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Omaruru im Laufe der Zeit

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Omaruru im Laufe der Zeit ist eine einfache Chronologie der Ortsgeschichte.
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Omaruru im Laufe der Zeit

Autoren: Lisa Pesch; Gudrun Murray
Herausgeber: Jean Fischer
Omaruru, o.J.
Broschur, 15x21 cm, 24 Seiten, zahlreiche sw-Fotos


Vorwort:

Eine Einladung für die Senioren Omarurus zum Adventskaffee im ehemaligen 'Wronsky-Haus' brachte eine Überraschung. Einige Einwohner des Ortes hatten eine grosse Anzahl Fotos von Alt-Omaruru zusammengetragen, welche deutlich beschriftet an den Wänden des gemütlichen Restaurants zu besichtigen waren. Die Freude und das Interesse an dieser Ausstellung brachte uns auf den Gedanken, dieses Büchlein zusammenzustellen. Wir erheben gewiss keinen Anspruch auf Vollständigkeit, haben aber mit Hilfe von Herrn von Schumann und anderen Quellen (siehe Anhang) versucht, einiges aus der Vergangenheit Omarurus in Wort und Bild festzuhalten. Ganz herzlich möchten wir den Helfern danken und allen Lesern viel Freude an diesem Büchlein wünschen.

Dieses Büchlein entstand in gemeinsamer Arbeit. Den Anstoss dazu gab Gudrun Murray und sie blieb auch die treibende Kraft. Sehr viel Unterstützung kam von Heinz Pesch, einem gebürtigen Omaruruer, (Jahrgang 1918). Lisa Pesch hat geblättert, geforscht, zugehört und aufgeschrieben.

Die englische Uebersetzung machte Gudrun Murray, Korrektur gelesen von Frau Jean Fischer. Das Umschlagbild (in Privatbesitz) wurde uns mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin E.M. Linsmayer zur Verfügung gestellt. Hilfsbereite Omaruruer stellten die alten Fotos aus Privatbesitz zur Verfügung. Mit fachmännischer Kenntnis wurden sie von Herrn Haynes McFadden reproduziert, zum Teil von Glasplatten aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts. Aufnahmen aus dem Archiv sind besonders vermerkt.


Auszug aus dem Text:

[...] Am 1.8.1895 wurde die erste Poststelle im Missionshaus eingerichtet. Es war die vierte in SWA, und Missionar Eduard Dannert wurde als Postagent angestellt. Eine rote Fahne wehte am heute noch dort befindlichen Fahnenmast am Nordgiebel und verkündete den Einwohnern, daß Post aus Übersee eingetroffen war. Der Postläufer Richard Kaupuka, ein Damara, bewältigte zu FUSS, mit dem schweren Postsack, in 8 Tagen die lange Strecke von Omaruru nach Walvisbay und zurück.

Es bestanden zwei Postverbindungen mit Europa: Eine von Swakopmund aus direkt nach Hamburg, eine zweite über Kapstadt-Southhampton nach Köln. Der erste Poststempel datiert vom 2.5.1899. 1898 Die Poststelle wurde im Bezirksamt in der Feste eingerichtet. 1899 waren bereits 32 Poststellen im Land. Der Anschluss Omarurus an das Eisenbahnnetz der Otavibahn (1905) brachte auch für die hiesige Poststelle etliche Mehrarbeit, sodass man sich genötigt sah, eine ausgebildete Fachkraft mit der Führung der Dienstgeschäfte zu betreuen. Bald erhielt die Geschäftsstelle der Post ein eigenes Gebäude, eine Wellblechbaracke, die auf dem Bahngelände in unmittelbarer Nähe der Station im Jahre 1906 errichtet wurde.

Das Postgebäude, das dann 1912/13 gebaut wurde, steht heute noch gegenüber vom Bahnhof. Nach Kriegsende 1918 wurde SWA von der Unionsregierung Südafrikas als Mandat übernommen. In Omaruru war Herr Hendricks der erste Postmeister der neuen Verwaltung. Am 1.10.1954 wurde das heutige Postgebäude, von der hiesigen Firma J.A. Nienhaus und Söhne gebaut, in Betrieb genommen. SWA war in der Frühzeit seiner Besiedlung durch die Weissen ein Land der Männer. 1894 lebten in Südwest 1340 Weisse, davon gehörten 340 der Schutztruppe an, welche zum grössten Teil nach Ablauf ihrer Dienstzeit nach Deutschland zurückkehrten. Es waren 573 Männer und nur 114 Frauen mit 318 Kindern über das riesige Land verteilt. Die Volkszählung am 1.1.1903 wies 4682 Weisse auf, 3391 männliche, davon 622 verheiratet. Man versuchte, auf Anregung der Regierung, junge Mädchen aus Deutschland für die Kolonie zu interessieren. 1896 bestand Omarurus europäische Bevölkerung aus 27 Soldaten, 85 Siedlern, die sich aus allerlei Nationen zusammenfanden:

30 Deutsche, 15 Engländer, 1 Finne, 8 Schweizer, 16 Buren und 15 Farbige. Omaruru hatte die grösste weisse Einwohnerzahl in SWA. Otjimbingwe 82 und Swakopmund nur 32.

1897: Durch den Ausbruch der Rinderpest kam der Ochsenwagentransport zum fast völligen Zusammenbruch. Wronsky verlor 300 Rinder. Die meisten Büffel fielen der Rinderpest zum Opfer.

1899: Zwei Geschäfte wurden begonnen: Heinrich Siebers (Wagenbauerei); August Laszig und Adolf Ihde (Hotel Mecklenburger Hof und Warengeschäft). Heinrich Siebers Wagenbauerei, die erste Industrie in Omaruru, war weithin bekannt für erstklassige Arbeit: ganz besonders für stabile Räder. Das Omaruruwappen zeigte dann auch unter dem Franketurm ein Rad, Sinnbild dieser ersten Industrie.

1900: Bahnbau von Swakopmund bis Karibib. Ab Karibib ging die Brief- und Paketpost mit Ochsenwagengespann weiter. Frachtfahrer in Omaruru waren zu der Zeit: F. W. Lindholm, L. Osthuysen, G. Rösemann, J. Dennewill.

1901: Kaserne und Militärlazarett wurden fertiggestellt. Ein Militärarzt betreute die Bevölkerung Omarurus. Die Schwarzen glaubten allerdings mehr an die Magie der Medizinmänner. 1900 - 1901 war die Regenmenge nur 147.7mm!!! Viehfarmer mussten nach dem Ostentrecken.

Folgende Ansiedler waren hier sesshaft geworden: [...]