine grosse Rolle. Der gebirgige und wüstenähnliche Charakter verleiht dieser Gegend einen besonderen Reiz und sie eignet sich daher für den Öko-Tourismus. Allerdings muss man bedenken, dass zwischen Oktober und Februar die heissesten Temperaturen in Namibia in dieser Region gemessen werden.

Die Gegend nördlich von Lüderitz entlang der Küste nach Sandwich Harbour und Walvis Bay ist der einsamste Teil der gesamten Namib-Wüste. In dieser öden und trockenen Gegend, wo es selten regnet, sind die Pflanzen, die dennoch hier zu finden sind, ganz und gar vom Nebel des eisigen Benguela Stromes vor der Küste abhängig. Diese Region ist ein für die Öffentlichkeit geschlossener Nationalpark und Diamanten Sperrgebiet. Sie besteht aus nichts anderem als Wanderdünen, durchsetzt mit Lehm- oder Salzpfannen und vergessenen Diamant-Geisterstätten. Es bestehen überhaupt keine Wege und das Gebiet ist des Sandes wegen völlig unbefahrbar. Die höchsten Dünen der Welt werden hier gefunden. Selbst sukkulente Pflanzen können sich hier nicht behaupten, abgesehen von Jensenobotria lossowiana, die man nur bei Spencer Bucht auf den Felsen antrifft, wo sie von der Nebelfeuchte lebt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in diesem Gebiet an manchen Stellen intensiv nach Diamanten geschürft, doch mussten die Abenteurer bald ihre Bemühungen der Wasserknappheit, Einsamkeit und der grossen Weltdepression wegen aufgeben. Die verfallenen Gebäude bei Douglas Bucht erzählen eine ähnliche Geschichte: hier wurden Langusten während der 40er Jahre gefangen, die Produktion mußte wegen unwirtschaftlicher Ausnutzung des Vorkommens eingestellt werden.

Die ersten 100 km nördlich von Lüderitz sind noch Teil des südlichen Diamant-Sperrgebiets und der Zugang ist der Öffentlichkeit gesperrt, abgesehen vom De Beers Sicherheitspersonal und den Naturschutz- und Seefischereibeamten. In den verlassenen Minendörfern Charlottenfeld, Hotsatia und Conseption Bay kann man noch die verfallenen, kleinen Hütten der Schürfer sehen. Weiter nördlich waren die Buchten von Conseption Bay und Sandwich Harbour während der Deutschen Kolonialzeit um die vorige Jahrhundertwende beschiffbar.

Heute ist es empfehlenswert, diese Gebiete aus der Luft zu besichtigen, da eine Autofahrt hierin schwierig ist. Schon seit Anfang des 19.- und 20. Jahrhunderts war Sandwich Harbour ein natürlicher aber seichter Hafen, der bei der Wal-, Robben- und Guanoernte entlang der namibischen Küste genutzt wurde. Weiter südlich kann man noch die Überreste eines Walfängers sehen, jedoch sind heute die Guanoinseln hier alle überschwemmt. Angeln in der Lagune ist nicht erlaubt, da man annimmt, dass dies ein Laichgebiet vieler Fischarten ist.

Die Lagune ernährt unzählige Haie, Meeressäugetiere, Vögel und kleine Tierarten. Da das Gebiet Teil eines ausgebreiteten Feuchtlandes ist, das sich bis zur Walvis Bay Lagune erstreckt, errichtete das Ministerium für Umwelt und Tourismus einen Zaun, um es zu schützen. Das nördliche Ende der Sandwich Harbour Lagune besteht aus einer Anzahl kleinerer, völlig eingeschlossener Gezeitenbecken, die sich durch ein enges Kanalsystem mit dem Meer füllen oder leeren. Süsswasser sickert aus alten unterirdischen Flussläufen hervor, vielleicht vom Kuiseb oder Tsondab, die östlich der Dünen versanden.

Eine ausgedehnte Sandfläche südlich von Sandwich Harbour, welche regelmässig überflutet oder freigelegt wird, formt eine natürliche Grenze, welche das Fahren südlich der Hauptlagune verhindert. Zwischen Sandwich Harbour und Walvis Bay liegen die meist genutzten Strande der gesamten Namib Küste. Jährlich ziehen Tausende von Angler hierher. Dabei wird am Strand herum gefahren und die Gegend wird verunziert. Besonders bemerkbar ist dies zwischen den Monaten November und März. In dieser Zeit schwimmen Fischschwärme gegen den Benguela Strom zum Laichen zur Sandwich Harbour Lagune. Eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Teil der Namib ist das Tsauchab Rivier, welches das Sossus Vlei gestaltete. Mit den Südhängen der Naukluft Berge als Auffanggebiet, fliesst der Tsauchab durch den tiefen, schmalen Sesriem Canyon und endet schliesslich im heutigen Sossus Vlei.

Der Sesriem Canyon ist eine Erosionsbildung des Tsauchabs, dessen Geröllablagerungen von vor Millionen von Jahren heute wieder nach und nach vom Wasser abgetragen werden. Unregelmässige, schwere Gewitter über dem Auffanggebiet des Tsauchabs fliessen in das Sossus Vlei, und füllen diese und andere Pfannen, die zwischen den riesigen Dünen des östlichen Sandmeeres liegen. Verschiedene alte Mündungen und Wasseriäufe in diesem Teil der Namib zeugen von einer vergangenen, wasserreichen Periode unter anderen klimatischen Bedingungen. In einem Versuch die abwechslungsreiche Schönheit dieser Landschaft wirtschaftlich zu nutzen, hat die Entwicklung der Tourismus Infrastruktur, staatlich sowie privat, in dieser Gegend während der letzten Jahre bedeutend zugenommen. Sie ist eine der bekanntesten Reiseziele Namibias, doch besteht die Gefahr der Übernutzung durch den Tourismus.

Das Naukluft-Gebirge an der östlichen Grenze ist das Hauptauffanggebiet der Tsauchab und Tsondab Riviere, die jeweils nur sehr kurzzeitlich fliessen, dennoch manchmal ganze Täler überfluten, bevor sie unter den Dünen verschwinden und durch unterirdische Wasserläufe das Meer erreichen. [...]